Die Hälfte ist geschafft!

3wrc

Na? Wie geht es euch da draußen? Trinkt ihr euer Wasser, geht eure Runden, zählt Punkte oder Kalorien? Ich hoffe es doch!

Bei mir läuft es gut. Ich bin dabei, meine zweite Flasche Wasser zu leeren und hatte gerade ein spätes Mittagessen: Gemüseomelette mit Zucchini, Karotten, Pilzen und Kapern mit etwas Parmesan darüber. Für das Abendessen muss ich mir noch was einfallen lassen (Pasta!? LOL!), denn heute ist doch mein Big Day und ich habe mal gerade 10 Punkte verbraucht. Allerdings gehen wir heute aus und da werde ich mir den Luxus von Sekt gönnen, da ist das Konto schnell in den roten Zahlen ;)

Auch die Bewegung macht Spaß. Diese Woche kam ich mir beim Laufen zwar wie eine Schnecke vor, aber immerhin halte ich den Trainingsplan durch (morgen gibt es noch einen 50 Minuten-Lauf, auf den ich mich richtiggehend freue).

Daneben versuche ich mir zusätzlichen Auslauf zu verschaffen, indem ich absichtlich so einkaufe, dass ich täglich noch mal los muss, wenn ich was zu essen haben möchte. Das allerdings ist eine zweischneidige Sache, denn wenn ich viel zu tun habe, schiebe ich den Gang solange auf, bis der Hunger mich zum Handeln zwingt. Bisher ist es noch gut gegangen, ich habe nicht das erstbeste Essbare in mich hineingestopft, was mir über den Weg lief, aber das wird kommen, wenn ich nicht besser plane. Nächste Woche versuche ich deshalb am Tag zuvor für den bevorstehenden einzukaufen.

Was mir HÖLLE schwer fällt, ist mich nicht zu wiegen! Wer hätte gedacht, dass diese popelige Aufgabe so viel Kraftaufwand bedeutet? Ich bin richtig süchtig nach dem Ding, rede mir ein, ich nehme zu, wenn ich nicht kontrolliere und und und…, das finde ich ja voll albern und darum werde ich das jetzt so beibehalten. Es wird sich nur montags gewogen und basta. Menno!

Und ihr so? Womit habt ihr am meisten zu kämpfen? Was habt ihr am Alltag verändert, wo seid ihr richtig gut? Na los, füttert mich mit Berichten, sie sind nämlich punktefrei! Und davon haben wir alle etwas!

Mehr zur 3-Wochen-Reset-Challenge

Die Angstschwelle

wie nun?Im letzten Jahr habe ich zwar wenig gebloggt, dafür viel nachgedacht. An und für sich ist es mir nicht schwer gefallen meine 63,* zu halten, Probleme hat es nur gemacht, sobald ich (halbherzig, das gebe ich zu) versucht habe, drunter zu kommen. Ich hatte für sage und schreibe zwei Tage sogar die 61 vorm Komma! Weiter ging es aber nicht. Warum?

Habe ich mein Wohlfühlgewicht erreicht?

Ich glaube nicht! Es sei denn, Wohlfühlgewicht hat etwas mit Angst zu tun. Mit der Angst vor dem Neuen! Angst vor der unbekannten Person, die unter 63 Kilo auf mich wartet!

Ich hatte mich damit ja schon früher auseinandergesetzt, nämlich in den Artikeln Angst vorm Erfolg und Ich, bin ich das wirklich, der Antwort jedoch offenbar nicht näher gekommen. Den Ausgangspunkt meines Problems konnte ich aber schon mal einkreisen. Das war, als ich mit WW anfing und eigentlich nur eine Marke im Kopf hatte: 65 Kilo – auch wenn mein Wunschgewicht 59 Kilo lautete. Ehrlich gesagt, habe ich nie auch nur für eine Minute geglaubt, dass ich jemals unter 60 fallen werde. NEVER EVER! Und DAS ist das Problem!

Was trauen wir uns eigentlich zu?

Habt ihr darüber mal nachgedacht? Was glaubt ihr, könnt ihr erreichen? Ich frage nicht, was ihr erreichen möchtet, das steht nicht zur Debatte, ich möchte wissen, woran ihr ehrlich glaubt. Welches Gewicht gibt euch genug Sicherheit unter Leute zu gehen ohne ständig an euren Kleidern zu zupfen oder nach dem nächsten Spiegelbild Ausschau zu halten? Welches Gewicht erlaubt es euch auf Fotos einfach nur zu lächeln, anstatt innerlich verkrampft eine fröhlich wirken sollende Grimasse zur Schau zu tragen? Welches Gewicht kommt dem Kern dessen, wer ihr sein möchtet, am nächsten?

