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I tell you why I don‘t like Mondays

Das ist es, mein neues Kleid. Am besten gefällt mir das affige Schleifchen (s. unten rechts). Leider habe ich bei der Stoffauswahl kein so gutes Näschen bewiesen, aber das sieht man ja Gott sei Dank nicht. Sehen tut man aber schon, dass ich noch 6 Kilo loswerden muss, gerne auch 8 bitteschön! Allerdings tut mein Montagshorror derzeit gerade sein Bestes mich von meinem 4. Stern (12 Kilo) fern zu halten.

Es ist wie verhext: Die gesamte Woche habe ich ihn sozusagen in der Tasche und wenn ich am Montagmorgen auf die Waage steige, klettert die Anzeige nach oben – wie von Zauberhand. Da hilft nur radikal sein. Um die Nur-mit-Schuhen-Waage im heutigen Treffen doch noch von meinen Absichten zu überzeugen, habe ich noch nichts gegessen, was Punkte hat. Nur Obst und selbst davon wenig. Außerdem bin ich knappe 6 Kilometer gelaufen und habe hinterher noch 40 Minuten geworkoutet. Wenn das nichts genutzt hat, dann verliere ich höchstwahrscheinlich die Nerven und fresse mir heute Abend einen Ballon an! Basta! Dann gibt es Pizza und zwar die fette vom Lieblingsitaliener!

Na denne, drückt mir mal die Daumen – BITTE! *buhuhuuuu*

Der Kraftakt sich nicht runterziehen zu lassen

Wer hätte gedacht, dass das Sich-Erfüllen-eines-Traums mit so vielen negativen Gedanken und Gefühlen verbunden ist! Ich war mir immer sicher, außer mir vor Freude zu sein, wenn ich dem Schlanksein einmal nahe kommen sollte. Aber nun weiß ich es besser: Ich kann damit (noch) nicht umgehen!

Dabei erinnere ich mich noch gut an meinen Artikel über die Angst vor Erfolg, in dem ich mir Gedanken über die Gründe einer solchen Angst gemacht habe. Inzwischen sind ein paar Wochen vergangen und Dinge passiert, die einige Punkte verändert haben. Es sind diese:

Selbstzweifel | Bin ich der Rolle als schlanker Mensch überhaupt gewachsen und kann ich sie ausfüllen? Werde ich mein neues Gewicht halten können?

Die Selbstzweifel haben sich inzwischen verschoben. Ich frage mich jetzt eher, ob ich überhaupt solange durchhalte, denn der nächste Punkt nagt stark an meiner Motivation.

Angst vorm Allein-gelassen-werden | Werden mich Freunde, Familie und Bekannte noch mögen, werden sie zu mir stehen oder eher mein neues Aussehen in Frage stellen? Was, wenn sie am Ende sogar neidisch sind?

Diese Angst ist leider in den letzten Wochen sehr aktuell geworden und macht mich wirklich traurig! Auf der positiven Seite gibt es natürlich Freunde, die offen zugeben, dass sie neidisch sind, mich aber beglückwünschen und sich Tipps und Tricks erfragen.

Dann gibt es eine „Zwischengruppe“, das sind die Menschen, die ihren Neid zur Schau tragen ohne dich zu beglückwünschen. Stattdessen fragen sie dich – nur halb im Scherz –, ob man nun „zur Abwechslung“ unter die Magersüchtigen gegangen wäre (!!).

Und schließlich gibt es diejenigen, die die Veränderung einfach ignorieren – sei es nun aus falsch verstandenem Taktgefühl (es kommt ja auch nicht bei jedem gut zu sagen: „Oh wow, du hast aber abgenommen…“) oder aus reiner Bosheit.

