Schon 10 Kilo ins Off geschickt

Mein gestriges Treffen ist leider ausgefallen – dabei hatte ich mich ehrlich darauf gefreut die ganze Bande wieder zu sehen. Außerdem wollte ich doch unbedingt wissen, ob mein Urlaub mich nun gebremst hat oder nicht. Darum bin ich dann auch etwas weiter als sonst gefahren, nur um auf eine nur-mit-Schuhen-Waage treten zu können… LOL!

Das Ergebnis war absolut beflügelnd: Seit Portland habe ich zwar nurmehr 800 Gramm verloren, wenig für 3 Wochen, aber bedenkt man, dass ich im Urlaub war, ist das doch gar nicht so schlecht! Puh, ich bin so erleichtert! Und als Sahnehäubchen habe ich dadurch nun auch die 10 Kilo-Marke durchbrochen. Wer hätte das gedacht!?

Ist es nicht ein bisschen unheimlich, wenn man sich vorstellt, wo die Teile Mensch, die man verliert so hinwandern? Habt ihr euch das mal überlegt? Wo sind denn die 10,1 Kilo von mir jetzt? Ganz esoterisch betrachtet müssen die doch irgendwohin, oder? Hmm, solange ich sie nicht wieder zurücknehmen muss…

10,1 Kilo gekauft wie gesehen, vom Umtausch ausgeschlossen

Schöne sonnige Woche!

Shrimp-Spieße mit Ananasglasur und Koriander-Reis

Das Original: Pineapple-glazed Shrimp Skewers and Coconut Rice aus Cannon Beach

In Cannon Beach an der Pazifikküste in Oregon gibt es eine kleine Tikibar namens Castaways‘ Tini Tiki Hut, die eine ganz eigene Küche pflegt. Sie bezeichnen ihre Art zu kochen als eine Fusion aus karibischer, asiatischer und mexikanischer Küche. Der Koch, so heißt es, sei weit gereist und habe alle dabei gesammelten Einflüsse zu einem großen ganzen zusammengetragen, das es so nirgendwo sonst auf der Welt gibt ;)

Uns haben seine Ergebnisse sehr gut geschmeckt und eines davon habe ich versucht für uns nachzukochen – natürlich WW-freundlich und weniger weit gereist, vielleicht sieht mein Ergebnis deshalb nicht so hübsch wie das Original aus, es hat aber auch gut geschmeckt! Den Kokosreis musste ich leider aus Mangel an leichter Kokosmilch etwas verändern, bei uns gab es Knoblauch-Koriander-Reis stattdessen, schmeckt dadurch asiatischer, aber eben auch leichter. Für die Zukunft habe ich mir aber schon mal vorgemerkt eine leichte Kokosvariante zu finden, die Geschmacksnote ist einfach zu köstlich, um sie für immer weg zu lassen.

Meine Variante: Shrimp-Spieße mit Ananasglasur und Koriander-Knoblauch-Reis

Mein Rezept sättigt 2 Personen für nur 5,5 Points pro Nase. Wer möchte, kann natürlich Shrimps und/oder Reis als Sattmacher einsetzen.

200 gr Shrimps putzen, in einer Marinade aus 2 EL Sojasauce, etwas Zitronen- und Limettensaft mind. 10 Minuten ziehen lassen. Inzwischen 1 kleine frische Ananas (alternativ 1 Dose ungezuckerte Ananas – Vorsicht Extrapoints!) in Würfel schneiden. Ein Viertel davon für die Spieße zur Seite stellen, den Rest zusammen mit 2 EL Sojasauce, 1 EL Zitronensaft, 2 EL Limettensaft, 1 gehackten Knoblauchzehe, 1 Stückchen feingewürfelter Ingwerwurzel und 1 EL Honig pürieren und kurz aufkochen. Anschließend bei mittlerer Hitze bis auf die Hälfte reduzieren. 8 EL Reis aufsetzen (ergibt etwa 10 EL gegarten Reis, also 5 EL pro Person). Währenddessen die Shrimps abwechselnd mit roter Zwiebel, Ananas, Knoblauchscheiben und roter Paprika auf Schaschlikspieße stecken (Wer Holzspieße nimmt, sollte die vorher in Wasser einlegen, damit sie im Ofen oder auf dem Grill nicht verbrennen). Die Spieße auf beiden Seiten mit Ananasglasur bestreichen und im Ofen oder auf dem Grill garen. Zwischendurch wenden und nochmals mit Glasur bestreichen. Den gegarten Reis mit Salz, Pfeffer und Knoblauch abschmecken, 1/2 Bund frisch gehackten Koriander unterheben und je 5 EL (3,5 Points) auf 2 Tellern verteilen, Spieße dazugeben und alles mit dem Rest der Glasur, je 1 TL Wasabi, Koriander, ein paar Spritzern Sojasauce und einer Handvoll Blaubeeren garnieren.

Tipp: Wer es gerne scharf mag, kann durch Verwenden von Cayennepfeffer oder Jalapeños in der Glasur einen Hauch Mexiko hinzufügen.

There is no place like home – Wieder daheim

Ich bin nicht in den USA verschütt gegangen, ich habe bloß überhaupt keine Zeit mehr gefunden aktiv zu posten. Darum heute eine schnelle Zusammenfassung meiner Erlebnisse sowie ein Fazit zu Weight Watchers auf Reisen (wer den Urlaubsteil überspringen möchte, der liest einfach unten unter Fazit weiter).

