3 Wochen Weight Watchers Auszeit

Ich hatte ja richtig Schiss, dass meine 3 Wochen Weight Watchers Auszeit sich ganz bitterböse an mir rächt… hat sie aber nicht! Obwohl ich „normal“ gegessen habe – v.a. bei meinen Eltern zuhause – habe ich lediglich 1 Kilo zugelegt. Ich konnte es kaum glauben! Zwar bin ich inklusive meiner letzten Zunahme von 400 Gramm vor 4 Wochen bei 1,4 Kilo mehr, bedenkt man aber mein Motivationsloch kann ich super damit leben. Wenn sich das so in der Haltephase durchsetzt, dann habe ich wirklich keine Angst mehr vor meinem Wunschgewicht → HAPPY!

Allerdings war ich auch nicht ganz ungehemmt in den 3 Wochen ohne WW Tagebuch. Nach 7 Monaten Weight Watchers kennst du deine Punkte und die Dinge, von denen du besser die Finger lässt. In der Hoffnung, dass meine Erfahrungen anderen ein wenig helfen, hier mal ein Beispiel, wie Du Dich über ein Familienfest rettest. Ich persönlich finde Familientreffen besonders herausfordernd…

Um gut vorbereitet zu sein, habe ich mich vorab erkundigt, was es denn zu Essen geben würde: Mediterranes Buffet. Das klang erst mal ölig. Also sparte ich mir mein komplettes Wochenextra, was bedeutet, dass ich die zusätzlichen 35 Punkte während der Woche nicht anrührte. Außerdem machte ich schon donnerstags 2 Workouteinheiten statt wie sonst nur einer: Morgens 68 Minuten Fatburner von Nina Winkler und nachmittags 40 Minuten Core Fusion Body Sculpt von Exhale (Hunter hat das Programm in ihrem Fitness-DVD-Blog getestet und für gut befunden – danke Hunter, Core Fusion Body Sculpt ist wirklich super!). Freitags war 80 Minuten Mel B. Totally Fit angesagt, (welches ich wirklich liebe! Ich möchte bald näher darauf eingehen und Mel B. einen kompletten Artikel widmen). Am Samstag ruhte ich aus (ging auch gar nicht anders, denn spätestens nach Mel B. weißt du genau wie viele Muskeln du im Körper hast), vor dem großen Fressen allerdings sind wir noch eine halbe Stunde spazieren gegangen, um den Stoffwechsel auf Touren zu bringen. So konnte ich die in Maßen genossenen Antipasti in Olivenöl, den Capresesalat, den Lachs auf Spinat mit Sahnesoße (!) sowie den dazugehörigen Wein ganz gut wegstecken. Am Sonntag habe ich normal meine 29 Punkte gegessen und einen längeren Spaziergang eingeplant. Wirklich zurückgehalten habe ich mich nicht. Meine Heimwaage ist zwar nicht sonderlich gut, aber Montags hatte ich auf ihr sogar ein Kilo weniger, zum Treffen bin ich an diesem Tag aber nicht gegangen.

Ich war außerdem noch in London und bei einem weiteren Familienfest vergangenen Samstag. Bei letzterem gelang es mir leider nicht mich zurück zu halten. Das eine zugelegte Kilo schiebe ich also darauf, dann fällt es leichter einfach weiter zu machen. Der gestrige Treffenbesuch hat mir dabei schon sehr geholfen. Um meine Bewegungseinheiten noch etwas zu steigern, möchte ich künftig noch 2-mal Aquafitness pro Woche einfügen – wenn ich einen Kurs finde, der mir zusagt.

 

Motivation ist alles: Briefing fürs Gehirn

Diese 3 Röcke waren einmal viel zu eng… jetzt halten sie nicht mehr oben. Sie fallen mir einfach von den Hüften!

Der Rückgang an Postings spricht für sich… im Moment klappt es bei mir nicht so gut (schon wieder 300 gr zugenommen) und wie viele von Euch ja wissen, ich bin nicht so der Rückschlägeposter – aber wer outet sich schon gerne als Stimmungskiller!? Deshalb hab ich mir gedacht, ich nehme die ganze gestaute Negativenergie und puste sie in etwas Positives: Motivation!

Und so habe ich ganz im Jungfrau-Element meinen bisherigen Weg analysiert und mein z.Z. rebellierendes Gehirn auseinandergenommen, um es zu verstehen und neu zu ordnen. Dabei ist mir aufgefallen, was eigentlich mein Problem ist: Ich habe Angst vor Erfolg! 

Die ersten 5 Hosen, die mir schon wieder zu groß sind, nachdem sie nur 3 Wochen gepasst haben…

Zu den Gründen für Angst vorm Erfolg gehören z.B. Selbstzweifel | Bin ich der Rolle als schlanker Mensch überhaupt gewachsen und kann ich sie ausfüllen? Werde ich mein neues Gewicht halten können?; Angst vorm Allein-gelassen-werden | Werden mich Freunde, Familie und Bekannte noch mögen, werden sie zu mir stehen oder eher mein neues Aussehen in Frage stellen? Was, wenn sie am Ende sogar neidisch sind?; Angst vor Veränderung | Was ist, wenn ich es geschafft habe und trotzdem nicht zufrieden bin?; Alte Denkmuster oder Glaubenssätze | „Unsere Familie ist nun mal klein und dick. Waren wir schon immer und du machst da keinen Unterschied.“; „Um schlank auszusehen muss man groß sein, also stimmt ja schon deine Grundvoraussetzung nicht.“; „Dein Gewicht ist für dein Alter doch völlig okay.“ u.ä.

