Trip entlang der Pazifikküste Oregon

Seit drei Tagen sind wir jetzt an der Pazifikküste unterwegs. Ich mag ja Wasser sehr, aber der Pazifik ist einfach der Hammer. Man kann nicht drin schwimmen, dafür ist er zu rauh und v.a. zu kalt. Aber schon das Hinschauen alleine macht glücklich.

Heute ist der erste Tag, an dem wir einfach bloß ausspannen, nachdem wir ein ganz niedliches Motel in Yachats, der Perle der Oregon Coast, gefunden haben. Ocean Cove Inn nennt es sich und unser Raum, der Alsea Room, zeigt direkt aufs Meer hinaus. Göttlich! Solltet Ihr mal hier vorbei kommen, lasst es Euch nicht entgehen!

Sea Lion Cave, Florence – schaut mal genau hin, da auf dem Felsen im Wasser liegen Seelöwen!

Auf WW Seite ist noch alles im grünen Bereich. Inzwischen bin ich schon ganz gewitzt im Umgang mit den Restaurant-Points. Meistens nehme ich etwas gegrilltes oder eben Salat mit dem Dressing daneben. Die größte Portion war bisher ein Teller gedämpftes Gemüse mit einer Ofenkartoffel aus dem Adobe Resort Restaurant hier in Yachats, von der ich gestern abend und wir beide heute mittag pappsatt geworden sind. Heute abend verlassen wir uns auf unsere kleine Mikrowelle hier im Zimmer, in der wir uns Brokkoli mit einer leichten Käsesoße zu Veggieburgern zubereiten werden. Ein leckerer Spaß für nur 6 Points. Da geht’s mir gut ;)

Auf unseren Streifzügen am Strand entlang haben wir heute 2 Seelöwen in freier Wildbahn und einen Wal beobachten können, da wird einem direkt warm ums Herz. Auf dem Bild oben rechts sind ebenfalls Seelöwen zu sehen, eine Attraktion in Florence/ Oregon, genannt Sea Lion Caves, für die man 12 Dollar pro Nase bezahlt. Dafür wird man mit einem Lift in die Tiefe gefahren, wo man von einer Plattform aus die Löwen weit entfernt schlafen sehen kann. Besonders ist das nicht, aber es war es mir wert.

Das Wetter hier ist im Moment sehr gut, die Sonne scheint, allerdings bläst der Wind so bitterkalt (s. Foto), dass Pullover und Jacke angesagt sind. Egal, ich genieße jede Minute. Lasst es Euch gut gehen und bis bald!

Vergleich Weight Watchers USA und Europa

Spicy Pineapple Glazed Shrimp & Spinach (WW Gericht) bei Applebee’s

Gestern war ich zu Mittag bei Applebee’s. Applebee’s ist eine amerikanische Fast Food Kette, die ganz offiziell 5 Weight Watchers Menüs zwischen 8 und 13 Points anbietet, 3 Fleisch- und zwei Fischgerichte. Ich hatte die Shrimps auf Reis mit Babyspinatsalat in Ananasdressing für 8 PointsPlus, in ProPoints ist das ungefähr das gleiche. Dazu gab es Pepsi Diet für 0 Punkte. Geschmeckt hat es für Fast Food ganz okay, ich persönlich hätte auf das Ananasdressing verzichtet. Aber ich blieb lange satt, habe abends nur noch von den Süßkartoffelfritten meines Süßen genascht und ein paar Salzbrezeln gegessen. Das war okay. Vor allem war mir nicht mehr übel und ich konnte endlich mal bis um 7 Uhr heute morgen durchschlafen, anstatt um 4 aufrecht im Bett zu stehen. Vielleicht war es das dann endlich mit dem Jet Lag!

