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Im gestrigen Treffen (ich habe wieder 800 Gramm weniger… happy!) ging es um die Frage, was jeden Einzelnen persönlich motiviert abzunehmen. Die einen wollen gesünder und beweglicher sein, nicht mehr so schwer atmen nach dem Treppengang, die anderen wollen hübscher aussehen, kleinere Klamotten tragen, sich an ihren Exen rächen… der Motive gibt es gar viele.

Ich zum Beispiel möchte mich wieder wohl in meiner Haut fühlen, mir selbst gefallen und mich so kleiden, wie es mir gefällt. Das mag oberflächlich klingen – von mir aus – aber ich habe schon vor Zeiten festgestellt, dass ich den größten Teil meines Selbstbewusstseins aus meinem täglichen Aussehen schöpfe. Dabei kann ich noch nicht mal sagen, dass es mich interessiert wie ich auf andere wirke, ich muss mir nur selbst gefallen. Und diese eigenen Ansprüche sind für mich leider am Schwierigsten zu erfüllen. Hinzu kommt, dass ich schon seit meiner Teenagerzeit auf die Perfektion der Sixties stehe: Schmale Kleider, blasses Make-Up, klasse Frisur… ich bin ein echter Vintage-Fan, Hippielook hat da null Chancen. Nun schaff das mal mit 70 Kilo bei 1,62 m… wisster!??

Worauf ich aber hinaus will ist etwas, das ein erfolgreicher WW-Treffen-Teilnehmer gestern geäußert hat: Der Mann hat bisher 13 Kilo verloren und ist von seinem anfänglich angesetzten Wunschgewicht nur noch 1-2 Kilo entfernt. Er sagte, dass er eventuell sein Ziel noch etwas nach unten korrigieren müsse, denn Abnehmen mache ihm Spaß und in der Rolle als „Aktiver“ fühle er sich stark und gut. Sein Wunschgewicht erreicht zu haben käme ihm eigentlich gar nicht so gelegen, denn die Zeit danach, die mache ihm irgendwie Bange. Er formulierte seine Worte dabei absichtlich ein wenig überspitzt. Der Mann hat keinen Dachschaden oder so, natürlich freut er sich darauf sein Wunschgewicht zu erreichen, er wollte nur einen Gedanken ausformulieren – und traf damit bei mir voll ins Schwarze!

Ich habe vielleicht gar nicht so große Angst vor Erfolg, ich habe vor allem Angst vor dem Leben danach! Was mich bisher am meisten motiviert hat, war so weit von meinem Ziel entfernt zu sein, Hindernisse (wie meinen USA-Urlaub) zu überwinden, mir zu beweisen, dass ich es trotz allem schaffen kann. Nun, da ich dem Ende der Reise so nah gekommen bin, geht mir die Klammer! Ich suche nach Entschuldigungen, Ausreden… eben nach Gründen wieso ich gerade jetzt so kurz vorm Ziel nicht den Endspurt einlege.

Und ich bin sicherlich nicht die Einzige. Schaut Euch mal die vielen Blogs an, die ins Leben gerufen werden als Unterstützung zur gerade begonnenen Diät… die meisten von ihnen werden geführt bis zu dem Punkt, an dem es nicht weitergeht oder der Blog scheinbar vergessen wird. Meiner Meinung nach bezeichnet dieser Punkt kein Versagen oder gar die Aufgabe des Wunsches schlanker zu werden, dieser Punkt bezeichnet vielleicht das unbewusste Realisieren der Angst vor dem Leben danach!

Die von Euch, die selbst noch auf dem Weg sind, bitte stellt Euch mal folgende Frage: Was ist die Alternative zu eurem Wunsch abzunehmen? Was tut ihr, wenn ihr es geschafft habt? Wofür (Vorsicht Übertreibung) lebt ihr dann? Womit entschuldigt ihr fehlende Motivation, fehlendes Selbstbewusstsein, die Unlust gut auszusehen… ja, ich gehe sogar soweit zu fragen: Wie kommt ihr dann damit klar, dass ihr nicht endlich das tut, was ihr schon immer wolltet?

Ich meine, ich bin jetzt nicht der Vollloser in Life, aber es gibt durchaus Dinge, die ich vor mir herschiebe, weil ich der Meinung bin noch nicht bereit dafür zu sein, noch nicht schlank genug zu sein, noch nicht fit genug, noch nicht… und so weiter und so fort…

Meiner Meinung nach sollte die Frage also nicht lauten: Was motiviert dich abzunehmen? Die Frage muss lauten: Was motiviert dich mit deinem Wunschgewicht zu leben?

Weißt Du’s?

Benutzt gerne die Kommentarbox, um Euch mit mir auszutauschen, ich bin sehr gespannt!

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Lies dazu auch den Weight Watchers Artikel „Meine Bedürfnisse“ zum Thema „Was motiviert mich zum Abnehmen?“

Ein Blog, der sich v.a. mit dem Leben danach beschäftigt: Fit to the Finish – beyond weight loss and into life

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