Schnelles Update aus dem Lala-Land

Berg voll Arbeit

Leider schaffe ich es im Moment kaum, mich auf das Schreiben eines Artikels zu konzentrieren. Derzeit aktualisiere ich nämlich all meine Online-Profile, die ich in den letzten Monaten sträflichst vernachlässigt habe (sollte man als Selbständige ja besser nicht tun…) und da ergeben sich wirklich überall Baustellen… hmp!

Hinzu kam, dass ich dieses Mal ungewöhnlich heftigen, zyklusbedingten Stimmungsschwankungen ausgesetzt war, weshalb ich die letzte Woche WW in den Sand gesetzt habe. Jedenfalls dachte ich das. Ich habe nämlich trotzdem ein bisschen abgenommen: 200 gr. Hoffentlich sind die von Dauer!

Und wisst ihr was? Ich habe schon wieder diese „Angst“. Ich hatte ja schon mehrfach darüber geschrieben, z.B. im Artikel Die Angstschwelle oder Briefing fürs Gehirn. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, wie das aussieht, wenn auf meiner Waage die Zahl 60 zuerst vorne steht (zumindest, wenn ich drauf stehe) und schon gar nicht 59! Klingt bescheuert, oder? Aber wie das eben so ist… manche Dinge lassen sich einfach nicht erklären, man weiß nur, sie sind da und essen deine ganze Kraft von innen auf, v.a. wenn es da noch andere Problemherde gibt, die sich jetzt so schnell nicht lösen lassen. Alles, was man tun kann ist dann am Ball bleiben. Das sollte doch zu schaffen sein! Auf zur 60! Menno!

Habt eine schöne Woche,Jesse

P.S. Ich kümmere mich um die auf Facebook versprochenen Rezepte, ganz bestimmt! Ich kriege das hin ;D

Mal wieder zu Besuch im Lalaland…

Kennt ihr das? Ihr sitzt da mit einem Erfolg, solltet stolz auf euch sein, doch stattdessen drängt es euch die neu gewonnene positive Energie gleich weiter verbraten? Mir geht das immer so!

Immer, wenn ich im Alltag etwas erreiche, von dem ich dachte, es sei unmöglich, neige ich dazu den Fokus zu verlieren – egal, ob es sich nun um Arbeit, Sport, Diät oder den Blog handelt. Vielleicht liegt das daran, dass man sich plötzlich so leer fühlt, wenn man am Ziel angekommen ist. So wie nach Schule oder Studium: Abschluss in der Tasche – handlungsunfähig im Kopf.

Sicher, ich habe auch schon von Leuten gehört, die sich dann sofort aufs nächste Ziel stürzen und weitermachen. Ich dagegen schlage oft einen komplett anderen Weg ein, nur um nicht auf dem gleichen zu versagen. Dadurch störe ich meinen natürlichen Rhythmus so sehr, dass es mir jeden Tag schwerer fällt, meine Routine wieder aufzunehmen und einfach weiter das zu tun, was mich froh macht.

Froh macht mich z.B. meine Arbeit, die täglichen Workouts, das schlanke Kochen und die damit verbundene neue Welt der Genüsse (wer noch nicht so lange bei mir liest, ich habe früher so gut wie nie gekocht) und ja, die WW Erfolge, die ich hier auf dem Blog mit euch und im Treffen mit meinen Mitstreitern teilen kann.

Mitten in der Umgestaltung meines Arbeitszimmers…

Doch was mache ich? Ich bilde mir ein, ich muss meinen Arbeitsraum umgestalten (an sich eine wirklich lobenswerte Idee) inmitten von Aufträgen, die sich im Laufe der letzten Wochen bedrohlich aufgestaut haben und noch dieses Jahr erledigt werden müssen, die ich wiederum angenommen habe im Wissen um den Berg Arbeit an meinem Geschäftsbild, das ich schon im Sommer dringend überarbeiten wollte, zusammen mit dem Wunsch nach dem nächsten Ziel, nämlich unter 62 Kilo fallen, aber Weihnachtsgeschenke muss ich ja auch noch besorgen und dann ist da das tolle Kleid, das ich mir nähen möchte und wer beantwortet eigentlich all die Mails… wie? Die Steuer muss schon wieder gemacht werden und… ach ja, da hatte ich doch noch den Blog….