Am bedauerlichsten allerdings empfinde ich das plötzliche Abspringen einiger Blog-Abonnenten! Und ich rede nicht von denen, die in Urlaub oder aus anderen Gründen abwesend sind – ich rede von denen, die diesen Artikel sowieso nicht mehr lesen – wahrscheinlich, weil wir nicht mehr die gleichen Probleme haben wie nicht durchhalten und einfach aufgeben. Zum 453. Mal. :(

Ich könnte mir nun einreden, dass mir Menschen, die nicht gut für mich sind, egal seien. Zum großen Teil sind sie das tatsächlich, aber wie es eben so ist, wenn man allein gelassen wird: Man stellt sich dumme Fragen! Fragen, die man vielleicht von sich gar nicht kennt. Fragen, die offenlegen wie wenig Selbstbewusstsein man doch auf Gewichtsebene hat! Bei mir ist das jedenfalls so.

Eine dieser dummen Fragen ist: Verdiene ich es überhaupt mein Wunschgewicht zu erreichen? Kennt ihr das??

Na klar verdiene ich es! Es ist der Lohn dafür, dass ich mein Leben total verändert, Freunde verloren und gewonnen und meine Ernährung umgestellt habe! Dafür dass ich täglich koche, Mahlzeiten plane, Fahrrad fahre, mich bewege, meinen Körper forme, den Mut nicht verliere…

Ich habe es mir so was von verdient mein Wunschgewicht zu erreichen!

So… und jetzt muss ich nur noch daran glauben ;)

In dieser Woche habe ich übrigens wieder 400 Gramm zugelegt. Das ist doppelt schade, denn heute bin ich genau 7 Monate bei Weight Watchers. Nach Plan (Wochendurchschnitt 500 Gramm) müsste ich schon 14 Kilo verloren haben, bin aber erst bei 11 Kilo.

Wenigstens hat sich ein anderer Wunsch erfüllt: Morgen (Donnerstag, 15. September) habe ich Geburtstag. Als ich im Februar anfing, habe ich mir vorgenommen bis dahin unter 65 Kilo zu sein. Immerhin… das Ziel ist erreicht :D

Motivation ist alles: Briefing fürs Gehirn

Diese 3 Röcke waren einmal viel zu eng… jetzt halten sie nicht mehr oben. Sie fallen mir einfach von den Hüften!

Der Rückgang an Postings spricht für sich… im Moment klappt es bei mir nicht so gut (schon wieder 300 gr zugenommen) und wie viele von Euch ja wissen, ich bin nicht so der Rückschlägeposter – aber wer outet sich schon gerne als Stimmungskiller!? Deshalb hab ich mir gedacht, ich nehme die ganze gestaute Negativenergie und puste sie in etwas Positives: Motivation!

Und so habe ich ganz im Jungfrau-Element meinen bisherigen Weg analysiert und mein z.Z. rebellierendes Gehirn auseinandergenommen, um es zu verstehen und neu zu ordnen. Dabei ist mir aufgefallen, was eigentlich mein Problem ist: Ich habe Angst vor Erfolg! 

Die ersten 5 Hosen, die mir schon wieder zu groß sind, nachdem sie nur 3 Wochen gepasst haben…

Zu den Gründen für Angst vorm Erfolg gehören z.B. Selbstzweifel | Bin ich der Rolle als schlanker Mensch überhaupt gewachsen und kann ich sie ausfüllen? Werde ich mein neues Gewicht halten können?; Angst vorm Allein-gelassen-werden | Werden mich Freunde, Familie und Bekannte noch mögen, werden sie zu mir stehen oder eher mein neues Aussehen in Frage stellen? Was, wenn sie am Ende sogar neidisch sind?; Angst vor Veränderung | Was ist, wenn ich es geschafft habe und trotzdem nicht zufrieden bin?; Alte Denkmuster oder Glaubenssätze | „Unsere Familie ist nun mal klein und dick. Waren wir schon immer und du machst da keinen Unterschied.“; „Um schlank auszusehen muss man groß sein, also stimmt ja schon deine Grundvoraussetzung nicht.“; „Dein Gewicht ist für dein Alter doch völlig okay.“ u.ä.