Bei mir, so viel konnte ich immerhin feststellen, ist das alles zwischen 62,8 kg und 63,7 kg! Im unteren Bereich mehr, im oberen weniger. Und ich meine jetzt nicht nur die Zahlen, ich meine wirklich das seelische und körperliche Gefühl, das ich innerhalb dieser Spanne aufrecht erhalten kann.

Wir mögen, was wir kennen

Innerhalb dieser Grenzen passen alle Klamotten, die mir in meinem Kleiderschrank gefallen; habe ich wenig Bauch und v.a. keinen Rettungsring überm Bündchen; fällt es mir leicht für Fotos zu posieren und – last but not least – so kenne ich mich! Das ist die kleine, dicke Jesse, die mit ihrem losen Mundwerk zwar aneckt, der man aber verzeihen kann, weil sie doch eigentlich ganz putzig ist – so klein und rund. Aber will ich tatsächlich diese Jesse sein?

Wer will ich sein?

Nun, irgendwelchen Idealen nachzuhängen ist nicht mein Ding. Ich muss nicht dringend 56 Kilo wiegen, weil XY so viel wiegt und klasse aussieht. XY ist ein Abziehbild, das durch 5 Ebenen Photoshop zu dem gemacht wird, was wir sehen (ich weiß es, ich kann das auch! Photoshop-pen meine ich). Ich bin einer der Menschen,  die einem im wahren Leben begegnen und weiß, dass es außer mir selbst keinen gibt, der mir auch dann noch helfen kann, wenn mein Jammern unerträglich wird. Das kann nur ich und darum lautet meine Antwort auf obige Frage Wer will ich sein?, ganz einfach: Ich möchte diejenige sein, die entscheidet, wann es gut ist.

Und Du?Ich höre Stimmen

Um so eine Sicherheit zu erreichen, müssen wir aber aufhören, uns Sachen einzureden oder gar einreden zu lassen. Nicht von den Medien, sondern von unserem Umfeld. Es mag sein, dass es stimmt und …wir für unser Alter gut aussehen, oder … ja noch nie gertenschlank waren, oder …doch schon so viel geschafft haben, oder …langsam richtig krank aussehen, oder eine unserer Bekannten gerne mit uns teilen würde, …wenn wir „das bisschen“ tatsächlich als so großes Problem ansehen und so weiter und so fort.

Es ist völlig egal, was andere denken oder mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Wir müssen nicht aus falsch verstandener Freundschaft (o.ä.) unser Hirn mit solchen Gedanken füttern! Denn solche Sprüche sind die Punkte, die wir gar nicht zählen können! Die belasten uns! Es sind solche Worte und Gedanken, die wir aus unserem Plan streichen, auf die wir verzichten müssen! Weil sie sonst ganz offensichtlich dafür Sorge tragen, dass wir von einem bestimmten Plateau einfach nicht mehr runter kommen!

Knack die Klebemarke!

Ich jedenfalls bin fest entschlossen, mir die Unbekannte endlich einmal anzuschauen. Vielleicht ist die U60-Jesse ja eine ganz coole Socke, was meint ihr? Vielleicht tickt die total sauber, ist am Ende genau wie ich und kauft und näht sich einfach neue Klamotten, die sie mag? *

Habt ihr auch so eine Klebemarke? Wo sitzt euer persönlicher Teufel? Wovor habt ihr Angst?

Ich wünsch euch was,
Jesse (extrem rund und putzig ;))


* Mein Kleiderschrank, der ist  auch noch so ein Punkteherd! Die schönen Sachen! Ein paar davon kann man vielleicht noch anpassen, aber die meisten werden wohl in die Tonne auf der gegenüberliegenden Straßenseite wandern. Das macht mir ehrlich zu schaffen, denn einige dieser Klamotten besitze ich schon seit Jahren und ich war so glücklich endlich wieder hinein zu passen!

Egal, das Leben geht weiter! Ich gebe der U60-Jesse jedenfalls ihre wohlverdiente Chance!

Es wird (mal wieder) Zeit!

