Weight Watchers auf Reisen – erste Erfahrungen

Ich bin jemand, der auf Reisen das Essen gerne als Nebensache sieht. Als Vegetarier ist das schon schwer genug, aber Veggie UND auf WW ist eine absolut tödliche Kombination!

Impressionen aus Portland :)

Die Amerikaner achten aufgrund der hohen Anzahl von Übergewichtigen (!! Aber Hallo !!) viel mehr auf Fett und Kalorien als wir. Das ist erst mal super, denn so finden sich zahlreiche Lightprodukte sogar unter den Fast-Food-Anbietern. Man muss natürlich das Glück haben, in der Nähe einer dieser Läden untergebracht zu sein – was bei mir nach Murphy’s Gesetz natürlich nicht so ist. Jedenfalls keiner, bei dem die Lightgerichte nicht nur aus Fleisch bestehen. Ich hatte gehofft, dass es auch mal irgendwo Fisch gibt, auf den ich nicht ganz verzichte, aber wenn, dann steckt er in einer üblen Panade voller Fett – und jeden Tag Sushi wird auf Dauer auch langweilig.

Sowieso glänzen hier die meisten Speisen. Beim Eröffnungsbankett zu der Konferenz meines Süßen z.B. gab es Nudeln (eigentlich ein Sattmacher, ich dürfte also für 7 Punkte soviele essen bis ich satt bin) mit verschiedenen Soßen, darunter frisch geschnittene Tomaten mit Kräutern. Lecker eigentlich, nur leider schwammen die Nudeln in Fett. Ich fasse es nicht! Rotes Licht, Fehlanzeige, ich esse vielleicht 10 davon. Ein Stückchen weiter ist eine Gemüsebar aufgebaut. Mein Herz springt, ich freu mich, hetze zum grünen Spargel und falle fast vom Glauben ab: Fettaugen überall. Jedes Gemüse schwimmt in Butter. Mist… wieder nur 2 Stangen. Wenigstens die Gurkenscheiben sind roh, die esse ich also unkontrolliert. Was soll ich sagen, nach 10 Minuten hatte ich die Schnauze ziemlich voll, mein Hungermagen dagegen machte mich ganz krank. Ich bin stark geblieben und habe später woanders noch einen Salat mit Fisch gegessen. Mag sein, dass das Dressing viele Points hatte, aber das hat mich dann ehrlich gesagt wenig interessiert. Irgendwann ist halt mal gut.

Inzwischen habe ich den Morgen ganz gut im Griff: Zum Frühstück trinke ich meinen gewohnten Kaffee. Hier gibt es ihn von Starbucks mit Skim Milk – fettfreier Milch, die dazu noch richtig schmeckt (jaja, nicht fragen, was da drin ist, mir ist das auch unheimlich), dazu esse ich eine Banane und einen Apfel über die ich mir einen halben bis ganzen Powerriegel von Weight Watchers USA (3 Points) brösel. Eine kulinarische Befriedigung ist der Riegel leider nicht, tut aber seinen Dienst, er hält satt bis ungefähr um zwei.

Danach wird es auch schon schwierig. Kehre ich irgendwo ein (geringster Pointswert um die 15) wäre mein Tagesbudget schon fast ausgekostet. Meine erste Idee war, das Mittagessen ausfallen zu lassen und stattdessen meine Tasche mit pointsfreien Lebensmitteln wie Obst und Gemüse (sehr gut geeignet sind Karotten) zu füllen. Klappt bis zu dem Punkt, an dem dein Magen dir signalisiert: Noch ein Stück Obst und ich kippe um. Dann muss für mich was Festes her. Ganz gut geeignet sind die WW Käsecracker, die ich mir hier in Portland besorgt habe. Die haben 3 Points und beruhigen den Hunger ein wenig. Ideal ist das sicher nicht, gibt mir aber mit all der Bewegung über den Tag verteilt die Möglichkeit abends ein Gericht zu essen, dessen Punktzahl mir ansonsten die Schuhe ausziehen würde.

Ich in iPhone-Gelb beim Aufbau in Portland

Dumm an dieser Methode ist, dass Hungerattacken vorprogrammiert sind. Zusammen mit meinem sich dahinschleppenden Jet Lag hat sie mich gestern Abend total ausgeknockt. Mein Kreislauf war im Keller und anstatt zu der After-Party meiner Ausstellung zu gehen, lag ich fröstelnd im Bett und habe WW verflucht.

Was also die richtige Strategie für einen Weight Watcher auf (Hotel)-Reisen angeht, bin ich noch in der Versuchsphase. Es ist verdammt schwer nicht einfach nachzugeben und sich an Burritos, Tacos, seltsam dicken Pizzen, köstlichen Ceasar Salads, Veggieburgern oder Sandwiches de Luxe zu laben!

Heute am frühen Nachmittag werden wir eine kleine Reise auf die andere Seite der Stadt unternehmen und dort Applebee’s, ein Fast-Food-Restaurant ausprobieren, das Weight Watchers Menüs anbietet, darunter 2 Fischmenüs für jeweils 8 Points. Das sollte den Hunger ein paar Stündchen im Zaum halten. Heute Abend darf es dann immer noch ein Salat, Sushi oder ein anderes kleines Gericht geben und wie ich uns kenne sind wir bis dahin wieder so viel rumgerannt, dass ich mir dazu einen Wein erlaube :)

5 Kommentare zu „Weight Watchers auf Reisen – erste Erfahrungen“

  1. Super cool. Congrats! ;) Ich habe nun auch schon meinen ersten Stern geschafft – juhu…:)
    Fahre Ende August für 10 Tage nach NYC – ick freu mir ooch.

    Viel Spaß noch, viel Erfolg und naturlich eine schöne Zeit in den USA :)

    Gruß,
    Claudia

    1. Glückwunsch zum ersten Stern! *TANZ* Ist das nicht ein tolles Gefühl!??
      In New York werde ich nächste Woche auch sein. Dort haben wir dann ein Appartment mit Internetzugang. Ich glaube, mir wird es da sehr gefallen. Dann kann ich dir mit meinen Berichten schon mal die Nase lang machen :)

  2. Das mit dem Kreislauf klingt ja gar nicht gut… ich drücke dir die Daumen, dass du hoffentlich noch Verbesserungsmöglichkeiten findest. Lass dir vom Essen nicht die Reise kaputtmachen!
    Ich hoffe, deine Ausstellung lief gut – das Gelb sieht cool aus. ;)

    1. :) Danke für die lieben Worte! Die Ausstellung lief wirklich sehr gut. Schade nur, dass ich die After-Party versäumt habe, aber das ließ sich leider nicht ändern. In der Nacht davor bin ich um 4 aufgewacht, konnte einfach nicht mehr einschlafen und war anschließend den ganzen Tag auf Achse. Irgendwann muss der Körper einen ja mal stoppen.
      Aber jetzt geht es mir echt besser. Ich hoffe bloß, ich kann noch mal ins Netz diese Woche. Ich hab ja wieder 1000 Ideen für Posts! hehee!
      Hoffe dir geht’s gut, pass auf dich auf!

      1. Ui, dann hoffe ich auch, dass du noch mal ins Netz kommst! Falls nicht: Kleiner Zettel, Stichpunkte (z.B. Überschriften) zu den 1000 Posts, und wenn du dann zurück bist, kannst du ganz viel schreiben, um mich von den Klausuren abzulenken. ;)
        Aber vor allem: Genieß die Zeit!
        :)

        Beste Grüße,
        Medea (der es immer gleich besser geht, wenn sie deine Posts liest) ;)

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