[Vegan] Schnelle Tofupfanne

„Was macht man eigentlich aus Tofu?“, fragen mich ganz viele Bekannte, wenn ich erwähne, dass ich kein Fleisch (außer Fisch) esse. Die Frage taucht auch immer wieder im Weight Watchers Treffen auf, denn Tofu ist immerhin ein Sattmacher, mit dem aber die wenigsten etwas anfangen können.

Ich muss ehrlich zugeben, mir geht es da ähnlich. Es gab sogar eine Zeit, da konnte man mich mit Tofu über den gesamten Globus jagen. Inzwischen habe ich aber ein bisschen was dazu gelernt und kenne durchaus Tofuzubereitungen, die sehr, sehr lecker sind. Mein heutiges Rezept ist eine davon, vielleicht mögt ihr sie ja auch.

Ihr braucht:

1 Block (150-200 gr) schnittfester Tofu (z.B. der von ALDI Nord)
1 kl. Dose/Glas Erbsen und Möhren  (oder sonstige Hülsenfrüchte, auch frisch oder TK)
1 mittelgroße Gemüsezwiebel (normale Zwiebeln sind auch geeignet)
1 Zehe Knoblauch
1 TL Öl oder Butter
1 TL gekörnte Gemüsebrühe (instant, nicht aufgelöst)
Pfeffer und Salz, ggf. Kräuter wie Thymian, Oregano etc.

Als erstes solltet ihr den Tofu aus der Verpackung nehmen und auf Küchenpapier trocknen lassen. Ich lasse ihn meistens so 10 Minuten stehen, dann brät er besser und sondert keine Flüssigkeit ab (kann ich ja so was von nicht leiden!). Inzwischen Zwiebel schälen und klein hacken, den Knoblauch ebenso. Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, Öl/Butter dazu, Zwiebel darin glasig werden lassen. Gegen Ende den Knobi hinzufügen.
Tofu in kleine Quader schneiden, hinzufügen, gut mischen. Wenn die Tofustücke goldgelb werden (ca. 5-8 Minuten), mit einer Gabel o.ä. zerdrücken, salzen, pfeffern. Noch eine Weile erhitzen und gut vermengen (3- 5 Minuten).
Zum Schluss die Hülsenfrüchte (hier Erbsen und Möhren aus der Dose, frisch oder TK schmeckt noch besser) mit 1 gestrichenen TL gekörnter Brühe unterheben und erhitzen (3-5 Min). Wer will kann noch eine Kräutermischung unterheben. Hierzu passt besonders Thymian oder Oregano, selbst ein Schuss Balsamico ist lecker, noch mal abschmecken, fertig.
Mit den Zutaten wie oben angegeben hat die gesamte Portion 0 Points am Sattmachertag (Öl ggf. anrechnen). Beim Zähltag einfach die Punkte wie gegessen eintragen. Je nachdem, welche Hülsenfrüchte ihr wählt, variiert der Wert, daher lege ich mich hier nicht auf einen fest.

Achtung: Die Angabe Sattmacher bezieht sich auf naturbelassenen Tofu. Räuchertofu und ähnliches zählt nicht dazu!

Für künftige Sattmacherrezepte habe ich eine entsprechende Kategorie (s. Navigation „Rezepte“) eingerichtet. Ich hoffe, sie füllt sich in den nächsten Wochen.

Eis selber herstellen à la Weight Watchers

Diese Woche lautet das Weight Watchers Thema „Lust auf Eis“. Wie wohl die meisten Menschen auf diesem Planeten bin ich Eis sehr zugetan, esse es aber seit meinem Weight Watchers Start im Februar eher selten. Das Eis selbst herzustellen scheitert meistens an der Energie, denn wie ich schon beim Rezept für Selbstgemachtes Himbeereis erwähnt habe, muss die Masse mindestens jede Stunde einmal gerührt werden, um die Eiskristalle darin zu zertrümmert sodass eine Creme entsteht.

Aber wie das eben so ist, wenn man gerade neue Informationen gelesen und gehört hat, möchte man alles auf einmal ausprobieren. So habe ich gestern erst mal eine mir bisher unbekannte Eisvariante hergestellt, die so genannte Granita. Die Granita ist eine sizilianische Eisspezialität, die dem Sorbet ähnelt, aber viel körniger ist. Gut an der Granita, man kann sie auch als fruchtigen Eiswürfelersatz mit etwas Wodka (Vorsicht Extra Points) aufgießen und bekommt einen lecker leichten Sommercocktail. Außerdem ist nahezu jede Fruchtsorte dafür geeignet. Das Schönste: Je nach Zutaten hat die Granita selbst 0 Points.

