Auf der Waage bleibt es frustig!

verbrenn die waage!

 

Trotz der positiven körperlichen Veränderungen, bleibt meine sch** Waage einfach stehen! Die blöde Ziege hat einfach kein Herz! Und langsam fange ich auch an, das Maßband zu hassen! 1 cm um die Hüfte ist weg, der Rest steht wie mein Gewicht.

BLERGH!

Sauer, Jesse

Stillstand schon am Anfang? – Nur nicht unterkriegen lassen!

stillstand

Ihr vermutet ganz richtig: Ich habe wieder kein Gramm abgenommen! Ich könnte flennen!

Fakten

  • Portionskontrolle. In meiner Not habe ich meine Portionen in den letzten Tagen abgewogen, weil ich dachte, ich esse doch mehr als ich denke. Dem ist nicht so. Ich bin im Plan!
  • Bewegung. Ich bewege mich regelmäßig, mehr als früher, versteht sich.

Warum also?

  • Keine Ahnung! Das einzige, was mir nach Durchsicht meines Tagebuchs auffällt, ist,  dass ich angeregt durch den Stillstand anfange, Mahlzeiten ausfallen zu lassen, offenbar in der Hoffnung, ihn einfach auszuhungern. Will heißen, statt 26 Punkten täglich, esse ich teilweise nur 22 (letzte Woche gleich an 3 Tagen).
  • Gleichzeitig habe ich mich mehr bewegt, will heißen das Defizit noch weiter erhöht.
  • Das Wochenextra habe ich bis Freitag nicht angerührt; am Sonntag waren immer noch 30 Punkte davon übrig (plus alle Aktivpoints).

Vielleicht darum?!

  • Mein Körper hat auf Sparflamme umgestellt, weil ich ihm nicht genug zurückgebe.
  • Seit ich gelesen habe, dass Frauen nur geringfügig fähig sind, überhaupt Muskelmasse aufzubauen, glaube ich nicht mehr an den Mythos vom plötzlichen Muskelaufbau. Trotzdem kann es sein, dass ich durch die gesteigerte Aktivität „zunehme“, weil sich im Muskel offenbar Wasser einlagert, wenn er stärker beansprucht wird. Hinzu kommt, dass man v.a. durch Cardio-Training Glycogen einlagert, das seinerseits Wasser bindet.
    Quellen: Warum schwankt mein Gewicht so stark auf Umstellung.info; Why do I weigh more after exercising?

Hilfe in der Not

Versucht man ganz logisch an die Sache heranzugehen, wird schnell klar, dass es sich bei meinem derzeitigen Stillstand um ein temporäres und kein grundsätzliches Problem handeln muss. Ich bin weder krank noch ein physikalisches Phänomen. Mein Körper reagiert wie viele andere auch und wenn ich nicht plötzlich zum Kühlschrank-plündernden Schlafwandler geworden bin (hab ich auch gecheckt, alles noch da!), wird sich der Erfolg zwangsläufig einstellen. Bis dahin muss ich allerdings einen Weg finden, den Glauben nicht zu verlieren, obwohl die Waage ein Arschloch ist.

Gegenmaßnahmen

Wochenextra aufessen! Vor allem, wenn man sich zusätzlich bewegt, muss der Stoffwechsel bei Laune gehalten werde, damit er nicht auf Sparflamme schaltet!

Aktivität beibehalten! Für das Selbstbewusstsein gibt es kaum etwas besseres als Bewegung. Es ist schön zu sehen, zu was man fähig ist und noch schöner zu sehen, dass sich bestimmte Körperpartien verändern. In meinem Fall die Arme (die winken nicht mehr zurück!), Beine, Po und langsam auch der Bauch. Stichwort FiFeb 2013

Waage verstecken! Es ist schlimm genug einmal in der Woche zu sehen, dass es nicht klappt; sich täglich (in meinem Fall gleich mehrmals) damit zu quälen ist Schwachsinn.

