Vorher-Nachher: Warum es sich lohnt Rückschlägen zu trotzen

So wie dieses Bild war mein Kurzurlaub in Portugal, liebe Leute (sprich leicht debil, aber froh… hahaaa…)! Seit Sonntag Nacht sind wir wieder zuhause, was mich essenstechnisch ganz froh macht, denn Portugal, das muss ich leider sagen, bekommt von mir nicht einen Stern am Gourmethimmel! Mann, kochen die schlecht, die Portugiesen, BLERGH! Und dabei hatte ich mich schon so auf gegrillten Fisch gefreut… gegrillt war der zwar, aber in Butter und Öl (Betonung auf UND). Kann sein, dass die Öl als Soße verwenden, da stecke ich ja nicht drin, aber selbst meine Bestellung ohne Fett, kam fettfrei zubereitet in Öl schwimmend. WW hin oder her, ich hätte ja mal 5 gerade sein lassen, aber diese Fettaugen haben mich regelrecht angewidert. Soviel zur portugiesischen Küche (YARK!) im Februar.

Aber die Sonne… die Sonne war der Knaller! Ich glaube in meinem früheren Leben war ich Pflanze – eine, die immer ganz nach oben zum Licht gewachsen ist. Es waren so im Schnitt 15° C, wir hatten zwei Spitzentage (der erste und der letzte) mit bis zu 21° im Licht, und einen wirklich kühlen mit 6°C. Tiefer ging’s nicht. Herrlich!

Und weil ich jetzt mehr lache als früher, darf man hin und wieder auch mal ein Foto machen. Die habe ich gleich mit älteren = dickeren verglichen und zusammengestellt. Damit ich auch morgen noch weiß, wie wichtig es ist am Ball zu bleiben und temporären Rückschlägen zu trotzen!

Bildbeschreibung: Das linke Bild anzusehen hat mich damals fast um den Verstand gebracht. Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass ich von hinten solche Ausmaße habe! Letzte Woche dagegen war ich einverstanden mit einem Bild meiner sitzenden Rückseite. Diese Delle rechts und den allgemein zu breiten Rücken kriege ich auch noch los! Because I can do it!

Bildbeschreibung: Noch mal von hinten, diesmal gehend. Ich trage lustigerweise sogar die gleichen Stiefel. Schaut mal genau hin, auch deren Schaft ist nicht mehr so prall gefüllt! Das rote Kleid links ist längst entsorgt, die Jacke (Größe 44) hatte ich die Tage mal wieder an… es gibt wirklich nichts motivierenderes als Klamotten von früher zu probieren!

Bildbeschreibung: Und schließlich nochmal sitzend von vorn, weil die Rettungsringe dann am besten sichtbar sind. Mir ist bewusst, dass auch das Nachher-Bild mir nicht unbedingt schmeichelt, aber es zeigt trotzdem, was ich schon geschafft habe. Und natürlich, warum ich jetzt nicht aufhöre ;)

Und Ihr? Habter weiter fleißig Punkte gezählt, an Euch geglaubt, Euch bewegt und Kilos abgeworfen? Wenn nicht: EGAL! Dann macht Ihr das halt jetzt!

P.S. Ich hab heute WW Jubiläum! 1 Jahr Weight Watchers und 12 Kilo leichter :)

Über Sonne im Winter und verflixte Gewichtsplateaus

Mensch Leute! Nach zwei echt anstrengenden Wochen zuhause – hab mich in mein neues Projekt verbissen, da kann ich manchmal mit sonst nix was anfangen – sitze ich nun hier in der Nähe von Faro, genauer in Vilamoura, und fasse es nicht, dass es draußen mal locker 35° wärmer als gestern morgen in Berlin ist! YEAH! Doch eins nach dem anderen….

Unser Flug von Tegel nach Faro wurde im Vorfeld so ungefähr 6 mal verlegt. Das Problem ist nämlich, dass es keinen Direktflug nach Portugal gab. Richtig: Von Deutschlands Hauptstadt (genannt Riesendorf) aus ist es nicht möglich non-stop nach Portugal zu fliegen! Und so mussten wir schließlich um 6:10 h zuerst nach Palma de Mallorca und von dort nach Faro. Und weil ich mit an Bord wollte (grundsätzlich ein Garant für unvorhergesehene Schwierigkeiten) fror zuerst mal die Wasserleitung vom Flieger zu. Kein Wunder bei -17° morgens zwischen 5h und 6h. Und so wurde aufgetaut und enteist und circa 1 Stunde später als geplant losgeflogen. Also gegen 7h. Um 9h sollte aber schon der Flug von Mallorca aus starten. Gott sei Dank hat der auf uns gewartet. Da ist Air Berlin trotz bekanntem Gesicht im firmeneigenen Magazin (Mehdorn) nicht mit der DB vergleichbar. Verspätung ja, aber die Anbindung stimmte trotzdem. Puh! Palma lag übrigens bei -3°C unter Schnee und Eis vergraben – also keine warme Option im Februar!

