Effektiv, effizient oder einfach nur gemein?

Für Gymnastik wie beispielsweise Bauch Beine Po (BBP), Fatburner oder Pilates gibt es im Weight Watchers Online Assistenten so gut wie keine Aktivpoints. Mal so zum Vergleich: Laufe oder mache ich 60 Minuten Tae Bo darf ich mir 11 Points gutschreiben. Für die gleiche Zeit Gymnastik gibt es lediglich 4 Punkte. Logischerweise mache ich also eher Konditionssport, denn mit dem gleichen Zeitaufwand, bekomme ich doch doppelt so viele Points… ganz einfache Rechnung, oder!? Denkste!

Gestern war ich viel zu schnell vom Laufen zurück (25 Minuten, also noch unter der optimalen Fettverbrennungsphase, deren Startpunkt zwischen ca. 30-45 Minuten liegt) und hatte keine Lust eine weitere Runde dran zu hängen. Also dachte ich mir, ich tu mir was Gutes und mache noch 30 Minuten Core-Training, das hatte ich nämlich schon ewig nicht mehr gemacht. Es gibt ja auch nur 2 Points (ist also was für Babies, klar) aber na ja, ich… Jesse Blanks… will mal nicht so sein… aha… okay… aber hallo!?? HAT DAS WEH GETAN!? Da hab ich doch heute gleich noch mal ganze 60 Minuten Core Training eingeplant und im Amateurmodus gerade so geschafft *hechel*.

Mein absoluter persönlicher Horror ist die Seitenplanke oder auch der Seitstütz mit Becken oder Arm Auf- und Ab-Bewegung, dicht gefolgt von der schrägen Bauchwippe, bei der man nichts weiter tut, als die Position (Beine zuerst anwinkeln, im 90° Winkel vom Boden lösen, Rumpf und Kopf in gerader Linie leicht nach hinten kippen, Arme seitlich ausstrecken und mit dem Oberkörper zur Seite drehen) 20 Sekunden zu halten. Bei der Seitenplanke habe mich gefragt, was wohl zuerst bricht, mein Arm oder meine Fußgelenke. Die Bauchwippe hingegen gab mir einen intensiven Eindruck von Parkinson. Oh süßer Tod, sag ich da nur!

Das mit den Aktivpoints sollte ich mir also noch einmal überlegen. Geht man von der reinen Menge aus, zeugt das wie bei so vielem womit man sich als dicker Mensch beschäftigen muss, von Gier, nicht von Überlegung. Und dabei esse ich meine Aktivpoints noch nicht mal auf! Es ist nur so mächtig viel befriedigender, am Ende der Woche auf 40 statt bloß auf 24 zu kommen. Ach Mensch! Ist das nicht alles ganz gemein!?

Anderes Treffen, gleiches Problem

 

Weil Montag Feiertag war und somit mein gewöhnliches Treffen ausfiel, habe ich mir gestern eine Alternative gesucht (ca. 4 km zu Fuß… man will ja abnehmen, nicht!?). Leider war das Ergebnis eine rechte Spaßbremse: Wieder habe ich nur 100 gr verloren, ehrlich gesagt hätte ich mit etwas mehr gerechnet.

Wenn ich mir dann noch das Gespräch von einer der Damen im gestrigen Treffen (5 Kilo in 3 Wochen) anhöre, vergeht mir alles! Fragt die doch original: „Was bitte sind denn Aktivpoints?“ – Fall’ ich vom Glauben ab, ehrlich! – Danach erzählt sie ganz stolz, dass sie einem „halben Geier mit Haut“ über Ostern nicht widerstehen konnte. Ich bin zwar Vegetarier, aber da kommen mir die Tränen!