Einerseits macht es mich mich stolz aus wie vielen Kleidern ich seit Februar herausgewachsen bin, aber andererseits schmerzt mich ihr Verlust… viele davon gehörten zu meinen Lieblingssachen…

Studiert man ein wenig das Internet oder Bücher zum Thema, dann findet man jede Menge Seiten, die ganz genau die eigenen Verhaltensmuster beschreiben. Da ist z.B. die Rede von der Vermeidungstaktik | Jemand, der Angst vorm Erfolg hat, vermeidet, unterlässt oder schiebt auf, was für sein Ziel das Beste wäre. In meinem Fall: Ich trage meine Speisen nicht mehr in den Programmmanager ein, ebensowenig meine Aktivität. Das hab ich doch jetzt alles im Kopf, ist meine Antwort, wenn man mich mal fragen sollte; Ausreden | Apropos Aktivität… letzte Woche habe ich es anfangs etwas übertrieben und die anschließenden Kopf- und Gliederschmerzen dazu genutzt dann gleich gar nicht mehr zu trainieren. Der Berliner Regen kam gerade recht als Ausrede auch kein Fahrrad mehr zu fahren… guter Plan, oder!?; Sich Probleme einreden | Ich glaube, mein beliebtestes Problem im Moment ist der Inhalt meines Kleiderschranks. Denn der quillt langsam über von Klamotten, die mir zu groß sind oder gerade werden. Da höre ich mich wie folgt „problematisieren“: Oh Mann, jetzt nehme ich schon ab und sehe trotzdem total sch… aus, weil ich nichts habe, was mir richtig passt! Die Sachen hier sind doch alle schon uralt, so kann ich doch nicht auf die Straße gehen! Woher soll ich denn bitte die Kohle nehmen, mich neu einzukleiden, wenn das so weiter geht? Und noch viel schlimmer: Es gibt da draußen überhaupt nichts, das mir gefällt, ich finde die momentane Mode echt spuckig …und so weiter und so fort…

Ich könnte diese Listen noch bis in alle Ewigkeit ausweiten, aber es geht mir ja um Lösungen, nicht um Probleme und deshalb hier mein

Selbst gebastelter Motivationsplan

Meine neueste Workout-DVD von und mit Johanna Fellner: Fit for Fun, Fatburner mit Core-Training – echt gut!

Workoutroutine aufrecht erhalten | Das schaffte ich bisher am besten durch Abwechslung, also habe ich mir 3 neue DVDs bestellt: Billy Blanks – Billy’s Favourite Moves [UK Import]; Fit for Fun – Fatburner Workout mit Core-Training; VITAL Fatburner – Intensiv mit Bodyshaping Bisher ist erst eine eingetroffen, nämlich Fit for Fun – Fatburner Workout mit Core-Training von und mit Johanna Fellner, deren Körper ich so sehr bewundere. Ich werde in den kommenden Tagen noch mal genauer darauf eingehen, nur soviel schon mal vorweg: Es ist anstrengend, es ist schweißtreibend, es dauert 67 Minuten und ich liebe es!

Freunde, Bekannte oder eine Bezugsgruppe zu verlieren muss nicht unbedingt schlimm sein| Sollte sich der ein oder andere aus meinem Bekanntenkreis tatsächlich von mir abwenden, dann bin ich froh, dass sich die Spreu vom Weizen trennt! Was übrig bleibt ist wohl das Wertvollste, das ich finden kann, oder!? Den Rest kann ich getrost in die Tonne treten, weil ich z.B. nicht mehr das gleiche Problem habe; nicht mehr die mit dem Problem bin; nicht mehr so zurückhaltend bin und vielleicht dadurch sogar selber leuchte o.ä.