Besser bei WW Europa

Impressionen aus Portland
Impressionen aus Portland

Wie oben schon erwähnt zählt Weight Watchers in den USA noch die PointsPlus, die ProPoints wurden noch gar nicht eingeführt. Mit PointsPlus darf man weder Pasta noch Reis als Sattmacher essen. Die armen WWler in Portland haben mir echt leid getan, denn eine erzählte im Treffen, sie liebe Pasta und es fiele ihr so schwer, sich dabei zurück zu nehmen. Daraufhin stimmte der Rest im Chor zu. Ich kann das so gut verstehen. Ohne Pasta? Geht doch gar nicht! Im Großen und Ganzen sind die Points ähnlich berechnet. Tagesbudget und Wochenextra sind ebenfalls gleich.

Besser bei WW USA

  • … ist das WW Magazin. Die Berichte sind interessanter, es gibt mehr Rezepte und auch die Anzeigen sind nicht so gaga wie die in D. Bei uns wirkt das Magazin ja eher wie ein Hausfrauenkalender.
  • Außerdem finde ich es gut, dass viele Restaurants auf Weight Watchers reagiert haben und sogar Gerichte mit Pointsangabe anbieten. Auch ist es gar kein Thema, wenn man sich das Dressing extra bringen lässt oder gegen ein Light Dressing austauscht. In Berlin verdrehen die Kellner schon mal die Augen wegen des Extrawunschs.
Leo aus Portland, ebenso lazy wie die Katzen in Berlin

Weil das Mittagessen gestern den Tag so viel angenehmer gemacht hat, werde ich diese Strategie auch weiter verfolgen. Heute gibt es gegrillten Fisch mit Gemüse aus dem Hawthorne Fishhouse, das wir gestern auf unseren Rundgängen durch Portland entdeckt haben. Morgen checken wir aus dem Marriott aus und treiben uns für die nächsten Tage im Nordwesten herum. Ich weiß noch nicht, ob ich dann Netz habe, versuche aber weiter zu berichten, wie es so läuft oder einfach, was wir so sehen. Ich wünsch Euch ne schöne Restwoche!

Weight Watchers auf Reisen – erste Erfahrungen

Ich bin jemand, der auf Reisen das Essen gerne als Nebensache sieht. Als Vegetarier ist das schon schwer genug, aber Veggie UND auf WW ist eine absolut tödliche Kombination!

Impressionen aus Portland :)

Die Amerikaner achten aufgrund der hohen Anzahl von Übergewichtigen (!! Aber Hallo !!) viel mehr auf Fett und Kalorien als wir. Das ist erst mal super, denn so finden sich zahlreiche Lightprodukte sogar unter den Fast-Food-Anbietern. Man muss natürlich das Glück haben, in der Nähe einer dieser Läden untergebracht zu sein – was bei mir nach Murphy’s Gesetz natürlich nicht so ist. Jedenfalls keiner, bei dem die Lightgerichte nicht nur aus Fleisch bestehen. Ich hatte gehofft, dass es auch mal irgendwo Fisch gibt, auf den ich nicht ganz verzichte, aber wenn, dann steckt er in einer üblen Panade voller Fett – und jeden Tag Sushi wird auf Dauer auch langweilig.

Sowieso glänzen hier die meisten Speisen. Beim Eröffnungsbankett zu der Konferenz meines Süßen z.B. gab es Nudeln (eigentlich ein Sattmacher, ich dürfte also für 7 Punkte soviele essen bis ich satt bin) mit verschiedenen Soßen, darunter frisch geschnittene Tomaten mit Kräutern. Lecker eigentlich, nur leider schwammen die Nudeln in Fett. Ich fasse es nicht! Rotes Licht, Fehlanzeige, ich esse vielleicht 10 davon. Ein Stückchen weiter ist eine Gemüsebar aufgebaut. Mein Herz springt, ich freu mich, hetze zum grünen Spargel und falle fast vom Glauben ab: Fettaugen überall. Jedes Gemüse schwimmt in Butter. Mist… wieder nur 2 Stangen. Wenigstens die Gurkenscheiben sind roh, die esse ich also unkontrolliert. Was soll ich sagen, nach 10 Minuten hatte ich die Schnauze ziemlich voll, mein Hungermagen dagegen machte mich ganz krank. Ich bin stark geblieben und habe später woanders noch einen Salat mit Fisch gegessen. Mag sein, dass das Dressing viele Points hatte, aber das hat mich dann ehrlich gesagt wenig interessiert. Irgendwann ist halt mal gut.

