Der Kraftakt sich nicht runterziehen zu lassen

Wer hätte gedacht, dass das Sich-Erfüllen-eines-Traums mit so vielen negativen Gedanken und Gefühlen verbunden ist! Ich war mir immer sicher, außer mir vor Freude zu sein, wenn ich dem Schlanksein einmal nahe kommen sollte. Aber nun weiß ich es besser: Ich kann damit (noch) nicht umgehen!

Dabei erinnere ich mich noch gut an meinen Artikel über die Angst vor Erfolg, in dem ich mir Gedanken über die Gründe einer solchen Angst gemacht habe. Inzwischen sind ein paar Wochen vergangen und Dinge passiert, die einige Punkte verändert haben. Es sind diese:

Selbstzweifel | Bin ich der Rolle als schlanker Mensch überhaupt gewachsen und kann ich sie ausfüllen? Werde ich mein neues Gewicht halten können?

Die Selbstzweifel haben sich inzwischen verschoben. Ich frage mich jetzt eher, ob ich überhaupt solange durchhalte, denn der nächste Punkt nagt stark an meiner Motivation.

Angst vorm Allein-gelassen-werden | Werden mich Freunde, Familie und Bekannte noch mögen, werden sie zu mir stehen oder eher mein neues Aussehen in Frage stellen? Was, wenn sie am Ende sogar neidisch sind?

Diese Angst ist leider in den letzten Wochen sehr aktuell geworden und macht mich wirklich traurig! Auf der positiven Seite gibt es natürlich Freunde, die offen zugeben, dass sie neidisch sind, mich aber beglückwünschen und sich Tipps und Tricks erfragen.

Dann gibt es eine „Zwischengruppe“, das sind die Menschen, die ihren Neid zur Schau tragen ohne dich zu beglückwünschen. Stattdessen fragen sie dich – nur halb im Scherz –, ob man nun „zur Abwechslung“ unter die Magersüchtigen gegangen wäre (!!).

Und schließlich gibt es diejenigen, die die Veränderung einfach ignorieren – sei es nun aus falsch verstandenem Taktgefühl (es kommt ja auch nicht bei jedem gut zu sagen: „Oh wow, du hast aber abgenommen…“) oder aus reiner Bosheit.

Am bedauerlichsten allerdings empfinde ich das plötzliche Abspringen einiger Blog-Abonnenten! Und ich rede nicht von denen, die in Urlaub oder aus anderen Gründen abwesend sind – ich rede von denen, die diesen Artikel sowieso nicht mehr lesen – wahrscheinlich, weil wir nicht mehr die gleichen Probleme haben wie nicht durchhalten und einfach aufgeben. Zum 453. Mal. :(

Ich könnte mir nun einreden, dass mir Menschen, die nicht gut für mich sind, egal seien. Zum großen Teil sind sie das tatsächlich, aber wie es eben so ist, wenn man allein gelassen wird: Man stellt sich dumme Fragen! Fragen, die man vielleicht von sich gar nicht kennt. Fragen, die offenlegen wie wenig Selbstbewusstsein man doch auf Gewichtsebene hat! Bei mir ist das jedenfalls so.

Eine dieser dummen Fragen ist: Verdiene ich es überhaupt mein Wunschgewicht zu erreichen? Kennt ihr das??

Na klar verdiene ich es! Es ist der Lohn dafür, dass ich mein Leben total verändert, Freunde verloren und gewonnen und meine Ernährung umgestellt habe! Dafür dass ich täglich koche, Mahlzeiten plane, Fahrrad fahre, mich bewege, meinen Körper forme, den Mut nicht verliere…

Ich habe es mir so was von verdient mein Wunschgewicht zu erreichen!

So… und jetzt muss ich nur noch daran glauben ;)

In dieser Woche habe ich übrigens wieder 400 Gramm zugelegt. Das ist doppelt schade, denn heute bin ich genau 7 Monate bei Weight Watchers. Nach Plan (Wochendurchschnitt 500 Gramm) müsste ich schon 14 Kilo verloren haben, bin aber erst bei 11 Kilo.

Wenigstens hat sich ein anderer Wunsch erfüllt: Morgen (Donnerstag, 15. September) habe ich Geburtstag. Als ich im Februar anfing, habe ich mir vorgenommen bis dahin unter 65 Kilo zu sein. Immerhin… das Ziel ist erreicht :D

Vital Fatburner – Intensiv mit Bodyshaping von Nina Winkler

Wie von den meisten VITAL Workouts bin ich auch begeistert von VITAL Fatburner – Intensiv mit Bodyshaping von Nina Winkler. Nina Winklers Bewunderung für Billy Blanks ist nicht zu übersehen. Sie kombiniert ihre Lieblingsübungen mit Tae Bo Elementen, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Programm/ Menü

Das Programm ist aufteilbar in Komplett-Workout (68 Minuten) oder 4 Kurzprogramme zwischen 25 und 40 Minuten. Leider werden keine Einzelübungen angeboten, was ich ein bisschen schade finde. Man kann sich aber manuell durchklicken (Kapitel), wenn’s sein muss.