…auch wenn ein Teil meiner Familie dazu gehört | Ich war sowieso schon immer das schwarze Schaf und bald gibt es sogar einen Grund dafür ;)

Problemen begegnen, sie hinterfragen und positiv nutzen | Anstatt darüber zu jammern wie viele Hosen, Röcke und Kleider schon nicht mehr passen, freue ich mich lieber über den Platz in meinem Schrank! Und weil es sicher jedem in meiner WW Gruppe so geht, werde ich demnächst einen WW-Teilnehmerflohmarkt anregen. So wird man die teilweise noch neuen Klamotten los ohne sie wegwerfen zu müssen und bekommt gleichzeitig noch etwas Geld für neue Kleider und Stoffe zurück.

Wär doch gelacht, wenn ich das letzte Stückchen nicht auch noch schaffe!

Und versprochen, ich erzähle Euch auch noch, wie mein Eis geschmeckt hat ;)


Wer mehr über das Thema Angst vor Erfolg lesen möchte, sollte es mal hier versuchen: Hast Du Angst vor Erfolg auf Positiv denken.orgMethatesiophobie – Die Angst vor dem Erfolg; Die Angst vor dem Erfolg von Heike Thormann

Davon einen mächtig mächtigen Tiefpunkt zu überwinden

Also dieser dürfte einer der schwierigsten Posts auf dem Verschlankomat für mich werden… ich bin nämlich jemand, der nicht gerne scheitert. Vor allem nicht öffentlich. Ich fühle mich immer total nackt, wenn ich zugebe, dass ich versagt habe, es ist mir peinlich, ich möchte mich verkriechen. Gerade darum habe ich aber schon im Vorfeld diesen Blog angefangen, also muss ich jetzt da durch… nun gut… los geht’s!

Aus der letzten Woche ist ja schon bekannt, dass ich einen kräftigen Durchhänger hatte. Und alles nur weil ich hormongesteuert ganze 3 Kilo Wasser eingelagerte… das ist zwar dumm gelaufen, aber eigentlich kein Grund den Mut zu verlieren. Da ich aber ein Problem mit der Reaktion meiner WW-Leiterin habe, vermied ich das Treffen in der letzten Woche. Ich will die Frau gar nicht schlecht machen, aber für mich ist sie einfach total demotivierend, sie nervt mich, ich fühle mich bei ihr schlecht aufgehoben.

Auch die letzte Woche hat sich in einer Art Wasserwahn dahin geschleppt mit der Verbesserung, dass ich wieder alles aufschrieb, was meinen Mund passierte. Im Plan war ich auch, wenn auch total lustlos. Bewegung war aufgrund meiner körperlichen Verfassung selten drin, aber doch vorhanden. Kurz – wie Medea es so treffend ausdrückt – ich habe mich gefühlt wie ein Wal, nein schlimmer, wie ein schwangerer Wal!

Tatsächlich hat sich mein Wasserhaushalt noch immer nicht so recht erholt, doch immerhin sind es inzwischen „nur noch“ zwei Kilo mehr als vor der Horrorshow und Licht ist definitiv in Sicht. Deshalb habe ich mich gestern auch wieder der Herausforderung Treffen gestellt. Und dort erwartete mich eine Hammer-Überraschung!

Nein, leider nicht auf der Waage… dort ich habe 1,7 Kilo „zugenommen“, um das mal vorweg zu nehmen, denn zaubern können die von WW ja auch nicht ;) – nee, was passiert ist: Wir haben die nächsten drei Monate eine andere Leiterin!!!!!!!! Eine junge, lächelnde Weight Watchers Leiterin, die es auf die Reihe kriegt ihren Vortrag ohne peinliches Gestammel zu beenden, danach noch die Zeit findet Erfolge nicht nur zu erwähnen, sondern durch ihre ganz besonders nette Art zu einem echten Erlebnis zu machen und Teilnehmerfragen kompetent zu beantworten… also… ich bin hin und weg! Nichts gegen ihre Vorgängerin, aber da kann sie einfach nicht mithalten. Und so leid es mir tut, ich hoffe die Frau entscheidet sich, es ganz zu lassen! Sie mag nett und lieb sein, aber in der Lage ihre Leute zu motivieren ist sie einfach nicht. Die Neue aber schon, ich bin schon sehr gespannt auf nächste Woche.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich mein Wasserhaushalt bis dahin wieder erholt hat. Lustig wäre doch, wenn ich dann gleich 2,5 Kilo weniger hätte, oder!? Träumen darf man ja…

Ich wünsch Euch ne schöne Woche!