Inzwischen habe ich den Morgen ganz gut im Griff: Zum Frühstück trinke ich meinen gewohnten Kaffee. Hier gibt es ihn von Starbucks mit Skim Milk – fettfreier Milch, die dazu noch richtig schmeckt (jaja, nicht fragen, was da drin ist, mir ist das auch unheimlich), dazu esse ich eine Banane und einen Apfel über die ich mir einen halben bis ganzen Powerriegel von Weight Watchers USA (3 Points) brösel. Eine kulinarische Befriedigung ist der Riegel leider nicht, tut aber seinen Dienst, er hält satt bis ungefähr um zwei.

Danach wird es auch schon schwierig. Kehre ich irgendwo ein (geringster Pointswert um die 15) wäre mein Tagesbudget schon fast ausgekostet. Meine erste Idee war, das Mittagessen ausfallen zu lassen und stattdessen meine Tasche mit pointsfreien Lebensmitteln wie Obst und Gemüse (sehr gut geeignet sind Karotten) zu füllen. Klappt bis zu dem Punkt, an dem dein Magen dir signalisiert: Noch ein Stück Obst und ich kippe um. Dann muss für mich was Festes her. Ganz gut geeignet sind die WW Käsecracker, die ich mir hier in Portland besorgt habe. Die haben 3 Points und beruhigen den Hunger ein wenig. Ideal ist das sicher nicht, gibt mir aber mit all der Bewegung über den Tag verteilt die Möglichkeit abends ein Gericht zu essen, dessen Punktzahl mir ansonsten die Schuhe ausziehen würde.

Ich in iPhone-Gelb beim Aufbau in Portland

Dumm an dieser Methode ist, dass Hungerattacken vorprogrammiert sind. Zusammen mit meinem sich dahinschleppenden Jet Lag hat sie mich gestern Abend total ausgeknockt. Mein Kreislauf war im Keller und anstatt zu der After-Party meiner Ausstellung zu gehen, lag ich fröstelnd im Bett und habe WW verflucht.

Was also die richtige Strategie für einen Weight Watcher auf (Hotel)-Reisen angeht, bin ich noch in der Versuchsphase. Es ist verdammt schwer nicht einfach nachzugeben und sich an Burritos, Tacos, seltsam dicken Pizzen, köstlichen Ceasar Salads, Veggieburgern oder Sandwiches de Luxe zu laben!

Heute am frühen Nachmittag werden wir eine kleine Reise auf die andere Seite der Stadt unternehmen und dort Applebee’s, ein Fast-Food-Restaurant ausprobieren, das Weight Watchers Menüs anbietet, darunter 2 Fischmenüs für jeweils 8 Points. Das sollte den Hunger ein paar Stündchen im Zaum halten. Heute Abend darf es dann immer noch ein Salat, Sushi oder ein anderes kleines Gericht geben und wie ich uns kenne sind wir bis dahin wieder so viel rumgerannt, dass ich mir dazu einen Wein erlaube :)

666 the Number of my Success – die Zahl meines Erfolgs!

Letzte Woche bin ich aufgrund meiner Reisevorbereitungen gar nicht mehr dazu gekommen zu bloggen. Dabei habe ich wieder 200 gr verloren. Nicht gerade viel, aber immerhin!

Bis zum 17. Juli bin ich nun mit meinem Süßen in den USA. Die Reise ist halb geschäftlicher Natur für uns beide. Ich mache eine Ausstellung in Portland, er liest bei zwei Konferenzen, einmal in Portland und einmal in Orlando, besser bekannt als Disney-World. Ich bin schon so gespannt!