Gesamteindruck

Das Workout an sich ist sehr schweißtreibend, effektiv und nach meiner Meinung nicht für Anfänger geeignet. Es braucht schon eine gewisse Grundfitness, sonst bricht man womöglich nach 20 Minuten zusammen oder glaubt, man sei zu blöde für den Job. Hinzu kommt nämlich, dass viele koordinationsfordernde Übungen nur unzulänglich bis gar nicht erklärt werden, sie werden einfach im gleichen Tempo eingebunden und wenn man sie nicht kennt, hampelt man hilflos vor sich hin und zerrt sich am Ende noch was. Mir ist klar, dass man während des Cardioteils den Puls nicht durch Erklärungen runterbringen will, aber dann sollte es wenigstens ein einführendes (Instructional) Workout geben, das die Übungen vorab erklärt, sodass man auf plötzliche Wechsel besser vorbereitet ist. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich setze mich nicht vorher eine Stunde hin und schaue mir die Übungen in Ruhe an, wie es das DVD-Inlay vorschlägt.

Schwerpunkte

Übungsschwerpunkt sind auf den ersten Blick wie so häufig Beine und Po, der Oberkörper kommt aber bei richtiger Armhaltung auch nicht zu kurz. Ich finde, die Offstimme könnte einen häufiger darauf hinweisen, die Arme richtig anzuspannen, denn nur so erzielt man den gewünschten Effekt.

Anforderungen

Leider gibt es auch beim VITAL Fatburner wie beim VITAL Bikini-Workout einen 13-minütigen, mietshausunfreundlichen Hopseteil, der einen geeigneten Sport-BH voraussetzt. Ich mag diesen Teil ja ziemlich gerne, denn danach schwitzt man tüchtig und hat das Gefühl optimal Kalorien zu verbrennen. Wer sowas gar nicht mag oder aufgrund seiner Wohnsituation nicht machen kann, der sollte lieber auf ein anderes Training ausweichen, z.B. auf Fit for Fun – Fatburner Workout mit Core-Training. Das ist zwar ein bisschen öder vom Ablauf her, aber ebenso effektiv und ohne Sprünge.

Wie bei allen Cardiotrainings sollte man auch auf feste Sportschuhe nicht verzichten, wenn einem die Gelenke lieb sind. Ein guter Schuh kann Knieverletzungen vorbeugen, davon kann ich ein Lied singen.

Musik

Die Musik ist zum großen Teil die gleiche wie bei den anderen VITAL- oder auch Fit For Fun-DVDs, was mich ein bisschen enttäuscht. Dann wiederum gefällt sie mir in ihrer Art sowieso nicht, vielleicht kann ich dazu also gar nichts sagen. Wenigstens bleibt sie bis auf ein Stück (mit ohrenbetäubendem Quietschegesang) erträglich und ist nicht zu laut.

Sonstiges

Es gibt eine Sache, die ich an dieser DVD wirklich GAR NICHT mag und die ich nicht unerwähnt lassen kann: Das Fitness-Denglisch überschreitet für mich deutlich die Grenze des Erträglichen! Ich mache viele englische Workouts und kenne die Ausdrücke, viele davon lassen sich sicherlich auch gar nicht übersetzen, aber dann sollte man konsequent bei einem Ausdruck bleiben und nicht gleich das ganze Repertoire aufbieten! So ein Fitnessprogramm ist ja kein Thesaurus! Auch albern finde ich einen absolut deutschen Ausdruck wie „Seilspringen“ nicht zu verwenden und dafür „Rope Skipping“ zu sagen… also mir fallen da jedes Mal alle Zähne aus und ich komme total aus dem Takt.

Fazit

Trotz der Kontrapunkte gehört VITAL Fatburner – Intensiv mit Bodyshaping von Nina Winkler zu meinen Favoriten. Ich mache es wenigstens 2 mal in der Woche und kann es für Fortgeschrittene wirklich empfehlen!

Meilensteinspektakel

Abnahme verbildlicht

Noch nie in meinem Gewichtsleben war der Weg vor mir kürzer als der hinter mir. Ich stand immer „am Anfang einer Diät“, voller guter Vorsätze, schon bald mit einer Stinkwut, allgegenwärtigem Hunger folgte Verzweiflung und schließlich Frust.