Durchhängeralarm!

 

Es ist mal wieder soweit! Die fehlenden Blogeinträge der letzten Zeit sprechen für sich: Ich habe einen MEGA-Durchhänger! Wie kommt’s?

Seit letzten Mittwoch bemerke ich trotz Plan und Bewegung einen deutlichen Aufwärtstrend auf der Waage. So etwas bringt mich dermaßen auf Touren, dass ich gleich auf nichts mehr Bock habe, ehrlich! In der Folge habe ich natürlich auch nicht mehr alles genau aufgeschrieben, was ich so gegessen habe. Man hat einfach das Gefühl, es nutzt sowieso nichts, man wird bestraft für etwas, das man nicht getan hat. Auch an Umfang habe ich zugenommen – rundum über 8 cm. Ich fühle mich schrecklich träge und dick und Lust was Schönes zu kochen habe ich auch nicht.

Lomo: Am Schlachtensee

Ehrlich gesagt ist das Schlimmste daran heute Abend beim Treffen auf der Waage zu stehen und mir das sorgenvolle Gesicht meines Coachs anzuschauen. Sie wird fragen, woran es liegt und nicht die Zeit haben, sich meine Story auch anzuhören. Ganz klar bei 30 Leuten, die gewogen und getätschelt werden wollen. Zurück bleibt dann nur das Gefühl ein Loser zu sein. Motivierend ist das wirklich nicht. Wieder kommen mir Zweifel am Treffen – vielleicht sollte ich doch mal ein anderes ausprobieren…

Das positivste Erlebnis dieser Woche verdanke ich meiner Sturheit. Die trieb mich nämlich am Sonntag trotz allem raus zum Schlachtensee in Berlin, denn gestern war doch die Weight Watchers 5K Walk-It-Challenge, über die ich vor einiger Zeit berichtet hatte. Es ging darum 5 km am Stück zu gehen, einfach um in Bewegung zu kommen oder die Natur zu genießen. Der 5,2 km-Rundweg um den See hat wirklich Spaß gemacht, wenn auch meine Schuhwahl nicht die beste war – die Sommersandalen sind zwar schon eingelaufen, 5K hinterlassen aber trotzdem Druckstellen. Jetzt bin ich also nicht nur kugelrund, nein, meine Füße schmerzen auch noch! Bin ich nicht ein armes Ding!? Ach ja!

Ich bin Du oder Der Friedhof der Tagebücher

Es gibt Tage, da möchte man am liebsten im Bett bleiben. Der Kaffee schmeckt nicht, der Alte geht dir grundlos auf die Nerven, egal, was du anfängst, es scheint sinnlos und warum du dich nun ausgerechnet für diesen Beruf entschieden hast, will dir auch nicht einleuchten.

„Mensch“, sagst du und schaust aus dem Fenster, „die Sonne scheint und ich blase Trübsal!“ – je nachdem, wie es um dich steht, endet das in Selbstvorwürfen („Warum kann ich eigentlich nicht glücklich sein?“) oder du landest mit dem Kopf im Kühlschrank… womit wir wieder beim Thema wären…

An so einer Stelle ist ein Tagebuch oder ein Blog wie dieser von unschätzbarem Wert. Denn wenn du deine Tage mit dir selber teilst, dann siehst du, dass du schon einmal an genau diesem Punkt warst. All die Zweifel an dir, deiner Einstellung, deinem Leben, deinen Entscheidungen, die gab es schon einmal. Du hast nicht nur darüber gelesen, das hast du selbst schon mal erlebt!