Das Foto links oben (leider nicht sehr gut zu erkennen, sorry) zeigt meinen ersten Versuch, die Orangen-Nektarinen-Granita. Dafür 1 Orange, 2 Nektarinen, den Saft einer kleinen Limette und ein Stückchen Ingwerwurzel pürieren und einfrieren. Wer mag gibt zuvor noch etwas Splenda, Zucker (Points) oder Süßstoff dazu. Alle Stunde die Masse mit der Gabel auflockern, damit sie schön kernig wird (so 3 Mal dürfte je nach Kühlleistung reichen). 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Eisfach nehmen, nochmals ein wenig zerstoßen und auf Gläser verteilen. Schmeckt lecker!

Und weil das so gut geklappt hat, habe ich heute morgen gleich weiter gemacht und je eine Cantaloupe- (s. Foto rechts oben links) und eine eine Galiamelone (s. Foto rechts unten rechts) püriert und einzeln eingefroren. Oben rechts wartet eine Masse aus 3 Bananen und einem halben Becher Buttermilch (Points) aufs Eisfach und unten links mein Versuch ein Frozen Yoghurt Vanilla (Points). Hinweis: Bei Bananen- und Joghurtmasse reicht eine Gabel zum Zerstoßen natürlich nicht aus. Die müssen alle Stunde mit dem Zauberstab bearbeitet werden, damit sie hinterher schön cremig sind.

Ich kann’s kaum erwarten, davon zu probieren und lasse Euch natürlich wissen wie meine Experimente geschmeckt haben!

Shrimp-Spieße mit Ananasglasur und Koriander-Reis

Das Original: Pineapple-glazed Shrimp Skewers and Coconut Rice aus Cannon Beach

In Cannon Beach an der Pazifikküste in Oregon gibt es eine kleine Tikibar namens Castaways‘ Tini Tiki Hut, die eine ganz eigene Küche pflegt. Sie bezeichnen ihre Art zu kochen als eine Fusion aus karibischer, asiatischer und mexikanischer Küche. Der Koch, so heißt es, sei weit gereist und habe alle dabei gesammelten Einflüsse zu einem großen ganzen zusammengetragen, das es so nirgendwo sonst auf der Welt gibt ;)

Uns haben seine Ergebnisse sehr gut geschmeckt und eines davon habe ich versucht für uns nachzukochen – natürlich WW-freundlich und weniger weit gereist, vielleicht sieht mein Ergebnis deshalb nicht so hübsch wie das Original aus, es hat aber auch gut geschmeckt! Den Kokosreis musste ich leider aus Mangel an leichter Kokosmilch etwas verändern, bei uns gab es Knoblauch-Koriander-Reis stattdessen, schmeckt dadurch asiatischer, aber eben auch leichter. Für die Zukunft habe ich mir aber schon mal vorgemerkt eine leichte Kokosvariante zu finden, die Geschmacksnote ist einfach zu köstlich, um sie für immer weg zu lassen.

Meine Variante: Shrimp-Spieße mit Ananasglasur und Koriander-Knoblauch-Reis

Mein Rezept sättigt 2 Personen für nur 5,5 Points pro Nase. Wer möchte, kann natürlich Shrimps und/oder Reis als Sattmacher einsetzen.

200 gr Shrimps putzen, in einer Marinade aus 2 EL Sojasauce, etwas Zitronen- und Limettensaft mind. 10 Minuten ziehen lassen. Inzwischen 1 kleine frische Ananas (alternativ 1 Dose ungezuckerte Ananas – Vorsicht Extrapoints!) in Würfel schneiden. Ein Viertel davon für die Spieße zur Seite stellen, den Rest zusammen mit 2 EL Sojasauce, 1 EL Zitronensaft, 2 EL Limettensaft, 1 gehackten Knoblauchzehe, 1 Stückchen feingewürfelter Ingwerwurzel und 1 EL Honig pürieren und kurz aufkochen. Anschließend bei mittlerer Hitze bis auf die Hälfte reduzieren. 8 EL Reis aufsetzen (ergibt etwa 10 EL gegarten Reis, also 5 EL pro Person). Währenddessen die Shrimps abwechselnd mit roter Zwiebel, Ananas, Knoblauchscheiben und roter Paprika auf Schaschlikspieße stecken (Wer Holzspieße nimmt, sollte die vorher in Wasser einlegen, damit sie im Ofen oder auf dem Grill nicht verbrennen). Die Spieße auf beiden Seiten mit Ananasglasur bestreichen und im Ofen oder auf dem Grill garen. Zwischendurch wenden und nochmals mit Glasur bestreichen. Den gegarten Reis mit Salz, Pfeffer und Knoblauch abschmecken, 1/2 Bund frisch gehackten Koriander unterheben und je 5 EL (3,5 Points) auf 2 Tellern verteilen, Spieße dazugeben und alles mit dem Rest der Glasur, je 1 TL Wasabi, Koriander, ein paar Spritzern Sojasauce und einer Handvoll Blaubeeren garnieren.

