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Ich bin nicht in den USA verschütt gegangen, ich habe bloß überhaupt keine Zeit mehr gefunden aktiv zu posten. Darum heute eine schnelle Zusammenfassung meiner Erlebnisse sowie ein Fazit zu Weight Watchers auf Reisen (wer den Urlaubsteil überspringen möchte, der liest einfach unten unter Fazit weiter).

Mein Motivationskleid im Einsatz – noch immer knapp aber nicht mehr spack🙂

Nach der Pazifikküste ging es für uns nach New York und damit in die Sonne ohne kühle Brise. So konnte ich endlich die Sommerkleider tragen, die ich zuhauf eingepackt hatte. Eines davon habe ich nur eine Woche vor der Reise angeschafft. Im Laden war es mir zu eng um die prallen Hüften, es sollte mich als eine Art „Motivationserinnerung“ begleiten, ein Reminder, dass ich zwar auf Reisen, aber noch lange nicht am Ende meiner Weight Watchers Reise bin. Denn ich gebe gerne zu, wenn man schon viele Kilos geschafft hat, fühlt man sich hin und wieder schlank, auch wenn man es noch nicht ist. Die Euphorie über den eigenen Erfolg kann einen schon mal dazu verleiten die Zügel locker und zu häufig fünf gerade sein zu lassen.

Aber mein Kleid hielt mich bei der Stange. Ich hatte mir vorgenommen es jede Woche einmal zu probieren und siehe da, in der dritten Woche – wir waren gerade in New York angekommen – passte es! Damit hatte ich so gar nicht gerechnet, ich bin fast geplatzt vor Stolz😀

Was ich leider nicht gemacht habe, war in NY ein Treffen zu besuchen. Wir waren einfach viel zu beschäftigt die Stadt zu entdecken. Die Zeit war dennoch zu knapp, ein weiterer Besuch ist also schon vorprogrammiert.

WW Produkte in USA – süßer Genuss im Pointslimit

Zum Abschluss unserer 4-wöchigen USA-Tour besuchten wir Orlando in Florida. Dort war die zweite Konferenz meines Süßen, auf der er einen Vortrag hielt wie zuvor in Portland.

Doch zurück zum eigentlichen Thema: Weight Watchers auf Reisen…

Fazit

Ich schicke gleich voraus, es war gar nicht so einfach im Punktebudget zu bleiben. Man braucht neben jeder Menge Geduld mit sich und der Welt vor allem einen stabilen Willen oder man steht die unumgänglichen Hungerphasen einfach nicht durch. Und deshalb rate ich jedem, der eine Reise mit Weight Watchers plant, sich schon im Vorfeld ein Apartment mit Kochmöglichkeit zu suchen. Selbst eine einfache Mikrowelle ist hilfreich. In den USA zum Beispiel gibt es in jedem größeren Supermarkt eine Ecke mit Diät-freundlichen Gefrierprodukten für die Mikrowelle, die so genannten „Steamers“.  Das sind Gemüsezubereitungen fix und fertig mit Soße, die okay schmecken, sättigen und umgerechnet zwischen 2 und 5 Points pro Portion haben.

Ebenfalls punktefreundlich ist gegrillter Fisch oder Gemüse, wobei man je nach Region auf die fettfreie Zubereitung bestehen muss.

Die Arbeiten am neuen World Trade Center nehmen Form an

Am besten weg kommt man mit Sushi, da hilft der Reis satt zu werden oder aber man findet ein Restaurant mit Buffet zum selbst zusammenstellen – in USA gibt es sowas an den meisten Flughäfen oder in den diversen Fast Food Ketten. Vorsicht mit Dressings und Soßen, das sind oft die Punktefallen, an die man gar nicht denkt. Realistischerweise sollte man sich auch darauf vorbereiten, dass es außer Salat vielerorts nichts gibt und selbst da ist Vorsicht geboten. Um den Überblick nicht zu verlieren, habe ich das Dressing grundsätzlich daneben bestellt.

Mir persönlich haben auch die WW Produkte vieles erleichtert. In den Treffen und Weight Watchers Centern kann man sich (auch als Onlineteilnehmer) Chips, Power- und Schokoriegel für wenig Points kaufen, die man neben Obst und Gemüse immer in der Tasche dabei hat. So ist für den Hunger zwischendurch bestens gesorgt. Lecker sind auch fertig zusammengestellte Obstsalate aus dem Kühlregal vom Supermarkt. Und natürlich Smoothies am besten auf Saftbasis statt mit Milch oder Joghurt, die füllen den Magen und schmecken einfach köstlich.

Zum Schluss möchte ich aber auch erwähnen, dass ich nicht immer stark genug war, das Richtige zu tun, geduldig zu sein und den Hunger in Kauf zu nehmen. Wie wir alle wissen, gibt es Situationen, in denen einem alles zu viel wird, man nicht mehr Herr der Lage ist und die Welt sich scheinbar gegen einen stellt. In diesen Situationen sind es dann nicht mal die Verlockungen, die einen dazu treiben auf die Punkte zu blasen, meist ist dann nicht mal was Leckeres in der Nähe. Der reine Instinkt treibt dich zu einem dieser Pizzastände oder du kannst die Finger nicht von den Pommes lassen, die nur wenige Zentimeter neben deinem 100. Salat glänzen und weißt du was? Das ist okay!

Eines der wichtigsten Dinge, das ich während der letzten fünf Monate auf WW gelernt habe, ist, dass ich mir verzeihen darf, dass ein Fehltritt nicht bedeutet, dass ich zu schlecht oder blöde für den Job bin. Fehltritte zeichnen uns als Menschen aus. Sie sollten einfach bloß kein Freifahrtsschein für weitere Fehltritte sein, das ist alles. Nimm es hin, dass du die Pizza gegessen hast und nimm als nächstes eben wieder den Salat oder die Banane, geh eine große Runde spazieren, schau dir die Stadt an, lauf durch den Wald… aber hör nicht auf, an dich zu glauben!

Es ist schön wieder hier zu sein und ich freue mich darauf mehr zu posten. Montag Abend schlägt für mich die Stunde der Wahrheit, da gehe ich zu meinem Treffen und zu meiner lieben Freundin, der nur-mit-Schuhen-Waage. Natürlich werde ich gleich berichten, was sie mir zu erzählen hatte🙂