Am Montag im Treffen ist mir aufgefallen, wie wenig TeilnehmerInnen tatsächlich aktiv werden, um ihre Diät zu unterstützen. Sobald das Thema auf Sport und Bewegung kommt, verstummt die ganze Gruppe, v.a. die Damen, die sonst so viele Tipps und Anekdoten auf Lager haben. Werden sie ganz direkt gefragt, kommen meist Ausflüchte.

Ich habe dann immer das Gefühl, dass es den Leuten ebenso geht wie es mir gegangen ist, bevor ich angefangen habe mich zu bewegen: Sie wissen einfach nicht, wo sie anfangen sollen, haben vielleicht falsche Vorstellungen oder aber noch gar nicht darüber nachgedacht!?

Darum möchte ich heute über meine Annäherungsversuche zum Sport berichten – wer weiß, vielleicht hilft es der ein oder anderen da draußen.

Vorgeschichte

Vor zwei Jahren, kam ich kaum noch die 106 Treppen zu unserer Dachwohnung hoch. Zuerst war ich nur außer Atem (obwohl ich schneckenlangsam ging), aber als ich plötzlich anfing Sterne zu sehen, habe ich beschlossen, dass es Zeit wird etwas dagegen zu tun. Am Schwierigsten war es einfach mal anzufangen. Lust auf Schwitzen in Gesellschaft hatte ich keine, alleine um dem Block rennen fand ich peinlich, zum Schwimmen fehlte mir das Selbstbewusstsein und mein Fahrrad hatte ich schon 3 Jahre nicht mehr aus dem Keller geholt. Bei so wenig Kooperationsbereitschaft blieb mir nur das Gehen.

Erste Schritte

Ich fing an immer weitere Strecken (z.B. die ins Büro) zu gehen anstatt sie mit dem Auto oder der Bahn zu fahren. Am Wochenende plante ich immer häufiger Ausflüge, bei denen ich mich bewegen musste, z.B. einen Rundweg um einen See, einen Besuch im Zoo oder einem Wildgehege, zum Paddeln in den Spreewald (etwas, das ich zuvor noch NIEMALS getan hatte)… kurz: Dinge, die Spaß machen.

Als das Gewicht trotz allem nicht verschwinden wollte, digitalisierte ich mir alte Aerobic-Videos aus den 90ern wie z.B. TeleGym Aerobic mit Christiane Reiter und Problemzonentraining mit Matthias Seelis – das machte ich täglich 15 Minuten bis ich es auswendig konnte. Schließlich traute ich mich an Billy Blanks’ Tae Bo. Zwar nur 2-3 mal die Woche 25 Minuten, aber als ich erste sichtbare Erfolge feststellen konnte (leider nicht auf der Waage, aber direkt am Körper), begann ich zusätzlich zu laufen.

Heute

Das war letztes Jahr im August. Es hat noch bis Februar 2011 gedauert bis ich endlich den Weg zu meinem Weight Watchers Treffen fand. Man kann nämlich nicht alles alleine schaffen. Manchmal braucht man Hilfe. Und mir wurde geholfen. Bis jetzt habe ich 6,5 Kilo abgenommen (200 gr in der letzten Woche) und aus moppeligen 104 – 98 – 108 motivierende 96 – 80 – 94 gemacht.

Ich bin noch immer kein Fitnessfreak, aber ich habe angefangen etwas zu verändern. Dabei geht es nicht um Höchstleistungen oder darum, was die Leute sagen. Es geht darum glücklich zu sein, weil man etwas geschafft hat, darum die Macht zu haben, sich und sein Leben zu verändern.

Du kannst das auch. Fang heute noch an!

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