Tipp: Wer es gerne scharf mag, kann durch Verwenden von Cayennepfeffer oder Jalapeños in der Glasur einen Hauch Mexiko hinzufügen.

Zwei Monate Weight Watchers, ein Resümee

Nun bin ich schon 2 Monate bei Weight Watchers, 4 Kilo leichter und habe die 5% Körpergewichtsverlustmarke überschritten. Laut WW Programm (500 gr Abnahme pro Woche) perfektes Timing.

Wie sieht aber mein eigenes Fazit aus?

Darüber habe ich mir gestern morgen nach einer Stunde Billy Blanks’ Tae Bo beim Entspannen in der Badewanne (diesmal in Magischer Moment in rot von Tetesept… yum, s.u. links) Gedanken gemacht – und kam zu widersprüchlichen Ergebnissen.

  1. Ich bin glücklich, dass ich es nach erheblichen Startschwierigkeiten geschafft habe, 4 Kilo zu verlieren – 4,2 kg, wenn man genau sein möchte aber…
  2. Ich habe mit (viel) mehr gerechnet, weil
    • man in der Regel am Anfang schneller Gewicht verliert,
    • ich mich peinlich genau an die Punkte gehalten habe,
    • ich mehr Bewegung in meinen Alltag integriert habe (auch zuvor habe ich wenigstens 3 mal pro Woche Ausdauertraining oder Body Forming absolviert, nun sind es 5 Mal),
    • ich mich innerlich bereit gefühlt habe und ja…
    • ich rein emotional der Meinung war, ich hätte es verdient!

Für die ganz Schlauen klingt das sicherlich belächelnswert, für mich war es aber eine Tortur voller Selbstzweifel, demotivierender Affirmationen (mach keinen Sport, nutzt eh nix; den Rest kannste auch noch aufessen, fragt eh niemand nach etc.), Selbstsabotage (schlicht über die Stränge schlagen – wenn auch innerhalb des Pointsplans) – kurz: Die ganze Palette! Gemocht habe ich mich demzufolge nicht so häufig… und das möchte ich unbedingt verändern, denn das habe ich tatsächlich verdient ;)

Nachdem ich meine Tagebücher wieder einmal streng nach Fehlern durchforstet habe, entsteht folgendes Bild:

A. Die Mengen meiner Sattmacherportionen sind oft zu groß. Vor allem bei Pasta heißt Sattmacher für mich eher all you can eat anstatt iss bis du satt bist (wann ist man eigentlich satt? Es mag scheußlich klingen, aber ich bin satt, wenn ich nicht mehr kann… Fehler!)

Künftig wiege ich also meine Portionen ab und den Rest werfe ich weg, wenn es nicht anders geht. Es ist ein Irrglaube, das nicht zu können. Man kann lernen, Essen weg zu werfen! Vor allem, wenn man sich bewusst macht, dass man dasselbe tut, wenn man es aufisst – nur, dass man dann selbst die Mülltonne ist. Und wer möchte schon eine Mülltonne sein!? ;)

Eine friedlichere Möglichkeit ist Reste einfrieren. Wer sich gut genug im Griff hat, kann ein oder zwei Portionen mehr kochen und diese einzeln einfrieren. Ich habe mir dafür extra Tiefkühlboxen geholt und muss sagen, das klappt hervorragend. Ich mache es aber nur, wenn ich weiß, dass ich die Kraft habe nach meiner Portion auf den Rest zu verzichten – ansonsten würde ich mit wehenden Fahnen die Kühltruhe plündern, nachdem der Teller leer ist… LOL!

Einfrieren hat außerdem den positiven Nebeneffekt, dass man auch mal auf Fertiges zurückgreifen kann, wenn die Arbeit mal wieder ohne vorher Bescheid zu geben mutiert – eine meiner bösesten Hungerfallen! Ich arbeite, bis ich nicht mehr kann, mir übel ist und mein Kopf platzt, nur um mich anschließend mit irgendwas voll zu stopfen (im Irrglauben, ich hätte es mir verdient). Gott sei Dank ist mir das nun schon Wochen nicht mehr passiert. Der WW-Tipp „Im Voraus planen“ ist also viel wert.