Und jetzt bin ich hier. Schon etwas über die Hälfte meines Wegs liegt hinter mir und ich glaube nicht, was ich sehe: Meine Lieblingsjeans (30/32), in die ich immer mal wieder hineinpassen wollte, ist mir schon zu groß. Tatsächlich kann ich – zum Vergnügen meines Süßen – bis auf 2 Hosen alle an- und ausziehen ohne Knöpfe oder Reißverschluss zu öffnen. Die Auswahl an Outfits schrumpft täglich, ich brauche Gürtel (alternativ Hosenträger – LOL), mindestens eine neue Jacke sowie eine Idee, wohin es mit mir gehen soll. Ich weiß, dass ich auf jeden Fall noch 5 Kilo schaffen möchte, da sich meine Körpermitte aber immer noch beträchtlich wölbt, könnten es auch noch 8 werden – kommt drauf an, wie es sich anfühlt schlank zu sein.

Schlank… bisher war schlank immer etwas, das ich nicht bin. Hoffentlich bringt mich die Tatsache kurz davor zu sein nicht wieder so aus dem Häuschen, dass ich zunehme vor lauter Angst vorm Erfolg.

Um nicht rückfällig zu werden, habe ich letztes Wochenende angefangen meine Schnitte und Lieblingskleider zu verändern. Viele davon will ich nämlich weder zum Flohmarkt noch zur Humanatonne vor unserer Tür bringen. Außerdem glaube ich, dass solche bildhaften Aktionen dabei helfen können zu realisieren, was man geschafft hat, indem man Zentimeter um Zentimeter aus den Dingen heraustrennt, die einen unmittelbar umgeben. Das mag etwas zu esoterisch klingen, mir hilft es aber weiter an mich zu glauben und die augenfälligen Schattenseiten so gut es geht zu ignorieren.

Welche Schattenseiten? Nun, Bekannte, die zickig reagieren, „weil man schon wieder so viel abgenommen hat“, schlanke „Freundinnen“, die so tun, als sei nichts geschehen, Mitstreiterinnen im wöchentlichen Treffen, die grundlos Angriffe gegen dich schießen, weil du schon wieder erfolgreich warst, Tuscheleien hinter deinem Rücken, taxierende Blicke und nicht selten unverhohlener Neid. Das alles macht mir sehr zu schaffen. Ich bin es doch selber nicht gewohnt erfolgreich zu sein, sehe aber auch keinen Sinn darin, mich dafür zu schämen oder mich gar auf den Rückweg zu machen. Nix da! Diese Woche will ich mindestens 500 Gramm schaffen, denn der nächste Meilenstein ist schon in Sicht:

Vierter Stern, ich komme!

Weight Watchers Frozen Vanilla Yoghurt mit heißen Erdbeeren

Noch immer schulde ich Euch einen Geschmackstest von meiner Weight-Watchers-freundliches-Eis-selber-gemacht-Aktion vor ein paar Wochen, nämlich den meines Frozen Vanilla Yoghurt, den ich mit heißen Erdbeeren (TK) genossen habe … hmmm…Glücklichsein leicht gemacht!

Tipp: Schmeckt auch solo oder mit Himbeeren, Blaubeeren, Mango, Banane, Melone… ausprobieren lohnt sich!

Und so wird’s gemacht: 

Für 2 üppige Portionen einen großen Becher (500 gr) guten Naturjoghurt bis 1,8% (z.B. Weihenstephan 0,1%, den 1,5% von Aldi oder den Landliebe Magermilchjoghurt 1,5%) in eine Schüssel geben, 1 Päckchen Splenda (alternativ: Süßstoff, Honig oder Vanillezucker – Extrapoints beachten!) sowie 2 TL Pickerd Dekor Vanila-Pulver (alternativ: 1 gemahlene Vanilleschote oder übliches Vanillearoma aus dem Backregal) mit dem Mixer durchrühren, in ein TK-Gefäß geben und einfrieren.

Ein cremiges Ergebnis erzielt man, indem man die Masse bis zu 4 Mal alle 60 oder 90 Minuten gut durchmixt.

Frozen Yoghurt 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Eisschrank nehmen, Erdbeeren ggf. aufkochen (frisches Obst schmeckt natürlich auch kalt dazu), ggf. mit 1 TL Honig, Zucker (Points!), etwas Süßstoff oder Splenda versüßen, noch mal kurz durchrühren und schmecken lassen.

Der Joghurt wie ich ihn mache (ganz ohne Zucker oder Honig) hat pro Portion (250 gr) 3,5 Points. Wenn’s einmal mehr sein darf, beide Portionen zusammen für 5 Sattmacherpoints verdrücken. Macht *SO* glücklich!

Wichtig: Qualität und Geschmack des Joghurts sind ausschlaggebend für den späteren Genuss. Nimm bloß kein X-beliebiges Produkt, viele fettreduzierte Joghurts sind nämlich bitter, viel zu sauer und kratzen im Hals. Es lohnt sich tatsächlich einige Sorten durchzuprobieren, bevor man sich die Arbeit macht daraus Eis herzustellen!