Deshalb musste ich mich anders froh machen, nämlich mit meinem Weight Watchers Maßband: Seit letzter Woche haben Taille, Hüften sowie der Brustumfang je 1 cm abgenommen, meine Oberarme haben einen zugelegt, dafür sind die Schenkel 2 cm schmaler. Daraufhin habe ich meine Röcke anprobiert und erstaunt festgestellt, dass mir der einzige Rock, der gerade noch so geht etwas zu weit geworden ist und ich dafür in den schwarzen Mini Größe 40 passe, dessen Reißverschluss schon seit letztem Jahr im Frühjahr nicht mehr zuging. Und hallo!? Ich kann darin sitzen und atmen ohne Gefahr zu ersticken… ich glaub’s ja nicht! YES! I CAN! – auch wenn die Waage das noch nicht geschnallt hat. Vielleicht habe ich ja tatsächlich Muskeln aufgebaut, die sich beim Gewicht bemerkbar machen? – Ach bestimmt!

Ich bin auf jeden Fall gar nicht so frustriert, wie sonst immer und dazu guter Dinge, dass ich nächste Woche weniger wiegen werde. Bisher war es ja auch immer so und selbst wenn nicht: Die Alternative dick zu bleiben steht noch immer nicht zur Debatte!

Ostern mit Weight Watchers

Bunte Tulpen statt Schokoeier
Bunte Tulpen statt Schokoeier

Da ich weder Mutter noch ein großer Freund von gebratenen Hasen oder Pressschokolade bin, war es für mich nicht schwer mit Weight Watchers über Ostern zu kommen. Eine Herausforderung war es allerdings die ganze Zeit selbst zu kochen und nicht einfach runter zum Italiener zu gehen, wie wir das sonst gerne an Feiertagen machen. Außerdem konnte ich mir meine Essenszeit nicht so gut einteilen, weil wir ja zu zweit waren. Und so habe ich mein Tagesbudget auch prompt überzogen, dem Wochenextra sei Dank blieb ich aber trotzdem im Programm. Aktivitätstechnisch hatte ich leider einen ziemlichen Durchhänger. Dadurch kam ich bloß auf 24 Aktivpoints, 13 davon kamen von unserer Radtour am Karfreitag – was soll’s, manchmal ist man eben ein bisschen down, muss auch mal sein. Dafür habe ich gestern schon wieder eine Radtour gemacht und mich trotz Gummibeinen heute morgen durch eine halbe Stunde Get Ripped mit Billy Blanks gequält… immerhin schon am 2. Tag dieser Woche ein Aktivkonto von 17, das lässt sich sehen!

Gewogen wurde ich diese Woche noch nicht, denn am Ostermontag ist unser Treffen ausgefallen. Dafür plane ich heute zu einem anderen Treffen zu gehen – das wollte ich sowieso schon immer mal ausprobieren. Vielleicht ist die andere Leiterin ja sogar viel motivierender als meine!? Ich bin sehr gespannt!

Blaubeermuffins für nur 1,5 Points das Stück

Richtig doll aussehen tun meine 1,5 Punkte Muffins zwar nicht, dafür schmecken sie umso besser! Sie sind leicht und schnell zu machen, man kann sie mit Blaubeeren, Karotten oder was auch immer füllen, sie schmecken zum Frühstück zusammen mit einer Banane ebenso gut, wie zum Nachmittagskaffee mit einem Klecks Joghurt oder RAMA-Sahne, zum Tee oder unterwegs. Ein echter Bringer also ;)

Und so werden sie gemacht:

Ofen auf 175° C vorheizen.

Nimm 2 Pink Lady Äpfel, schneide sie auf, entferne Kerngehäuse und Stiel, schneide sie in Stücke und koche sie in 2 EL Apfelsaft oder Wasser bis sie zerfallen (dauert ungefähr 10 Minuten), etwas abkühlen lassen und anschließend pürieren (alternativ: 200 gr ungezuckertes Apfelmus). Inzwischen 1 Ei mit 1 Päckchen Vanillezucker und 2 EL Streusüße aufschlagen, Vanillearoma (wenn erwünscht) dazugeben. 120 gr Mehl mit 1,5 TL Backpulver und 1 TL Backnatron (ich nehme Bullrichsalz) mischen und in das aufgeschlagene Ei sieben, die pürierten Äpfel dazugeben. Am Ende 40 gr geschmolzene fettarme Butter oder Margarine unterziehen, gut durchrühren. Eine Handvoll Blaubeeren mit einem Löffel einrühren.