B. Ich nehme mich selbst oft nicht ernst genug. Dieser Fehler unterläuft wohl den meisten Menschen, die abnehmen möchten. An meinen Tagebüchern zeigt sich das ganz deutlich, wenn ich mir anschaue, zu welchen Zeiten ich was gegessen habe, wie viel und mit wem. Vor allem letzteres ist ausschlaggebend, denn wenn es nur noch eine Stunde bis zum vermeintlichen Eintreffen meines Gatten ist, dann schiebe ich den eigenen Hunger noch ein wenig auf, um mit ihm gemeinsam zu essen. Das Ergebnis ist oft hier mal ein Eckchen Käse (hat ja nur ein oder zwei Punkte), ein kleiner Becher Joghurt, ein Glas Wein… usw. Bisher habe ich das alles irgendwie im Rahmen meiner Punkte untergebracht, aber wer weiß, wie viel ich da schon vergessen habe aufzuschreiben!? Künftig muss es für mich also heißen: Iss, wenn du hungrig bist. Setz dich für deine Mahlzeit an den Tisch, benutze dein Lieblingsgeschirr, lächle beim Essen, nimm dir Zeit für dich! Du bist hier die Hauptperson!

Wie man sieht, ist Weight Watchers nicht nur ein gutes Programm, um Gewicht zu verlieren, es ist auch ein guter Partner, um sich selbst besser zu verstehen, sich wichtig zu nehmen und darauf zu vertrauen, dass man es kann, egal gegen welche Gegner man auch immer antreten muss. Auf einen weiteren Monat also!

Start changing the inside and the outside will follow!
Billy Blanks

Bestandsaufnahme – Was mache ich falsch bei meiner WW Diät?

In meinem Post Aller Anfang bleibt schwer – Startschwierigkeiten bei Weight Watchers habe ich von meiner Anfangspleite berichtet. Es gibt sicher Menschen, die sich bei so etwas sagen: „Es ist nicht deine Schuld, du hast alles richtig gemacht.“ – Ich gehöre nicht dazu! Ich wußte doch aus eigener Erfahrung, dass ich mit WW erfolgreich abnehmen kann, also wieso klappte es nicht?

Die Leiterin meines Treffens machte mir Mut, erklärte, manchmal brauche der Körper eben etwas länger für die Umstellung und ich solle einfach am Ball bleiben. Sie riet mir, ich solle einmal mein Wochenextra (bei mir 42 Punkte) aufessen, da eventuell der Stoffwechsel ein wenig mehr brauche, um in Schwung zu kommen. Als sie mir riet, mich fortan doch häufiger zu bewegen, platzte mir fast der Kragen. Sie konnte ja nicht wissen, dass ich das schon erfolglos tat.

Anstatt zu verzweifeln (oder aus Wut zu explodieren), habe ich mich zuhause hingesetzt, meine Tagebücher studiert und sämtliche WW-Informationen noch einmal genauer beleuchtet.

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich zwar täglich fleißig so genannteSattmacherportionen zu mir nehme, aber nicht die Bohne auf die Zusammenstellung der Mahlzeiten im Sinne einer ausgewogenen Ernährung achtete. Bestimmte Dinge sollten da laut WW nicht fehlen. Dazu gehören neben viel Wasser die Aufnahme von Calcium, also Milchprodukten, mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse sowie pflanzliches Fett.

Und so habe ich angefangen, auch diese Regeln zu beachten, indem ich gleich morgens schon jede Menge Obst auf meinen Tagesplan setzte.

Ein Beispiel: Man nehme 1 Banane, 1 Apfel sowie ein paar Beeren, ne Mandarine oder ungezuckerte Dosenfrüchte (Achtung, die haben unsinnigerweise Points) und vermenge das ganze zu einem Obstsalat – geht man davon aus, dass eine Portion Obst und Gemüse etwa einer Hand voll entspricht, hat man auf diese Weise schon zwei geschafft. Und satt wird man ganz nebenbei auch davon.

Mittags achtete ich nun darauf, dass der Gemüse- bzw. Salatteil meiner Mahlzeit schon rein optisch das doppelte des Sattmachers (z.B. Nudeln, Reis oder Kartoffeln) ausmachte.

Kurz und gut: Die Rechnung ging auf. Letzten Montag brachte ich sage und schreibe 1,8 kg weniger auf die „nur mit Schuhen“-Waage, genug, um auch weiterhin motiviert zu bleiben. Ich muss sagen, dass v.a. die Resonanz in der Gruppe auf meinen Erfolg wirklich ein tolles Erlebnis war. Ich bin also sehr froh mit meiner Entscheidung zu den Treffen zu gehen!