Eis selber herstellen à la Weight Watchers

Diese Woche lautet das Weight Watchers Thema „Lust auf Eis“. Wie wohl die meisten Menschen auf diesem Planeten bin ich Eis sehr zugetan, esse es aber seit meinem Weight Watchers Start im Februar eher selten. Das Eis selbst herzustellen scheitert meistens an der Energie, denn wie ich schon beim Rezept für Selbstgemachtes Himbeereis erwähnt habe, muss die Masse mindestens jede Stunde einmal gerührt werden, um die Eiskristalle darin zu zertrümmert sodass eine Creme entsteht.

Aber wie das eben so ist, wenn man gerade neue Informationen gelesen und gehört hat, möchte man alles auf einmal ausprobieren. So habe ich gestern erst mal eine mir bisher unbekannte Eisvariante hergestellt, die so genannte Granita. Die Granita ist eine sizilianische Eisspezialität, die dem Sorbet ähnelt, aber viel körniger ist. Gut an der Granita, man kann sie auch als fruchtigen Eiswürfelersatz mit etwas Wodka (Vorsicht Extra Points) aufgießen und bekommt einen lecker leichten Sommercocktail. Außerdem ist nahezu jede Fruchtsorte dafür geeignet. Das Schönste: Je nach Zutaten hat die Granita selbst 0 Points.

Das Foto links oben (leider nicht sehr gut zu erkennen, sorry) zeigt meinen ersten Versuch, die Orangen-Nektarinen-Granita. Dafür 1 Orange, 2 Nektarinen, den Saft einer kleinen Limette und ein Stückchen Ingwerwurzel pürieren und einfrieren. Wer mag gibt zuvor noch etwas Splenda, Zucker (Points) oder Süßstoff dazu. Alle Stunde die Masse mit der Gabel auflockern, damit sie schön kernig wird (so 3 Mal dürfte je nach Kühlleistung reichen). 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Eisfach nehmen, nochmals ein wenig zerstoßen und auf Gläser verteilen. Schmeckt lecker!

Und weil das so gut geklappt hat, habe ich heute morgen gleich weiter gemacht und je eine Cantaloupe- (s. Foto rechts oben links) und eine eine Galiamelone (s. Foto rechts unten rechts) püriert und einzeln eingefroren. Oben rechts wartet eine Masse aus 3 Bananen und einem halben Becher Buttermilch (Points) aufs Eisfach und unten links mein Versuch ein Frozen Yoghurt Vanilla (Points). Hinweis: Bei Bananen- und Joghurtmasse reicht eine Gabel zum Zerstoßen natürlich nicht aus. Die müssen alle Stunde mit dem Zauberstab bearbeitet werden, damit sie hinterher schön cremig sind.

Ich kann’s kaum erwarten, davon zu probieren und lasse Euch natürlich wissen wie meine Experimente geschmeckt haben!

Sommerkuss – Römischer Wassermelonensalat

Egal, ob als Vorspeise, Beilage, Zwischenmahlzeit oder Dessert, mein römischer Wassermelonensalat ist eine farbenfrohe Abwechslung auf dem sommerlichen Weight Watchers Speiseplan – auch wenn’s draußen mal wieder regnet. Entstanden ist er aus der Not heraus: Ich hatte noch eine viertel Wassermelone sowie ein Romanaherz übrig mit denen ich nichts weiter anzufangen wusste, also bereitete ich daraus eine schnelle Vorspeise zu. Dazu die Melone einfach in mundgerechte Stücke, das geputzte Romanaherz in Streifen schneiden. Als Dressing 1 EL Apfelsaft mit dem Saft einer halben Orange, ein paar Spritzern Zitrone und/ oder Limone und 1 TL dunklem Sojaöl mischen und unter den Salat heben. Mit etwas Zimt und Pfeffer abschmecken – fertig.

Tipp: Solange man bei 1 TL Sojaöl bleibt (bei guter Qualität ist das mehr als ausreichend im Geschmack) kann man die Menge an Grundzutaten, also Romana und Melone, auch verdoppeln und den Salat als leichte Sattmacherportion für nur 1 Point genießen.

Hmmmm… das wird schmecken!

ICH – bin ich das wirklich?

Während unserer letzten Urlaubswoche in Orlando waren wir mangels Öffies und Leihwagen an unser Hotel gekettet. Nicht mal ein kleiner Supermarkt war fußläufig erreichbar. Das Speisenangebot war zwar hochpreisig, aber nicht gerade einfallsreich und für Vegetarier geradezu desolat. Und so gab es für mich täglich (kein Witz!) Caesar Salad (ohne Fleisch) mit dem Dressing daneben (also auch fast ohne Dressing – laut WW Eating Out Guide zwischen 6 und 10 Points inkl. Croutons und Parmesanschnipsel). In USA gibt es zum Salat keinen Brotkorb (wahrscheinlich weil deren Brotkultur eher nicht vorhanden ist), es gibt Salat und Dressing. Das war’s. Abends habe ich mir an der Bar Edamame bestellt, das sind gedämpfte Sojabohnen mit Meersalz (max. 5 Points), finde ich sehr lecker und nach 3 Wochen wenig essen sättigt auch die Snackversion.