Ein Muffinblech mit Kochspray einsprühen (alternativ einfetten – Vorsicht Extrapoints) und Förmchen darin verteilen (man kann sich aus Backpapier selbst Förmchen machen: Einfach 12 etwa 12 cm Quadrate aus Backpapier schneiden, übereinanderlegen, überstehende Ecken rund abschneiden, anschließend die Kreise rundum zur Mitte hin einschneiden, in die Vertiefungen im Blech drücken). Den Teig auf die 12 Förmchen verteilen (etwa 1 EL pro Form) und 25-30 Minuten auf 175° C backen.

Wer hübschere Muffins haben will und dafür mehr Punkte akzeptiert, der sollte das Originalrezept Whole Wheat Blueberry Muffins bei Gina’s Skinny Recipes befolgen.

Selbstgemachtes Himbeereis

Ich habe den Karfreitag nicht nur für eine Fahrradtour zum Wannsee genutzt (rund 3 Stunden hin und zurück → macht fette 13 Aktivpoints), auch in der Küche experimentieren kam nicht zu kurz. Heraus gekommen ist dabei eine große Portion Himbeereis für nur 4 Punkte!

Hinweis: Es ist einfacher gleich 2 oder mehrere Portionen Eis zuzubereiten, daher sind die folgenden Angaben für zwei Personen.

4 EL RAMA Cremefine zum Schlagen mit 1 Päckchen Vanillezucker und 1 EL Streusüße aufschlagen, zur Seite stellen. In einer Extraschüssel 2,5 Tassen leicht angetaute Himbeeren (alternativ Erdbeeren oder Blaubeeren) mit 80 g Philadelphia Balance und 1 TL Honig pürieren, die RAMA-Sahne unterziehen und eine Stunde ins Eisfach stellen. Wichtig: Alle 15 Minuten gut durchrühren.

Echt lecker! :)

Ich bin Du oder Der Friedhof der Tagebücher

Es gibt Tage, da möchte man am liebsten im Bett bleiben. Der Kaffee schmeckt nicht, der Alte geht dir grundlos auf die Nerven, egal, was du anfängst, es scheint sinnlos und warum du dich nun ausgerechnet für diesen Beruf entschieden hast, will dir auch nicht einleuchten.

„Mensch“, sagst du und schaust aus dem Fenster, „die Sonne scheint und ich blase Trübsal!“ – je nachdem, wie es um dich steht, endet das in Selbstvorwürfen („Warum kann ich eigentlich nicht glücklich sein?“) oder du landest mit dem Kopf im Kühlschrank… womit wir wieder beim Thema wären…

An so einer Stelle ist ein Tagebuch oder ein Blog wie dieser von unschätzbarem Wert. Denn wenn du deine Tage mit dir selber teilst, dann siehst du, dass du schon einmal an genau diesem Punkt warst. All die Zweifel an dir, deiner Einstellung, deinem Leben, deinen Entscheidungen, die gab es schon einmal. Du hast nicht nur darüber gelesen, das hast du selbst schon mal erlebt!

Nur… was hast du DANACH gemacht? Gibt es danach gähnende Leere in deinem Tagebuch? Überlegst du dir, ob es die Bindung aushält, wenn du alle beschriebenen (alternativ: versauten, idiotischen, überflüssigen) Seiten rausreißt? Musst du den neuesten Blogpost mit „Ich mal wieder…“ anfangen? – Ja, das kenne ich! Abgebrochene Versuche („…Diät gemacht und wieder mal versagt“), unausgesprochener Zorn („…mumbel…“), mit jeder Menge Worte unterlegte Beteuerungen, warum Scheitern gar nicht so schlimm ist („…nur wer scheitert, kann auch erfolgreich sein“ – na klar! Und wann?)… ein wichtiger Hinweis ist sicher, dass es so viele abgebrochene Versuche gibt. Und wenn du ohnehin immer wieder von vorne anfängst, dann kannst du auch gleich dabei bleiben, oder?