Los geht’s!

Erst einmal: Frohes Neues, alle zusammen! 

Normalerweise fangen solche Posts ja mit Entschuldigungen an und Erklärungen, weshalb man sich ewig nicht gemeldet hat, aber das werde ich Euch ersparen, denn das will niemand wissen, oder?

Genau! Ich fange einfach wieder von vorne an und tue, als sei keine Zeit verstrichen. So mache ich das! Und zack!

Resümee 2012

(Wie lustig falsch Résumé in neuer Rechtschreibung aussieht, oder? Resümee… hmmp!)

In 2012 habe ich abnehmtechnisch ja mal gerade GAR NICHTS erreicht! Wie viele von Euch wissen, habe ich in 2011 insgesamt 12,2 Kilo verloren, mit anderen Worten bin ich, 1,62 m groß, von stolzen 75,9 kg auf erträgliche 63,7 kg gefallen und bin nach vielen Hin und her im Juli 2012 Weight Watchers Goldmitglied geworden.

Mein Gewicht ist mit 65 Kilo eingetragen, was aber lediglich heißt, ich kann bis zu 67 Kilo schwer werden und trotzdem umsonst WW Treffen besuchen.

Eigentlich wollte ich ja noch weitere 8 Kilo abnehmen, habe es aber nie geschafft mehr als drei Tage am Stück unter 63 Kilo zu sein. Und soll ich Euch mal was verraten? Es hat mich nicht im geringsten interessiert! Mir ging es gut, ich pass(t)e locker in Größe 38 – so…

WHAT THE FUCK?

…habe ich gedacht bis zur Jahreswende 2012! Ich muss nämlich gestehen, dass ich es zwei Tage nach Weihnachten dann endlich geschafft habe, meine persönliche Schmerzgrenze zu überschreiten, nämlich die 65 Kilo. In jüngster Vergangenheit habe ich es trotz Hardcore-Fress-Anfällen nie über 64,3 kg geschafft, aber nun steht das Knöpfchen offen, wie man da sagt, wo ich herkomme (ausm Saarland, müsste eigentlich heißen: Es Kneppsche steht uff!), ich denke, das braucht keine weitere Erklärung. Size 38 ist jedenfalls schon fast Geschichte.

Und siehe da, sie ist zurück, die reumütige Jesse und hat sich vorgenommen, bis spätestens Juni 2013 unter 60 Kilo zu kommen.

Was tun, sprach Jesse?

Na, ganz einfach, wie wäre es mal wieder mit

Hör auf zu fressen!

und

Sport!

damit nicht wieder

durchhaenger

!???

Heute habe ich mal probiert, wie das so ist mit meiner Fitness, wo ich doch der Meinung war, ich hätte welche, Fitness, soll das heißen. Tja, weit gefehlt! Billy Blanks hat mich nach 22 Minuten dermaßen ausgeknockt, dass ich nach einem Sauerstoffzelt geschrien habe. Innerlich nur, aber hallo! Ich bin dermaßen eingerostet, fühle mich richtig fett und neige auch schon wieder zu Fettleibigkeits-Depressionen.

Geht gar nicht, da muss man was machen!

Ziele 2013

Das derzeitige Kampfgewicht von 65,8 kg bis spätestens Juni 2013 auf das vorläufige Wunschgewicht von 59,9 kg reduzieren. Kurzfristig möchte ich wieder in Schwung kommen, was konkret bedeutet den Billy Blanks – Tae Bo Cardio Circuit 1
komplette 30 Minuten durchzuhalten ohne an Herzversagen zugrunde zu gehen. Deshalb werde ich wieder

  1. Weight Watchers Tagebuch führen
  2. zu den Treffen gehen (heut um 18:30h geht’s los)
  3. erkunden, was es mit dem neuen Wahnsinnsplan Weight Watchers 360° auf sich hat (!)
  4. mich auf mehr Sattmachertage einlassen, weil alle, die sie machen sagen, die wären reine Magie
  5. Laufpensum erhöhen (von 1x in der Woche max auf 3x in der Woche min)
  6. Verschlankomat pflegen
  7. Eure Kommentare lesen :)

i can do it!

Wer von Euch ist dabei?