Und dann? Bei all dem Chaos verliere ich den Blick fürs Wesentliche, bin den Auftraggebern böse, finde die Treffen nervig (und gehe nicht mehr hin), vernachlässige den Sport, weil mir vom Umräumen und Malern alles wehtut, verfalle in alte Gewohnheiten und esse den ganzen Tag Brot (hab doch zum Kochen keene Zeit, Mensch!), rede mir ein, dass den Blog eh keiner liest (Verzeihung, liebe Leser!) und überlege schon, wie ich das Wohnzimmer neu einrichten könnte – und das alles nur, um mich nicht einfach mal selbst zu loben:

Hey Jesse, haste super gemacht! 12,4 Kilo, Mensch, das ist dufte! Hätte ich dir gar nicht zugetraut! Die letzten paar Pfunde schaffen wir jetzt auch noch!

Puh! Sieh an, ich habe mich öffentlich selbst gelobt! Und wisster was? Eigenlob stinkt gar nicht, Eigenlob ist gut für die Seele, denn wenn ich mich selbst nicht gut finde, wieso sollen es die anderen tun?

Habt nen schönen Abend!

Der Kraftakt sich nicht runterziehen zu lassen

Wer hätte gedacht, dass das Sich-Erfüllen-eines-Traums mit so vielen negativen Gedanken und Gefühlen verbunden ist! Ich war mir immer sicher, außer mir vor Freude zu sein, wenn ich dem Schlanksein einmal nahe kommen sollte. Aber nun weiß ich es besser: Ich kann damit (noch) nicht umgehen!

Dabei erinnere ich mich noch gut an meinen Artikel über die Angst vor Erfolg, in dem ich mir Gedanken über die Gründe einer solchen Angst gemacht habe. Inzwischen sind ein paar Wochen vergangen und Dinge passiert, die einige Punkte verändert haben. Es sind diese:

Selbstzweifel | Bin ich der Rolle als schlanker Mensch überhaupt gewachsen und kann ich sie ausfüllen? Werde ich mein neues Gewicht halten können?

Die Selbstzweifel haben sich inzwischen verschoben. Ich frage mich jetzt eher, ob ich überhaupt solange durchhalte, denn der nächste Punkt nagt stark an meiner Motivation.

Angst vorm Allein-gelassen-werden | Werden mich Freunde, Familie und Bekannte noch mögen, werden sie zu mir stehen oder eher mein neues Aussehen in Frage stellen? Was, wenn sie am Ende sogar neidisch sind?

Diese Angst ist leider in den letzten Wochen sehr aktuell geworden und macht mich wirklich traurig! Auf der positiven Seite gibt es natürlich Freunde, die offen zugeben, dass sie neidisch sind, mich aber beglückwünschen und sich Tipps und Tricks erfragen.

Dann gibt es eine „Zwischengruppe“, das sind die Menschen, die ihren Neid zur Schau tragen ohne dich zu beglückwünschen. Stattdessen fragen sie dich – nur halb im Scherz –, ob man nun „zur Abwechslung“ unter die Magersüchtigen gegangen wäre (!!).

Und schließlich gibt es diejenigen, die die Veränderung einfach ignorieren – sei es nun aus falsch verstandenem Taktgefühl (es kommt ja auch nicht bei jedem gut zu sagen: „Oh wow, du hast aber abgenommen…“) oder aus reiner Bosheit.

Am bedauerlichsten allerdings empfinde ich das plötzliche Abspringen einiger Blog-Abonnenten! Und ich rede nicht von denen, die in Urlaub oder aus anderen Gründen abwesend sind – ich rede von denen, die diesen Artikel sowieso nicht mehr lesen – wahrscheinlich, weil wir nicht mehr die gleichen Probleme haben wie nicht durchhalten und einfach aufgeben. Zum 453. Mal. :(

Ich könnte mir nun einreden, dass mir Menschen, die nicht gut für mich sind, egal seien. Zum großen Teil sind sie das tatsächlich, aber wie es eben so ist, wenn man allein gelassen wird: Man stellt sich dumme Fragen! Fragen, die man vielleicht von sich gar nicht kennt. Fragen, die offenlegen wie wenig Selbstbewusstsein man doch auf Gewichtsebene hat! Bei mir ist das jedenfalls so.