Dafür muss man dann schon ganz runter zum Golfstrom, z.B. an die Algarve :) Leute, ich bin aus dem Flieger raus und musste erst mal den Mantel ausziehen. Schal und Mütze konnte ich gleich im Koffer verstauen. Faro begrüßte uns gegen 11h Ortszeit (bei uns 12h) mit sonnigen 12° im Schatten. Dazu war der Himmel blau und wolkenlos. Zu dieser Jahreszeit gibt es auch keinen Massentourismus, will heißen die Küste und weite Teile der Ferienorte sind ausgestorben, der Strand gehört dir allein! Kilometerweit begegnen dir bloß Möwen, der Atlantik bringt ein kühles Lüftchen mit, glänzt und rauscht jedoch ganz märchenhaft neben dir her. Da fällt sofort aller Stress von dir ab. So schön!
Meinen Salat mit Knoblauchbrot (yummerz!) habe ich am späten Nachmittag draußen in der prallen Sonne zu mir genommen. Mein Süßer ist sogar schon braun geworden (fasst man’s!??? Duh!), ich bin weiß wie immer, doch offenbar wirke ich viel kleiner als früher, denn der Kellner riet mir original vom großen Teller ab. Er meinte, der sei mehr was für Männer (Ich glaube, der hat mit mir geflirtet. Diese Südländer! Tsss…). Hab ich gelacht, kann ich euch sagen!

Welchen Sinn haben Gewichtsplateaus?

Aber’s stimmt schon. Ich bin echt ne Nummer kleiner als letztes Jahr um diese Zeit. Allein dieses Gefühls wegen, möchte ich alle Abnehmwilligen da draußen motivieren dran zu bleiben, auch wenn es eine Zeitlang mal nicht so gut läuft! Denn erst jetzt, nach fast 1 Jahr, beginnt sich mein Körper wirklich zu verändern. Ich glaube das Plateau, das sich nach 6 oder 7 Monaten zügiger, wenn auch gesunder Abnahme durch z.B. Weight Watchers plötzlich einstellt, rührt daher, dass sich der Körper erst mal mit dem neuen Gewicht anfreunden muss. Wir sollten also nicht genervt die Flinte in Korn werfen und glauben, nichts ginge mehr, obwohl wir alles so machen wie vorher! Unser Körper passt sich bloß den neuen Gegebenheiten an und verlagert seine Reserven. Bei früheren Abnahmen z.B. habe ich nach so 5-7 Kilo weniger meistens schon wieder frustriert aufgehört, wenn plötzlich nicht mehr mehr möglich war. Körperlich gesehen hatte ich zwar weniger Umfang, aber von einer schlanken Linie konnte man nie sprechen. Meine Problemzonen mögen sich zusammengezogen haben, aber sie waren noch ganz deutlich zu sehen. Will heißen Hüfte und Taille waren bei jedem Schritt in Bewegung… hrmmm, sie verstehen, meine Damen und Herren!?

Inzwischen hat sich aber allein mein Bauch total verändert. Hatte ich vor zwei Monaten noch eine mittlere Krise, weil man daran trotz täglichem Einsatz überhaupt nichts sportliches fand, kann ich heute guten Gewissens behaupten, dass er flacher und fester geworden ist, obwohl ich seitdem bloß 1 oder maximal 2 mühevolle Kilos runtergebracht habe! Ebenso hat sich mein Rücken ergeben und endlich diese Falte begradigt, die immer unterhalb des Rippenbogens geschwabbelt hat. Kinners, man sieht meine Rippen! Auch von hinten! Knaller, oder? Und trotz meines ja nun fortgeschrittenen Alters hängt da nix, wo es nicht hängen soll. Das schiebe ich ganz vehement dem Sport in die Schuhe, vor allem den endlosen Core-Übungen, die mich so lange verfolgen und mir schon manchen Muskelkater beschert haben. Natürlich nutzt das alles nichts, wenn man nicht auch cremt wie blöd, aber ich wundere mich wirklich, dass es überhaupt funktioniert hat! Einsatz lohnt sich, wenn man ihm genügend Zeit gibt! 

In diesem Sinne, nutzt die Zeiten zwischen zwei Abnahmen dazu glücklich zu sein und Euch auf das zu freuen, was Euch außer einer kleineren Anzeige auf der Waage erwartet: Ein neuer Lebensstil, eine andere Einstellung zum Essen, aber vor allem eine viel freundlichere Einstellung zu Euch selbst. Macht der Sympathie Platz, die ihr Euch selbst entgegenbringen werdet, wenn ihr versteht, dass auch Euer Körper fähig ist, sich zu wandeln. Mein Gott, das ist einfach geil! Ich könnt flennen! Teeheee!

Also denk dran: Wenn ich es kann, dann kannst du das auch! Auf geht’s!