Wie lange soll das noch so weiter gehen? Wann ist der Tag gekommen, an dem du nicht mehr in den Spiegel schauen magst? Das hier bist du, dein Leben und ohne dich läuft darin gar nix. Der einzige Mensch, der dabei sein wird, wenn du einmal gehst, bist du. Der einzige Mensch, der wirklich weiß, was du denkst und fühlst, bist du. Den Job kann dir niemand abnehmen. Ob du dich nun magst oder nicht, du bist hier ganz offensichtlich der Chef! Also mach was draus und lerne aus deinen Fehlern! Nur wie?

Ich bin kein Experte, aber helfen muss ich mir ja trotzdem. Denn was nach dem Besuch des Friedhofs der Tagebücher klar ist: SO funktioniert(e) es nicht. Ich sehe ein, dass sich nur dann etwas ändert, wenn ich mich ändere, mein Verhalten, meine Entscheidungen, mein Leben. Mit ganz kleinen, mühsamen Schritten. Jeden Tag. Also los!

Was du alles tun kannst, anstatt zu essen: Lies ein Buch. Nähe ein Kleid. Fang an zu stricken oder zu häkeln. Grab den Garten um. Räum die Spülmaschine aus. Wasch endlich die Sachen, die du immer ganz unten in den Wäschekorb tust. Bring Klamotten zur Reinigung. Müssen deine Stiefel nicht zum Schuhmacher? Wolltest du nicht dein Fahrrad auf Hochglanz bringen? Braucht deine Katze, dein Hund, dein Kind, dein Mann, deine Frau, deine Eltern Streicheleinheiten? Ruf einen alten Freund an. Kläre ein Missverständnis. Weine, wenn dir danach ist… mach halt irgendwas, bloß nicht ohne Hunger essen!

Noch ein Smoothie: Limone-Heidelbeer-Swirl

Leider ist das Foto nicht so schön geworden, wie es der Limone-Heidelbeer-Swirl verdient hätte, er sieht nämlich nicht nur hübsch aus, er schmeckt auch total lecker. Und so wird er gemacht:

2 EL RAMA Cremefine zum Schlagen mit 1/2 Päckchen Vanillezucker (5 g) (alternativ Zucker, Streusüße, Honig – den Honig allerdings erst am Ende zugeben, sonst plustert sich das Cremefine nicht auf) aufschlagen, den Saft einer halben bis ganzen Limette (kommt auf die Säure, Reife und das Aroma an, einfach mal zwischendurch probieren) zusammen mit 5 EL Magerjoghurt (z.B. von Landliebe) nach und nach zugeben – in ein Glas oder einen Becher füllen, zur Seite stellen.
Anschließend eine Hand voll leicht angetaute Heidelbeeren (natürlich funktioniert das auch mit frischen, die sind bloß nicht kalt, was dem ganzen einen besonderen Reiz verleiht) und der anderen Hälfte des Vanillezuckers (5 g) (alternativ Zucker, Streusüße, Honig) mit einem Pürierstab o.ä. zu Brei verarbeiten. Wer den hübschen Swirl-Look genießen möchte, der schüttet vorsichtig eine Hälfte des Obstbreis in die Mitte der fertigen Limetten-Joghurt-Mischung und zieht ihn mithilfe eines dünnen Stäbchens, z.B. einem Essstäbchen spiralförmig unter. Die zweite Hälfte mit dem Esslöffel oben drauf verteilen (3,5 Punkte).

Das besondere an diesem Smoothie sind die verschiedenen Konsistenzen und Temperaturen. Man könnte auch einfach ganz unkompliziert alle Zutaten von Anfang an zusammenmixen und auf das Chichi verzichten, schmecken tut er dann immer noch.

Viel Spaß damit!