Nur… was hast du DANACH gemacht? Gibt es danach gähnende Leere in deinem Tagebuch? Überlegst du dir, ob es die Bindung aushält, wenn du alle beschriebenen (alternativ: versauten, idiotischen, überflüssigen) Seiten rausreißt? Musst du den neuesten Blogpost mit „Ich mal wieder…“ anfangen? – Ja, das kenne ich! Abgebrochene Versuche („…Diät gemacht und wieder mal versagt“), unausgesprochener Zorn („…mumbel…“), mit jeder Menge Worte unterlegte Beteuerungen, warum Scheitern gar nicht so schlimm ist („…nur wer scheitert, kann auch erfolgreich sein“ – na klar! Und wann?)… ein wichtiger Hinweis ist sicher, dass es so viele abgebrochene Versuche gibt. Und wenn du ohnehin immer wieder von vorne anfängst, dann kannst du auch gleich dabei bleiben, oder?

Wie lange soll das noch so weiter gehen? Wann ist der Tag gekommen, an dem du nicht mehr in den Spiegel schauen magst? Das hier bist du, dein Leben und ohne dich läuft darin gar nix. Der einzige Mensch, der dabei sein wird, wenn du einmal gehst, bist du. Der einzige Mensch, der wirklich weiß, was du denkst und fühlst, bist du. Den Job kann dir niemand abnehmen. Ob du dich nun magst oder nicht, du bist hier ganz offensichtlich der Chef! Also mach was draus und lerne aus deinen Fehlern! Nur wie?

Ich bin kein Experte, aber helfen muss ich mir ja trotzdem. Denn was nach dem Besuch des Friedhofs der Tagebücher klar ist: SO funktioniert(e) es nicht. Ich sehe ein, dass sich nur dann etwas ändert, wenn ich mich ändere, mein Verhalten, meine Entscheidungen, mein Leben. Mit ganz kleinen, mühsamen Schritten. Jeden Tag. Also los!

Was du alles tun kannst, anstatt zu essen: Lies ein Buch. Nähe ein Kleid. Fang an zu stricken oder zu häkeln. Grab den Garten um. Räum die Spülmaschine aus. Wasch endlich die Sachen, die du immer ganz unten in den Wäschekorb tust. Bring Klamotten zur Reinigung. Müssen deine Stiefel nicht zum Schuhmacher? Wolltest du nicht dein Fahrrad auf Hochglanz bringen? Braucht deine Katze, dein Hund, dein Kind, dein Mann, deine Frau, deine Eltern Streicheleinheiten? Ruf einen alten Freund an. Kläre ein Missverständnis. Weine, wenn dir danach ist… mach halt irgendwas, bloß nicht ohne Hunger essen!

Streit mit dem Off – ein Exkurs in den Irrsinn

 

Es ist zum aus der Haut fahren! Wie nach jeder Woche, in der ich viel Gewicht verloren habe, ärgere ich mich in der darauffolgenden. Diesmal ist es zwar nicht *SO* schlimm, denn ausnahmsweise habe ich nicht zugenommen, ich bin einfach stehen geblieben. Und…

Ich ärgere mich! 

Mir ist schon ganz klar, dass das so genannte Off uns nichts schuldet. ES interessiert sich nicht für uns, auch wenn wir glauben, wenn wir brav sind, gewinnen wir im Lotto (oder nehmen 5 Kilo auf einmal ab). Das Off lacht sich auch nicht ins Fäustchen, wenn wir uns ärgern, wir sind dem Off einfach schnuppe!