Eine dieser dummen Fragen ist: Verdiene ich es überhaupt mein Wunschgewicht zu erreichen? Kennt ihr das??

Na klar verdiene ich es! Es ist der Lohn dafür, dass ich mein Leben total verändert, Freunde verloren und gewonnen und meine Ernährung umgestellt habe! Dafür dass ich täglich koche, Mahlzeiten plane, Fahrrad fahre, mich bewege, meinen Körper forme, den Mut nicht verliere…

Ich habe es mir so was von verdient mein Wunschgewicht zu erreichen!

So… und jetzt muss ich nur noch daran glauben ;)

In dieser Woche habe ich übrigens wieder 400 Gramm zugelegt. Das ist doppelt schade, denn heute bin ich genau 7 Monate bei Weight Watchers. Nach Plan (Wochendurchschnitt 500 Gramm) müsste ich schon 14 Kilo verloren haben, bin aber erst bei 11 Kilo.

Wenigstens hat sich ein anderer Wunsch erfüllt: Morgen (Donnerstag, 15. September) habe ich Geburtstag. Als ich im Februar anfing, habe ich mir vorgenommen bis dahin unter 65 Kilo zu sein. Immerhin… das Ziel ist erreicht :D

Motivation ist alles: Briefing fürs Gehirn

Diese 3 Röcke waren einmal viel zu eng… jetzt halten sie nicht mehr oben. Sie fallen mir einfach von den Hüften!

Der Rückgang an Postings spricht für sich… im Moment klappt es bei mir nicht so gut (schon wieder 300 gr zugenommen) und wie viele von Euch ja wissen, ich bin nicht so der Rückschlägeposter – aber wer outet sich schon gerne als Stimmungskiller!? Deshalb hab ich mir gedacht, ich nehme die ganze gestaute Negativenergie und puste sie in etwas Positives: Motivation!

Und so habe ich ganz im Jungfrau-Element meinen bisherigen Weg analysiert und mein z.Z. rebellierendes Gehirn auseinandergenommen, um es zu verstehen und neu zu ordnen. Dabei ist mir aufgefallen, was eigentlich mein Problem ist: Ich habe Angst vor Erfolg! 

Die ersten 5 Hosen, die mir schon wieder zu groß sind, nachdem sie nur 3 Wochen gepasst haben…

Zu den Gründen für Angst vorm Erfolg gehören z.B. Selbstzweifel | Bin ich der Rolle als schlanker Mensch überhaupt gewachsen und kann ich sie ausfüllen? Werde ich mein neues Gewicht halten können?; Angst vorm Allein-gelassen-werden | Werden mich Freunde, Familie und Bekannte noch mögen, werden sie zu mir stehen oder eher mein neues Aussehen in Frage stellen? Was, wenn sie am Ende sogar neidisch sind?; Angst vor Veränderung | Was ist, wenn ich es geschafft habe und trotzdem nicht zufrieden bin?; Alte Denkmuster oder Glaubenssätze | „Unsere Familie ist nun mal klein und dick. Waren wir schon immer und du machst da keinen Unterschied.“; „Um schlank auszusehen muss man groß sein, also stimmt ja schon deine Grundvoraussetzung nicht.“; „Dein Gewicht ist für dein Alter doch völlig okay.“ u.ä.

Einerseits macht es mich mich stolz aus wie vielen Kleidern ich seit Februar herausgewachsen bin, aber andererseits schmerzt mich ihr Verlust… viele davon gehörten zu meinen Lieblingssachen…