Statt allen Erfolg auf der Waage ablesen zu wollen, Alternativen finden, Fortschritte zu erkennen. 

  • Maß nahmen. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, Messen ist die halbe Miete! Hier stelle ich jede Woche einen Erfolg fest.
  • enge Jeans probieren. Die, in der ich vor fünf Wochen gesteckt habe wie in einer Pelle, passt wieder; tatsächlich ist sie mir fast schon zu groß!
  • alle 3-4 Wochen Fotos in Unterwäsche machen. Das ist hart, ich weiß, aber glaubt mir, ihr werdet Bauklötze staunen!
  • Komplimente annehmen. Mich haben schon 4 Leute gefragt, ob ich abgenommen habe.
  • Den Spiegel fragen und ehrlich sein. Ich sehe, dass mein Körper sich verändert. Es sind nämlich wieder Rippen zu sehen und unter seiner nicht zu verachtenden Fettschicht bildet mein Bauch gerade so etwas wie feste Stränge, sprich Muskeln, aus, was meine Taille zusammenzieht und meine Form weit schmaler erscheinen lässt.

Fazit

Der Frust bleibt, keine Frage, vor allem, wenn der WW Gewichtsmanager mir vorschlägt, doch mehr Aktivität in den Alltag einzubauen. Aber am Ende geht es mir doch darum, einen neuen Lebensstil und eine bessere Körperform zu erreichen. Beides passiert gerade und nur weil die Waage das nicht rafft, bin ich nicht gescheitert!

Weitermachen!

Fazit Woche Eins und Ausblick

verbrenn die waage!Wie leicht an der Zeichnung zu erkennen, hat meine erste Woche zurück im Weight Watchers Plan ZERO Kilo Abnahme gebracht!

FLIPP ICH AUS!

Andererseits habe ich nichts anderes erwartet, weil es bei mir IMMER so ist.  Trotzdem… es ist und bleibt unfair!

MEH!

Aber es gibt auch Positives zu berichten. So spricht z.B. mein Körper gut auf das neue Sportprogramm an. Ich merke schon wie die Oberschenkel wieder fest werden und sich die Arme zusammennehmen. Es ist mehr ein inneres Gefühl, von außen ist es kaum erkennbar, aber immerhin messbar.

Seit letzter Woche habe ich nämlich schon insgesamt 10 cm Umfang verloren! Genauer gesagt um die Hüfte -3 cm, Taille -2 cm, Busen -3 cm, Oberschenkel -2 cm. Das lässt sich sehen, oder? Ich kann ja immer nicht glauben, dass es gleich so viel ist, aber ich schreibe die Werte jede Woche auf und Zahlen lügen doch bekanntlich nicht.

Ich rate euch also dringend euch nicht nur auf Wiegeergebnisse zu konzentrieren, sondern zusätzlich euren Umfang zu protokollieren. Der sagt sowieso viel mehr aus, denn er belegt, dass sich der Körper verändert, egal bei welchem Gewicht. Und deine Formen sieht man immer, dein Gewicht auf der Waage aber nicht ;)

Mein Plan für diese Woche

Weiter im Plan bleiben und die Aktivität zügig steigern!

Apropos Bewegung; ich habe inzwischen weitere Workouts zusammengestellt und eine Extraseite, nämlich MyWorkouts, dafür eingerichtet. Künftig findet ihr sie immer aktuell, wenn ihr oben in der Hauptnavigation auf Bewegung>MyWorkouts>Workoutliste mit Zeitangabe geht. Bitte vergesst nicht, dass ich kein Fitnesstrainer bin. Ich trainiere auf eigenes Risiko und kann keine Verantwortung übernehmen, wenn ihr meine Workouts nachturnt. Brecht euch also nix und habt Spaß!

Jesse

Zwei Monate Weight Watchers, ein Resümee

Nun bin ich schon 2 Monate bei Weight Watchers, 4 Kilo leichter und habe die 5% Körpergewichtsverlustmarke überschritten. Laut WW Programm (500 gr Abnahme pro Woche) perfektes Timing.