Mein Motivationskleid im Einsatz – noch immer knapp aber nicht mehr spack :)

Nach der Pazifikküste ging es für uns nach New York und damit in die Sonne ohne kühle Brise. So konnte ich endlich die Sommerkleider tragen, die ich zuhauf eingepackt hatte. Eines davon habe ich nur eine Woche vor der Reise angeschafft. Im Laden war es mir zu eng um die prallen Hüften, es sollte mich als eine Art „Motivationserinnerung“ begleiten, ein Reminder, dass ich zwar auf Reisen, aber noch lange nicht am Ende meiner Weight Watchers Reise bin. Denn ich gebe gerne zu, wenn man schon viele Kilos geschafft hat, fühlt man sich hin und wieder schlank, auch wenn man es noch nicht ist. Die Euphorie über den eigenen Erfolg kann einen schon mal dazu verleiten die Zügel locker und zu häufig fünf gerade sein zu lassen.

Aber mein Kleid hielt mich bei der Stange. Ich hatte mir vorgenommen es jede Woche einmal zu probieren und siehe da, in der dritten Woche – wir waren gerade in New York angekommen – passte es! Damit hatte ich so gar nicht gerechnet, ich bin fast geplatzt vor Stolz :D

Was ich leider nicht gemacht habe, war in NY ein Treffen zu besuchen. Wir waren einfach viel zu beschäftigt die Stadt zu entdecken. Die Zeit war dennoch zu knapp, ein weiterer Besuch ist also schon vorprogrammiert.

WW Produkte in USA – süßer Genuss im Pointslimit

Zum Abschluss unserer 4-wöchigen USA-Tour besuchten wir Orlando in Florida. Dort war die zweite Konferenz meines Süßen, auf der er einen Vortrag hielt wie zuvor in Portland.

Doch zurück zum eigentlichen Thema: Weight Watchers auf Reisen…

Fazit

Ich schicke gleich voraus, es war gar nicht so einfach im Punktebudget zu bleiben. Man braucht neben jeder Menge Geduld mit sich und der Welt vor allem einen stabilen Willen oder man steht die unumgänglichen Hungerphasen einfach nicht durch. Und deshalb rate ich jedem, der eine Reise mit Weight Watchers plant, sich schon im Vorfeld ein Apartment mit Kochmöglichkeit zu suchen. Selbst eine einfache Mikrowelle ist hilfreich. In den USA zum Beispiel gibt es in jedem größeren Supermarkt eine Ecke mit Diät-freundlichen Gefrierprodukten für die Mikrowelle, die so genannten „Steamers“.  Das sind Gemüsezubereitungen fix und fertig mit Soße, die okay schmecken, sättigen und umgerechnet zwischen 2 und 5 Points pro Portion haben.

Ebenfalls punktefreundlich ist gegrillter Fisch oder Gemüse, wobei man je nach Region auf die fettfreie Zubereitung bestehen muss.

Die Arbeiten am neuen World Trade Center nehmen Form an

Am besten weg kommt man mit Sushi, da hilft der Reis satt zu werden oder aber man findet ein Restaurant mit Buffet zum selbst zusammenstellen – in USA gibt es sowas an den meisten Flughäfen oder in den diversen Fast Food Ketten. Vorsicht mit Dressings und Soßen, das sind oft die Punktefallen, an die man gar nicht denkt. Realistischerweise sollte man sich auch darauf vorbereiten, dass es außer Salat vielerorts nichts gibt und selbst da ist Vorsicht geboten. Um den Überblick nicht zu verlieren, habe ich das Dressing grundsätzlich daneben bestellt.

Mir persönlich haben auch die WW Produkte vieles erleichtert. In den Treffen und Weight Watchers Centern kann man sich (auch als Onlineteilnehmer) Chips, Power- und Schokoriegel für wenig Points kaufen, die man neben Obst und Gemüse immer in der Tasche dabei hat. So ist für den Hunger zwischendurch bestens gesorgt. Lecker sind auch fertig zusammengestellte Obstsalate aus dem Kühlregal vom Supermarkt. Und natürlich Smoothies am besten auf Saftbasis statt mit Milch oder Joghurt, die füllen den Magen und schmecken einfach köstlich.

Zum Schluss möchte ich aber auch erwähnen, dass ich nicht immer stark genug war, das Richtige zu tun, geduldig zu sein und den Hunger in Kauf zu nehmen. Wie wir alle wissen, gibt es Situationen, in denen einem alles zu viel wird, man nicht mehr Herr der Lage ist und die Welt sich scheinbar gegen einen stellt. In diesen Situationen sind es dann nicht mal die Verlockungen, die einen dazu treiben auf die Punkte zu blasen, meist ist dann nicht mal was Leckeres in der Nähe. Der reine Instinkt treibt dich zu einem dieser Pizzastände oder du kannst die Finger nicht von den Pommes lassen, die nur wenige Zentimeter neben deinem 100. Salat glänzen und weißt du was? Das ist okay!

Eines der wichtigsten Dinge, das ich während der letzten fünf Monate auf WW gelernt habe, ist, dass ich mir verzeihen darf, dass ein Fehltritt nicht bedeutet, dass ich zu schlecht oder blöde für den Job bin. Fehltritte zeichnen uns als Menschen aus. Sie sollten einfach bloß kein Freifahrtsschein für weitere Fehltritte sein, das ist alles. Nimm es hin, dass du die Pizza gegessen hast und nimm als nächstes eben wieder den Salat oder die Banane, geh eine große Runde spazieren, schau dir die Stadt an, lauf durch den Wald… aber hör nicht auf, an dich zu glauben!

Es ist schön wieder hier zu sein und ich freue mich darauf mehr zu posten. Montag Abend schlägt für mich die Stunde der Wahrheit, da gehe ich zu meinem Treffen und zu meiner lieben Freundin, der nur-mit-Schuhen-Waage. Natürlich werde ich gleich berichten, was sie mir zu erzählen hatte :)