Ich frage mich, wieviele von Euch den Verschlankomaten überhaupt noch lesen/verfolgen? Interessiert Euch mein Geschreibsel noch? Wenn das so ist, bitte hinterlasst mir doch Kommentare und äußert Euch auch gerne zu den Themen, über die Ihr hier am liebsten lesen möchtet. Wollt Ihr mehr Rezepte, Fitness-DVDs im Test oder was sind Eure Lieblingsthemen?

Ich würde mich sehr freuen von Euch zu hören!
Die Kommentarfunktion ist so eingestellt, dass ihr auf jeden Fall anonym bleiben könnt, also nur Mut!

Danke im Voraus,
Jesse

Wer eine Belohnung verdient…

Wellness-Belohnung: Tetesept Sternenglanz, meine persönliche Nummer Eins in Duft und Farbe

Neben der Frage nach der Motivation eine Diät durchzuziehen (habe ich gestern drüber berichtet) waren Belohnungen Thema dieser Weight Watchers Woche. Das fand ich witzig, denn seit ich letzte Woche in einem meiner Posts missverstanden wurde (André von Personal Trainer Kiel dachte, ich habe mich mit Essen belohnt), kreisen meine Gedanken immer häufiger um Belohnung und Essen. Gefühlt habe ich mich seit Beginn meiner WW Reise im Februar nicht mehr mit Essen belohnt – Gott bewahre! Ist das doch das Schlimmste, das man tun kann…

Wenn ich aber ganz im Stillen ehrlich mit mir bin, dann gebe ich offen zu, dass ich nichts schöner finde als lecker zu essen! Aber eben anders als vor dem Verschlankomaten. Ich laufe nicht mehr zu meinem Lieblingsitaliener und ziehe mir seine Wagenradpizza rein, weil ich eh schon 10 Kilo ins Off geschickt habe. Ich renne auch nicht mehr vor zu Edeka und hole mir eine Schachtel Kinderriegel, von denen ich ganz ehrlich nur einen essen will und plötzlich sind alle weg…

Ich setze mich stattdessen mit Musik und Tee oder einem Glas Wein an den Tisch, studiere Kochbücher, oder vor meinen Mac und suche das Netz nach leckeren Lightrezepten ab (z.B. bei Weight Watchers Rezepte, Gina’s Skinny Recipes oder Cooking Light). Und wenn ich keine Lightvariante meiner Favoriten finde, dann bastel ich mir eben selbst eine. Das macht mir mittlerweile fast mehr Spaß als das Essen selbst!

Und darum möchte ich jetzt ganz offiziell ein Tabu brechen: Ich finde sich an einem guten Essen im Rahmen des jeweils gewählten Diätplanes zu erfreuen ist absolut okay. Es ist nichts Verwerfliches Essen zu lieben und ganz sicher nicht bedauernswert sich damit auch noch wohl zu fühlen. Wir sollten uns allmählich klar machen, dass wir nichts nötiger brauchen als die Aussöhnung mit dem Essen, wenn ein Leben mit unserem Wunschgewicht möglich sein soll! Und wenn der ein oder andere sich in gesundem Maßstab mit Essen belohnen möchte – warum denn nicht!? Bei Belohnungen geht es um Freude am Leben. Und zum Leben gehört Essen… das ist nun mal so!

Neue Laufschuhe waren eine Belohnung fürs Dranbleiben am täglichen Workout

Natürlich spreche ich hier nur für mich. Denn seitdem ich all diese neuen Rezepte ausprobiere, sie genieße, dabei im Plan bleibe und Gewicht verliere, seitdem ist Essen mein Freund! War es vorher nie. Essen war immer etwas, das ich besser vermeiden sollte. Seit der Ernährungsumstellung durch Weight Watchers ist es aber etwas, auf das ich mich täglich freue. Soll es nicht so sein? Doch, soll es!

Aber da auch so ein Punktebudget irgendwann mal aufgebraucht ist, habe ich mir Gedanken über adäquate (nicht essbare) Belohnungen gemacht. Sie brachten mich auf die Idee einer neuen Blog-Kategorie: Daily Treats (Tägliche Belohnungen) wird sie heißen und besonders für Frauen interessant sein. Ich belohne mich nämlich schrecklich gern mit Kosmetikartikeln oder Wellness. Es wird mir zwar nicht möglich sein tatsächlich täglich eine Belohnung zu posten, aber mit der Zeit werde ich die neue Rubrik schon füllen. Und wie immer steht Euch meine Kommentarbox zur Verfügung, wenn ihr selber eine Idee habt – ich bin immer interessiert!