Trotzdem, Herr oder Frau Off: Ich prangere an, dass ich nicht fairer von Ihnen behandelt werde! Aufgrund meiner Anstrengungen müssen sie mir sofort ein oder zwei Kilo Abnahme schenken! Genau: SCHENKEN! Und noch einen Stillstand werde ich nicht dulden! Warum?? Na, hören Sie mal, meine Beine tun mir weh, weil ich ständig um die Blöcke renne, mein Hintern tut mir weh, weil ich nur noch auf meinem Fahrrad von A nach B hoppel anstatt ewig auf die S-Bahn zu warten oder die Umwelt mit Diesel zu verpesten! Und hallo? Ich koche! Das muss man sich mal so richtig vorstellen, Off! Ich koche! Ich habe noch nie gekocht! Und hey, ich habe mir original bei Ikea eine Tarteform gekauft! Wie peinlich ist das denn!????? Was? Sie finden 4,2 Kilo sind doch schon mal was? Haben Sie ne Meise? Ich strampel mich seit über 2 Monaten mit diesem Programm ab, war immer satt, habe die Bewegung genossen, war jetzt schon häufiger vor der Tür als im gesamten letzten Jahr, kann mich besser leiden, man(n) kann mich besser leiden, mein Hüftumfang ist schon 8 cm geschrumpft, mein Brustumfang nur 4 cm, meine Taille ist zu sehen… ganz klar, ist ja jetzt auch fast 12 cm schmaler (Hammer!), meine 4 Buchstaben heben sich in einer appetitlichen Rundung von den Oberschenkeln ab… was ich noch mehr will!??? Eine kleinere Zahl auf der Digitalanzeige dieser besch**** nur-mit-Schuhen Waage, sie A****gesicht, Sie!!! AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARGH!!!!!!

Kleine Schritte – sehr klein!

Nach so einem Rückschlag wie der von letzter Woche (ich habe wieder 800 gr zugenommen, obwohl ich weniger gegessen habe) war natürlich die große Motivation wieder fort und so aß ich auch wieder etwas mehr. Ich habe versucht, alle 29 Punkte täglich voll zu machen. Man kann gar nicht glauben, wie schwierig das sein kann, wenn man erst mal im Programm ist. Denn eines muss man Weight Watchers lassen: Man ist immer satt – wenn man auch nicht wie behauptet alles essen kann *

Auf jeden Fall habe ich wieder eine Woche durchgehalten und war gestern beim Treffen: 300 gr sind weg. Ich könnte schreien! Jetzt geh ich schon 6 Wochen dahin und habe insgesamt gerade mal 1,4 kg verloren. Nervt ehrlich gesagt wie Sau! Irgendwie kann ich mich über läppische 300 gr nicht freuen. Trink ich ein Glas Wasser, sind die wieder drauf!?

Nächste Woche muss ich mein Tagebuch mitbringen, damit unsere Leiterin es nach Problemzonen absuchen kann. Das hat immerhin den Effekt, dass ich momentan versuche alles goldrichtig zu machen… 29 Punkte, 2TL pflanzliche Fette täglich, nach Möglichkeit das Wochenextra aufessen. Da es mir wieder gut geht, kann ich mich auch wieder normal bewegen… also… Kopf hoch! Ich gebe mir noch eine Chance, die Alternative dick zu bleiben, akzeptiere ich nicht! ;S
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* Mal ehrlich, wenn ich alles essen könnte, wäre ich gertenschlank! (na, wenn das ma nicht frustriert klingt… LOL)

Schon wieder so langsam

Nachdem ich letzte Woche gleich 1,8 kg weniger hatte, war ich natürlich hoch motiviert. Und um noch erfolgreicher zu sein, begann ich weniger zu essen (macht man doch so bei einer Diät, richtig?). Und aus weniger wurde bald noch weniger, denn es sollte ja jetzt auch schnell gehen. Also quälte ich mich mit nur 25 Punkten pro Tag durch die Woche. Das hat mir in dem Moment nicht mal viel ausgemacht, denn ich hatte sowieso eine Erkältung. Das bestürzende Ergebnis: Ich habe 800 gr zugelegt! :(

Mein Coach tippte auf den Schnupfen sowie die mangelnde Bewegung und legte mir für die kommende Woche das Wochenextra ans Herz, weil sie der Meinung ist, mein Stoffwechsel brauche eine Kurbel. Die bekommt er am ehesten, wenn ich ihm suggeriere, ich machte gar keine Diät und er bekäme genug von allem… hmmm… mal sehen, was daraus wird!