Wieder zuhause esse ich nun nach Plan, also einiges mehr als im Urlaub. Und so war mein gestriges Ergebnis eher mau: 600 Gramm Zunahme. Das ist zwar ärgerlich, wird sich aber bald wieder einpendeln, da bin ich sicher.

Ganz anders sieht es derzeit mit dem Pendel in meinem mittlerweile arg gestressten Hirn aus. So sehr ich mich über meine Abnahme freue, so sehr macht sie mir inzwischen aber auch Angst. Erinnert ihr euch an die erste Hose, die mir nach den ersten Kilos endlich wieder gepasst hat? Aus der bin ich während des Urlaub „herausgewachsen“, ich kann sie inzwischen ohne Knopf und Reißverschluss zu öffnen an- und ausziehen. Ebenso die Kleidchen, die ich mir in der ersten Euphorie genäht habe: Alle zu groß, sehen aus wie Zirkuszelte. Ist doch super, werden jetzt einige sagen – ist es ja auch, AAAAAAAABER… wenn das so weiter geht, bin ich dann noch ich?

Seit ich denken kann, leide ich unter meinem Übergewicht: Mit 20 fand ich 58 unerträglich, später war es dann die 63, die ich hasste. In meinen 30ern kämpfte ich gegen die 68 und als ich mit 72 Kilo 40 wurde, dachte ich schon, ich sterbe als Zwilling von Trude Herr – will heißen, in meinem Kopf war ich immer „zu dick“. Was passiert mit solchen Leuten, wenn sie nicht mehr „zu dick“ sind?

Das mag jetzt für viele total doof klingen, aber es macht mir ehrlich zu schaffen! Ich frage mich einfach, was das für ein Mensch ist, der sich plötzlich für Küchenutensilien und das Kochen im Allgemeinen interessiert (Kochsendungen hasse ich aber immer noch… puh!), anderen Tipps gibt, wie sie sich am besten mit der Bewegung anfreunden, (die meisten) Fahrradfahrer zwar immer noch grenzwertig findet, aber selbst ein Viech besitzt und gerne auf ihm reitet, obwohl seine Frisur darunter leidet? Was ist das für ein Mensch, der heute morgen 60 Minuten Core-Training gemacht hat ohne eine Miene zu verziehen? Und was ist das für eine, die da plötzlich unter die Blogger gegangen ist und wahrscheinlich nur deshalb noch immer nicht das Handtuch geworfen hat? Mensch, ich mache seit 14. Februar, also 5 Monaten und 12 Tagen eine Diät und ich bin immer noch dabei! ICH!?????? Faszinierend! Wer bin ich?

Bewegung mit mehr Gewicht

Letzte Woche hatte ich Probleme mich auf mein gewohntes Bewegungspensum zu konzentrieren. Allein 3 Nächte hab ich aufgrund des diesmal unerträglichen Jet Lags gar nicht geschlafen, in den anderen beiden wie ein Stein, aber ohne Erholung. Fazit: Ich war an 5 von sieben Tagen zu so gut wie nichts zu gebrauchen. Aber das vergangene Wochenende hat mich wieder aufpoliert. Endlich!

Ein langer Spaziergang und eine kleine Fahrradtour haben mich gestern eingestimmt auf meine heutige halbe Stunde Schwitzen: Billy Blanks Cardio Circuit 1. Vor 6 Wochen hätte ich behauptet, 30 Minuten Cardio seien pillepalle, heute hat es mich aber auf genau den richtigen Level zwischen Wunsch damit aufzuhören und Lust einfach weiterzumachen gebracht (Letzte Woche Montag – das will ich Euch nicht vorenthalten – lag ich nach 15 Minuten total kaputt am Boden). Ein wohliges Gefühl von Sich-angenehm-bewegt-haben ist zurück geblieben sowie ein Ziehen in Armen und Beinen, das ich meiner neuen Errungenschaft, den je ein Kilo Fitnessgewichten von Hudora zu verdanken habe.

Die Idee mir Gewichte anzuschaffen hatte ich schon länger. Je mehr Kilos ins Off wandern, umso notwendiger wird Bewegung, Massage und Muskelaufbau an Armen, Beinen und in der Körpermitte – man will ja schließlich später keinen Faltenvorhang geben, nicht wahr!? Mit Weight Watchers verliert man sein Gewicht Gott sei Dank nicht zu schnell, so hat die Haut genug Zeit sich zusammen zu ziehen.