Wie sieht aber mein eigenes Fazit aus?

Darüber habe ich mir gestern morgen nach einer Stunde Billy Blanks’ Tae Bo beim Entspannen in der Badewanne (diesmal in Magischer Moment in rot von Tetesept… yum, s.u. links) Gedanken gemacht – und kam zu widersprüchlichen Ergebnissen.

  1. Ich bin glücklich, dass ich es nach erheblichen Startschwierigkeiten geschafft habe, 4 Kilo zu verlieren – 4,2 kg, wenn man genau sein möchte aber…
  2. Ich habe mit (viel) mehr gerechnet, weil
    • man in der Regel am Anfang schneller Gewicht verliert,
    • ich mich peinlich genau an die Punkte gehalten habe,
    • ich mehr Bewegung in meinen Alltag integriert habe (auch zuvor habe ich wenigstens 3 mal pro Woche Ausdauertraining oder Body Forming absolviert, nun sind es 5 Mal),
    • ich mich innerlich bereit gefühlt habe und ja…
    • ich rein emotional der Meinung war, ich hätte es verdient!

Für die ganz Schlauen klingt das sicherlich belächelnswert, für mich war es aber eine Tortur voller Selbstzweifel, demotivierender Affirmationen (mach keinen Sport, nutzt eh nix; den Rest kannste auch noch aufessen, fragt eh niemand nach etc.), Selbstsabotage (schlicht über die Stränge schlagen – wenn auch innerhalb des Pointsplans) – kurz: Die ganze Palette! Gemocht habe ich mich demzufolge nicht so häufig… und das möchte ich unbedingt verändern, denn das habe ich tatsächlich verdient ;)

Nachdem ich meine Tagebücher wieder einmal streng nach Fehlern durchforstet habe, entsteht folgendes Bild:

A. Die Mengen meiner Sattmacherportionen sind oft zu groß. Vor allem bei Pasta heißt Sattmacher für mich eher all you can eat anstatt iss bis du satt bist (wann ist man eigentlich satt? Es mag scheußlich klingen, aber ich bin satt, wenn ich nicht mehr kann… Fehler!)

Künftig wiege ich also meine Portionen ab und den Rest werfe ich weg, wenn es nicht anders geht. Es ist ein Irrglaube, das nicht zu können. Man kann lernen, Essen weg zu werfen! Vor allem, wenn man sich bewusst macht, dass man dasselbe tut, wenn man es aufisst – nur, dass man dann selbst die Mülltonne ist. Und wer möchte schon eine Mülltonne sein!? ;)

Eine friedlichere Möglichkeit ist Reste einfrieren. Wer sich gut genug im Griff hat, kann ein oder zwei Portionen mehr kochen und diese einzeln einfrieren. Ich habe mir dafür extra Tiefkühlboxen geholt und muss sagen, das klappt hervorragend. Ich mache es aber nur, wenn ich weiß, dass ich die Kraft habe nach meiner Portion auf den Rest zu verzichten – ansonsten würde ich mit wehenden Fahnen die Kühltruhe plündern, nachdem der Teller leer ist… LOL!

Einfrieren hat außerdem den positiven Nebeneffekt, dass man auch mal auf Fertiges zurückgreifen kann, wenn die Arbeit mal wieder ohne vorher Bescheid zu geben mutiert – eine meiner bösesten Hungerfallen! Ich arbeite, bis ich nicht mehr kann, mir übel ist und mein Kopf platzt, nur um mich anschließend mit irgendwas voll zu stopfen (im Irrglauben, ich hätte es mir verdient). Gott sei Dank ist mir das nun schon Wochen nicht mehr passiert. Der WW-Tipp „Im Voraus planen“ ist also viel wert.