Studiert man ein wenig das Internet oder Bücher zum Thema, dann findet man jede Menge Seiten, die ganz genau die eigenen Verhaltensmuster beschreiben. Da ist z.B. die Rede von der Vermeidungstaktik | Jemand, der Angst vorm Erfolg hat, vermeidet, unterlässt oder schiebt auf, was für sein Ziel das Beste wäre. In meinem Fall: Ich trage meine Speisen nicht mehr in den Programmmanager ein, ebensowenig meine Aktivität. Das hab ich doch jetzt alles im Kopf, ist meine Antwort, wenn man mich mal fragen sollte; Ausreden | Apropos Aktivität… letzte Woche habe ich es anfangs etwas übertrieben und die anschließenden Kopf- und Gliederschmerzen dazu genutzt dann gleich gar nicht mehr zu trainieren. Der Berliner Regen kam gerade recht als Ausrede auch kein Fahrrad mehr zu fahren… guter Plan, oder!?; Sich Probleme einreden | Ich glaube, mein beliebtestes Problem im Moment ist der Inhalt meines Kleiderschranks. Denn der quillt langsam über von Klamotten, die mir zu groß sind oder gerade werden. Da höre ich mich wie folgt „problematisieren“: Oh Mann, jetzt nehme ich schon ab und sehe trotzdem total sch… aus, weil ich nichts habe, was mir richtig passt! Die Sachen hier sind doch alle schon uralt, so kann ich doch nicht auf die Straße gehen! Woher soll ich denn bitte die Kohle nehmen, mich neu einzukleiden, wenn das so weiter geht? Und noch viel schlimmer: Es gibt da draußen überhaupt nichts, das mir gefällt, ich finde die momentane Mode echt spuckig …und so weiter und so fort…

Ich könnte diese Listen noch bis in alle Ewigkeit ausweiten, aber es geht mir ja um Lösungen, nicht um Probleme und deshalb hier mein

Selbst gebastelter Motivationsplan

Meine neueste Workout-DVD von und mit Johanna Fellner: Fit for Fun, Fatburner mit Core-Training – echt gut!

Workoutroutine aufrecht erhalten | Das schaffte ich bisher am besten durch Abwechslung, also habe ich mir 3 neue DVDs bestellt: Billy Blanks – Billy’s Favourite Moves [UK Import]; Fit for Fun – Fatburner Workout mit Core-Training; VITAL Fatburner – Intensiv mit Bodyshaping Bisher ist erst eine eingetroffen, nämlich Fit for Fun – Fatburner Workout mit Core-Training von und mit Johanna Fellner, deren Körper ich so sehr bewundere. Ich werde in den kommenden Tagen noch mal genauer darauf eingehen, nur soviel schon mal vorweg: Es ist anstrengend, es ist schweißtreibend, es dauert 67 Minuten und ich liebe es!

Freunde, Bekannte oder eine Bezugsgruppe zu verlieren muss nicht unbedingt schlimm sein| Sollte sich der ein oder andere aus meinem Bekanntenkreis tatsächlich von mir abwenden, dann bin ich froh, dass sich die Spreu vom Weizen trennt! Was übrig bleibt ist wohl das Wertvollste, das ich finden kann, oder!? Den Rest kann ich getrost in die Tonne treten, weil ich z.B. nicht mehr das gleiche Problem habe; nicht mehr die mit dem Problem bin; nicht mehr so zurückhaltend bin und vielleicht dadurch sogar selber leuchte o.ä.

…auch wenn ein Teil meiner Familie dazu gehört | Ich war sowieso schon immer das schwarze Schaf und bald gibt es sogar einen Grund dafür ;)

Problemen begegnen, sie hinterfragen und positiv nutzen | Anstatt darüber zu jammern wie viele Hosen, Röcke und Kleider schon nicht mehr passen, freue ich mich lieber über den Platz in meinem Schrank! Und weil es sicher jedem in meiner WW Gruppe so geht, werde ich demnächst einen WW-Teilnehmerflohmarkt anregen. So wird man die teilweise noch neuen Klamotten los ohne sie wegwerfen zu müssen und bekommt gleichzeitig noch etwas Geld für neue Kleider und Stoffe zurück.

Wär doch gelacht, wenn ich das letzte Stückchen nicht auch noch schaffe!

Und versprochen, ich erzähle Euch auch noch, wie mein Eis geschmeckt hat ;)


Wer mehr über das Thema Angst vor Erfolg lesen möchte, sollte es mal hier versuchen: Hast Du Angst vor Erfolg auf Positiv denken.orgMethatesiophobie – Die Angst vor dem Erfolg; Die Angst vor dem Erfolg von Heike Thormann