Die oben abgebildeten Gewichtsmanschetten von Hudora waren eigentlich meine letzte Wahl, aber der Preis war so unschlagbar, dass ich zugreifen musste: Sie kosteten in der real;- Sportwelt nur EUR 7,95! Leider kann ich sie an den Handgelenken überhaupt nicht brauchen, dort sind sie mir einfach zu groß und schlackern bei jeder Bewegung. An den Fußgelenken jedoch machen sie einen guten Job, unnötig sind sie also auf keinen Fall, nur vielleicht etwas zu leicht für die Beine. Dann wiederum: Besser als gar keine Zusatzgewichte! Ein Effekt wird sich schon zeigen.

Dazu gab es die Hudora Fitnessmatte in pink für unschlagbare EUR 4,95 – ebenfalls aus der Sportwelt. Sie konnte ich heute kaum ausprobieren, nachdem allerdings meine beiden Katzenmänner mit Wonne darüber gehüpft sind, hat sie schon einen kleinen Riss (im O) und ist somit vom Haushalt assimiliert ;) Sie ist sicher kein Highlight unter den Yogamatten, tut aber auf Teppichboden was sie soll: Sie schützt Knie und Hände – was will man mehr?

Die perfekten Gewichte für die Arme stehen weiterhin aus. Ich wünsche mir einfache Gewichtshandschuhe, meine Suche danach blieb bisher jedoch ergebnislos (über Tipps würde ich mich freuen). Vielleicht weiche ich erst mal auf Laufgewichte aus. Laufgewichte muss man nicht die ganze Zeit greifen, sie sind mit einem Band an den Händen befestigt, sodass man die Hände zwischendurch auch mal spreizen kann, was mir persönlich sehr wichtig ist. Den Gewichtsmanschetten gebe ich morgen noch mal ne Chance meine Arme beim Aufbau zu unterstützen. Eventuell kann ich sie irgendwie „unterfüttern“ und meine Handgelenke etwas „verdicken“.

Bleibt mir nur noch zu erwähnen, dass ich heute Abend wie immer auf dem guten alten Viech zu meinem Treffen reite und hoffe, dass ich mein Gewicht zumindest halten konnte. Ich habe nämlich das Gefühl mein Körper hat sich so über die plötzlich wieder normalisierte Nahrungsaufnahme gefreut, dass er jetzt erst mal keine Lust hat wieder was von sich herzugeben. Nun ja… wird sich auch wieder einpendeln.

Bis morgen!

Glückshormon – leckerer Smoothie ohne Milchprodukte

Während meines Aufenthalts in New York entdeckte ich in Williamsburg unweit der hippen Bedford Ave. einen kleinen polnischen Laden, der eine enorme Menge an leckeren Smoothies anbietet. Das interessanteste daran, es gab sie alle auch „dairy-free“, also ohne Zusatz von Milchprodukten. Obwohl ich mich inzwischen mit einigen Magerjoghurts habe anfreunden können, war ich doch immer auf der Suche nach einer lecker(er)en Alternative.

Im Smoothie-Laden benutzte man als Basis entweder Sojamilch (übrigens in light ganz lecker für nur 2 Points pro Glas), Orangen- oder Apfelsaft. Das Ergebnis meiner ersten Mischung aus Orangensaft (aus frischen Orangen, also punkte-frei), Ananas, Pink Grapefruit und Splenda (m.E. der absolut beste Zuckerersatz der Welt – leider in Deutschland nur bedingt erhältlich) hat mich so davon überzeugt, dass ich wahrscheinlich nur noch unter Zwang den Magerjoghurt mit ins Glas geben würde! In den folgenden Tagen besuchte ich meine Smoothieanlaufstelle also jeden Morgen. Die Betreiberin wurde richtig kreativ und bot mir jeden Tag was neues an.

Wieder zuhause vermisse ich den morgendlichen, pointsfreien Genuss natürlich und so bin ich nun selbst am Mixer kreativ geworden. Mein heutiges Ergebnis möchte ich Euch nicht vorenthalten, ich gebe ihm den Namen Glückshormon, weil schon sein Duft für ihn spricht und happy macht.

Und so wird’s gemacht

1 Mango, 1 Orange, 1 halbe Pink Grapefruit, 1 handvoll Erdbeeren (z.B. TK), Splenda* (alternativ Canderel o.ä., Zucker tut’s natürlich auch) und wer mag 1 Stückchen Ingwerwurzel pürieren, ggf. mit Minze und einer halben Scheibe Pink Grapefruit garnieren – fertig!

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* Über Zuckerersatz kann man ja hitzig diskutieren, mich macht er nicht hungrig, ich steht drauf! Süßen ohne Karies und Kalorien – geht’s besser? Nö! Splenda kann man sich z.B. bei Amazon bestellen. Eine zuckerfreie Alternative wäre die Grapefruit raus zu lassen.