B. Ich nehme mich selbst oft nicht ernst genug. Dieser Fehler unterläuft wohl den meisten Menschen, die abnehmen möchten. An meinen Tagebüchern zeigt sich das ganz deutlich, wenn ich mir anschaue, zu welchen Zeiten ich was gegessen habe, wie viel und mit wem. Vor allem letzteres ist ausschlaggebend, denn wenn es nur noch eine Stunde bis zum vermeintlichen Eintreffen meines Gatten ist, dann schiebe ich den eigenen Hunger noch ein wenig auf, um mit ihm gemeinsam zu essen. Das Ergebnis ist oft hier mal ein Eckchen Käse (hat ja nur ein oder zwei Punkte), ein kleiner Becher Joghurt, ein Glas Wein… usw. Bisher habe ich das alles irgendwie im Rahmen meiner Punkte untergebracht, aber wer weiß, wie viel ich da schon vergessen habe aufzuschreiben!? Künftig muss es für mich also heißen: Iss, wenn du hungrig bist. Setz dich für deine Mahlzeit an den Tisch, benutze dein Lieblingsgeschirr, lächle beim Essen, nimm dir Zeit für dich! Du bist hier die Hauptperson!

Wie man sieht, ist Weight Watchers nicht nur ein gutes Programm, um Gewicht zu verlieren, es ist auch ein guter Partner, um sich selbst besser zu verstehen, sich wichtig zu nehmen und darauf zu vertrauen, dass man es kann, egal gegen welche Gegner man auch immer antreten muss. Auf einen weiteren Monat also!

Start changing the inside and the outside will follow!
Billy Blanks

Oh weh, der Montag ist doch noch schwarz!

Pünktlich zum Wochenbeginn schlägt mir mein Körper gewohnheitsmäßig ins Gesicht und bestraft mich für meine absolut alberne Motivation in der letzten Woche. Etwa so stelle ich mir seine Gedankenwelt vor:

„Sie hat sich ein Fahrrad gekauft?? – Dafür wird sie zahlen!“
„Sie läuft jetzt nicht nur 3-mal die Woche sondern macht noch zusätzlich Tae Bo, damit ich bei ihrer Kackdiät mitmache?? – Das kriegt sie zurück!“
„Sie bildet sich ein, ich werde meine Kilos schon loslassen, wenn sie so weiter macht? – Am Arsch!” (Sorry, mein Körper hat so eine schlechte Sprache) …und so weiter.

Was mich so frustriert? Ich fühle mich heute absolut schrecklich. Mein Bauch ist dick und schwer und hängt an mir wie eine Kugel, meine Muskeln – das habe ich aber erwartet – tun weh und meine gute Laune ist vom Regen wie weg gewaschen. Mir ist schon klar, dass ich mich anstelle, aber mich nicht anzustellen, will einfach nicht gelingen. Das alt bekannte Gefühl vom Leben benachteiligt zu sein, kämpft sich wieder einmal nach oben. Es redet mir ein, dass ich es sowieso nicht schaffe, weil ich eben benachteiligt bin, weil ich eben nicht abnehme, weil ich eben dick bin und sowieso nichts essen kann ohne sofort zur Kugel zu werden. Hilfe bekommt es von meiner Gruselwaage, die – auch wie gehabt – tatsächlich die Nerven hat, mich wieder ein Kilo schwerer zu machen statt einfach dort zubleiben, wo sie seit letzten Mittwoch hängt. Dumme Kuh! Und dabei war sie die ganze Woche über so freundlich! Ich meine, sie kann mich doch Dienstags, Mittwochs, und von mir aus auch Sonntags schwerer machen… ABER DOCH NICHT AN MEINEM WIEGETAG!!!!!!!!!!!! ARGH!!!!!

Was is nu mit „I Can Do It?” – Ach Mensch, ich will doch gar nicht aufgeben! Ich nehm jetzt mal ne Biofax, wie meine Blognachbarin Medea schon vorausgesagt hat… vielleicht ist es ja nur Wasser!

P.S. Außerdem habe ich Hunger… bäh!

P.S.S.