Einerseits macht es mich mich stolz aus wie vielen Kleidern ich seit Februar herausgewachsen bin, aber andererseits schmerzt mich ihr Verlust… viele davon gehörten zu meinen Lieblingssachen…

Studiert man ein wenig das Internet oder Bücher zum Thema, dann findet man jede Menge Seiten, die ganz genau die eigenen Verhaltensmuster beschreiben. Da ist z.B. die Rede von der Vermeidungstaktik | Jemand, der Angst vorm Erfolg hat, vermeidet, unterlässt oder schiebt auf, was für sein Ziel das Beste wäre. In meinem Fall: Ich trage meine Speisen nicht mehr in den Programmmanager ein, ebensowenig meine Aktivität. Das hab ich doch jetzt alles im Kopf, ist meine Antwort, wenn man mich mal fragen sollte; Ausreden | Apropos Aktivität… letzte Woche habe ich es anfangs etwas übertrieben und die anschließenden Kopf- und Gliederschmerzen dazu genutzt dann gleich gar nicht mehr zu trainieren. Der Berliner Regen kam gerade recht als Ausrede auch kein Fahrrad mehr zu fahren… guter Plan, oder!?; Sich Probleme einreden | Ich glaube, mein beliebtestes Problem im Moment ist der Inhalt meines Kleiderschranks. Denn der quillt langsam über von Klamotten, die mir zu groß sind oder gerade werden. Da höre ich mich wie folgt „problematisieren“: Oh Mann, jetzt nehme ich schon ab und sehe trotzdem total sch… aus, weil ich nichts habe, was mir richtig passt! Die Sachen hier sind doch alle schon uralt, so kann ich doch nicht auf die Straße gehen! Woher soll ich denn bitte die Kohle nehmen, mich neu einzukleiden, wenn das so weiter geht? Und noch viel schlimmer: Es gibt da draußen überhaupt nichts, das mir gefällt, ich finde die momentane Mode echt spuckig …und so weiter und so fort…

Ich könnte diese Listen noch bis in alle Ewigkeit ausweiten, aber es geht mir ja um Lösungen, nicht um Probleme und deshalb hier mein

Selbst gebastelter Motivationsplan

Meine neueste Workout-DVD von und mit Johanna Fellner: Fit for Fun, Fatburner mit Core-Training – echt gut!

Workoutroutine aufrecht erhalten | Das schaffte ich bisher am besten durch Abwechslung, also habe ich mir 3 neue DVDs bestellt: Billy Blanks – Billy’s Favourite Moves [UK Import]; Fit for Fun – Fatburner Workout mit Core-Training; VITAL Fatburner – Intensiv mit Bodyshaping Bisher ist erst eine eingetroffen, nämlich Fit for Fun – Fatburner Workout mit Core-Training von und mit Johanna Fellner, deren Körper ich so sehr bewundere. Ich werde in den kommenden Tagen noch mal genauer darauf eingehen, nur soviel schon mal vorweg: Es ist anstrengend, es ist schweißtreibend, es dauert 67 Minuten und ich liebe es!

Freunde, Bekannte oder eine Bezugsgruppe zu verlieren muss nicht unbedingt schlimm sein| Sollte sich der ein oder andere aus meinem Bekanntenkreis tatsächlich von mir abwenden, dann bin ich froh, dass sich die Spreu vom Weizen trennt! Was übrig bleibt ist wohl das Wertvollste, das ich finden kann, oder!? Den Rest kann ich getrost in die Tonne treten, weil ich z.B. nicht mehr das gleiche Problem habe; nicht mehr die mit dem Problem bin; nicht mehr so zurückhaltend bin und vielleicht dadurch sogar selber leuchte o.ä.

…auch wenn ein Teil meiner Familie dazu gehört | Ich war sowieso schon immer das schwarze Schaf und bald gibt es sogar einen Grund dafür ;)

Problemen begegnen, sie hinterfragen und positiv nutzen | Anstatt darüber zu jammern wie viele Hosen, Röcke und Kleider schon nicht mehr passen, freue ich mich lieber über den Platz in meinem Schrank! Und weil es sicher jedem in meiner WW Gruppe so geht, werde ich demnächst einen WW-Teilnehmerflohmarkt anregen. So wird man die teilweise noch neuen Klamotten los ohne sie wegwerfen zu müssen und bekommt gleichzeitig noch etwas Geld für neue Kleider und Stoffe zurück.

Wär doch gelacht, wenn ich das letzte Stückchen nicht auch noch schaffe!

Und versprochen, ich erzähle Euch auch noch, wie mein Eis geschmeckt hat ;)


Wer mehr über das Thema Angst vor Erfolg lesen möchte, sollte es mal hier versuchen: Hast Du Angst vor Erfolg auf Positiv denken.orgMethatesiophobie – Die Angst vor dem Erfolg; Die Angst vor dem Erfolg von Heike Thormann