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Nun bin ich schon 2 Monate bei Weight Watchers, 4 Kilo leichter und habe die 5% Körpergewichtsverlustmarke überschritten. Laut WW Programm (500 gr Abnahme pro Woche) perfektes Timing.

Wie sieht aber mein eigenes Fazit aus?

Darüber habe ich mir gestern morgen nach einer Stunde Billy Blanks’ Tae Bo beim Entspannen in der Badewanne (diesmal in Magischer Moment in rot von Tetesept… yum, s.u. links) Gedanken gemacht – und kam zu widersprüchlichen Ergebnissen.

  1. Ich bin glücklich, dass ich es nach erheblichen Startschwierigkeiten geschafft habe, 4 Kilo zu verlieren – 4,2 kg, wenn man genau sein möchte aber…
  2. Ich habe mit (viel) mehr gerechnet, weil
    • man in der Regel am Anfang schneller Gewicht verliert,
    • ich mich peinlich genau an die Punkte gehalten habe,
    • ich mehr Bewegung in meinen Alltag integriert habe (auch zuvor habe ich wenigstens 3 mal pro Woche Ausdauertraining oder Body Forming absolviert, nun sind es 5 Mal),
    • ich mich innerlich bereit gefühlt habe und ja…
    • ich rein emotional der Meinung war, ich hätte es verdient!

Für die ganz Schlauen klingt das sicherlich belächelnswert, für mich war es aber eine Tortur voller Selbstzweifel, demotivierender Affirmationen (mach keinen Sport, nutzt eh nix; den Rest kannste auch noch aufessen, fragt eh niemand nach etc.), Selbstsabotage (schlicht über die Stränge schlagen – wenn auch innerhalb des Pointsplans) – kurz: Die ganze Palette! Gemocht habe ich mich demzufolge nicht so häufig… und das möchte ich unbedingt verändern, denn das habe ich tatsächlich verdient ;)

Nachdem ich meine Tagebücher wieder einmal streng nach Fehlern durchforstet habe, entsteht folgendes Bild:

A. Die Mengen meiner Sattmacherportionen sind oft zu groß. Vor allem bei Pasta heißt Sattmacher für mich eher all you can eat anstatt iss bis du satt bist (wann ist man eigentlich satt? Es mag scheußlich klingen, aber ich bin satt, wenn ich nicht mehr kann… Fehler!)

Künftig wiege ich also meine Portionen ab und den Rest werfe ich weg, wenn es nicht anders geht. Es ist ein Irrglaube, das nicht zu können. Man kann lernen, Essen weg zu werfen! Vor allem, wenn man sich bewusst macht, dass man dasselbe tut, wenn man es aufisst – nur, dass man dann selbst die Mülltonne ist. Und wer möchte schon eine Mülltonne sein!? ;)

Eine friedlichere Möglichkeit ist Reste einfrieren. Wer sich gut genug im Griff hat, kann ein oder zwei Portionen mehr kochen und diese einzeln einfrieren. Ich habe mir dafür extra Tiefkühlboxen geholt und muss sagen, das klappt hervorragend. Ich mache es aber nur, wenn ich weiß, dass ich die Kraft habe nach meiner Portion auf den Rest zu verzichten – ansonsten würde ich mit wehenden Fahnen die Kühltruhe plündern, nachdem der Teller leer ist… LOL!

Einfrieren hat außerdem den positiven Nebeneffekt, dass man auch mal auf Fertiges zurückgreifen kann, wenn die Arbeit mal wieder ohne vorher Bescheid zu geben mutiert – eine meiner bösesten Hungerfallen! Ich arbeite, bis ich nicht mehr kann, mir übel ist und mein Kopf platzt, nur um mich anschließend mit irgendwas voll zu stopfen (im Irrglauben, ich hätte es mir verdient). Gott sei Dank ist mir das nun schon Wochen nicht mehr passiert. Der WW-Tipp „Im Voraus planen“ ist also viel wert.

B. Ich nehme mich selbst oft nicht ernst genug. Dieser Fehler unterläuft wohl den meisten Menschen, die abnehmen möchten. An meinen Tagebüchern zeigt sich das ganz deutlich, wenn ich mir anschaue, zu welchen Zeiten ich was gegessen habe, wie viel und mit wem. Vor allem letzteres ist ausschlaggebend, denn wenn es nur noch eine Stunde bis zum vermeintlichen Eintreffen meines Gatten ist, dann schiebe ich den eigenen Hunger noch ein wenig auf, um mit ihm gemeinsam zu essen. Das Ergebnis ist oft hier mal ein Eckchen Käse (hat ja nur ein oder zwei Punkte), ein kleiner Becher Joghurt, ein Glas Wein… usw. Bisher habe ich das alles irgendwie im Rahmen meiner Punkte untergebracht, aber wer weiß, wie viel ich da schon vergessen habe aufzuschreiben!? Künftig muss es für mich also heißen: Iss, wenn du hungrig bist. Setz dich für deine Mahlzeit an den Tisch, benutze dein Lieblingsgeschirr, lächle beim Essen, nimm dir Zeit für dich! Du bist hier die Hauptperson!

Wie man sieht, ist Weight Watchers nicht nur ein gutes Programm, um Gewicht zu verlieren, es ist auch ein guter Partner, um sich selbst besser zu verstehen, sich wichtig zu nehmen und darauf zu vertrauen, dass man es kann, egal gegen welche Gegner man auch immer antreten muss. Auf einen weiteren Monat also!

Start changing the inside and the outside will follow!
Billy Blanks

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