Das aber nur als Einleitung. In den ersten zwei Wochen sind wir viel unterwegs und jeweils in Hotels untergebracht. Das ist eine riesige Herausforderung für meinen Diätplan, ich kann ja nicht selber kochen und in einem fremden Land findet man sich ja erstmal nicht so zurecht. Aber als WW Teilnehmer hat man es echt gut, denn man kann zu jedem WW Treffen auf dem gesamten Erdball gehen. Genau das habe ich heute morgen dann auch gemacht. Die Leute da waren total begeistert, haben mich mit Programmheftchen, Pocket Guides und Tipps ausgerüstet und mein Gewicht sogar in Kilos statt lbs erfasst. Total lieb! Das hatte ich gar nicht erwartet, heißt es doch immer die Amis seien oberflächlich. Also wenn das oberflächlich ist, gerne! Ich wünschte Berlin wär auch nur halb so oberflächlich ;D

Nach dem Essen im Flugzeug und einem Burrito am Flughafen war ich schon ein wenig aufgeregt, als ich auf die… übrigens OHNE SCHUHE (!!!!!)… Waage geklettert bin. Und Leute, soll ich Euch was sagen!??????? Jet Lag ist ein herrlicher Pfundeverbrenner, ich habe nämlich schon wieder 1,8 Kilo verloren! Heißt, ich bin jetzt auf 66,6 Kilo. Meine 10% Marke ist gesichert, mein dritter Stern in der Tasche. So geil! Ick freu mir!

Die zwei folgenden Hotelwochen erleichtere ich mir nun durch den amerikanischen Restaurantführer „Dining Out“, in dem die Speisekarten der bekannstesten Restaurant-Ketten und Fast Food-Läden mit Pointsangabe drin stehen. Anschließend geht es nach New York, wo wir extra zum Kochen ein Apartment gemietet haben. Auch dort werde ich wieder zu einem Treffen gehen und nachmessen lassen. Haltet mir die Daumen, ich möchte als nächstes die 10 Kilo Marke durchbrechen :)

Fahrradsternfahrt Berlin 2011

Apropos Menschen ändern sich… letzten Sonntag habe ich mit meinem Süßen bei der 35. Fahrradsternfahrt mitgemacht. Die Sternfahrt unter dem Motto „Freie Fahrt für freie Räder!“ ist die größte Fahrraddemonstration weltweit – wobei ich eigentlich nicht demonstrieren sondern lediglich mitfahren wollte. Veranstaltet wurde die Sternfahrt vom ADFC Berlin, der das ganze Jahr über geführte Radtouren anbietet. Gerade im Sommer kann man täglich an einer teilnehmen. Den Prospekt habe ich mir gleich mitgenommen und so geht es z.B. am Pfingstmontag ins Umland. Dazu später mehr :)

Am Sonntag gab es insgesamt 19 Routen, aus denen man auswählen konnte. Wir entschieden uns für den Startpunkt Bundesplatz, von wo aus wir erst nach Lankwitz, Teltow und Zehlendorf bis zum Wannsee radelten. Den krönenden Abschluss bildete die Fahrt über die extra abgesperrte Avus zum großen Stern. Die Strecke war knapp 40 Kilometer lang – mit An- und Heimfahrt kamen wir allerdings eher auf 50 km. Das Ganze war aufgrund der Unzahl von Radfahrern aller Altersklassen eine recht zähe und lahme Angelegenheit – jedenfalls wenn man das Stück über die Avus auslässt. Auf das hatte ich mich ja mit am meisten gefreut, aber es war der blanke Horror! Die Avus hat nämlich eine leichte, aber umso fiesere Steigung und Viech ja bloß 3 Gänge… oh Mann, war das bitter! Vor allem nach 4 Stunden im Sattel hat das gar keinen Spaß mehr gemacht. Ich wollte endlich am Stern ehrlich gesagt nur noch nach Hause sterben gehen und so haben wir uns das anschließende Umweltfest gespart. Trotzdem, ich würde die Fahrt jederzeit noch mal mitmachen.

Auf den iPhone Bildern (ich hatte natürlich die Kamera vergessen…) sieht es aus als seien da gerade mal 15 Leutchen mitgefahren, es waren aber eher 150.000 und mehr. Hier habe ich bei pictureeverything eine Bilderserie gefunden, die das besser dokumentiert.

Den ADFC gibt es übrigens nicht nur in Berlin. Schaut doch einfach mal auf der Webseite vorbei, vielleicht findet ihr ja auch Veranstaltungen in eurer Gegend.