Über Sonne im Winter und verflixte Gewichtsplateaus

Mensch Leute! Nach zwei echt anstrengenden Wochen zuhause – hab mich in mein neues Projekt verbissen, da kann ich manchmal mit sonst nix was anfangen – sitze ich nun hier in der Nähe von Faro, genauer in Vilamoura, und fasse es nicht, dass es draußen mal locker 35° wärmer als gestern morgen in Berlin ist! YEAH! Doch eins nach dem anderen….

Unser Flug von Tegel nach Faro wurde im Vorfeld so ungefähr 6 mal verlegt. Das Problem ist nämlich, dass es keinen Direktflug nach Portugal gab. Richtig: Von Deutschlands Hauptstadt (genannt Riesendorf) aus ist es nicht möglich non-stop nach Portugal zu fliegen! Und so mussten wir schließlich um 6:10 h zuerst nach Palma de Mallorca und von dort nach Faro. Und weil ich mit an Bord wollte (grundsätzlich ein Garant für unvorhergesehene Schwierigkeiten) fror zuerst mal die Wasserleitung vom Flieger zu. Kein Wunder bei -17° morgens zwischen 5h und 6h. Und so wurde aufgetaut und enteist und circa 1 Stunde später als geplant losgeflogen. Also gegen 7h. Um 9h sollte aber schon der Flug von Mallorca aus starten. Gott sei Dank hat der auf uns gewartet. Da ist Air Berlin trotz bekanntem Gesicht im firmeneigenen Magazin (Mehdorn) nicht mit der DB vergleichbar. Verspätung ja, aber die Anbindung stimmte trotzdem. Puh! Palma lag übrigens bei -3°C unter Schnee und Eis vergraben – also keine warme Option im Februar!

Dafür muss man dann schon ganz runter zum Golfstrom, z.B. an die Algarve :) Leute, ich bin aus dem Flieger raus und musste erst mal den Mantel ausziehen. Schal und Mütze konnte ich gleich im Koffer verstauen. Faro begrüßte uns gegen 11h Ortszeit (bei uns 12h) mit sonnigen 12° im Schatten. Dazu war der Himmel blau und wolkenlos. Zu dieser Jahreszeit gibt es auch keinen Massentourismus, will heißen die Küste und weite Teile der Ferienorte sind ausgestorben, der Strand gehört dir allein! Kilometerweit begegnen dir bloß Möwen, der Atlantik bringt ein kühles Lüftchen mit, glänzt und rauscht jedoch ganz märchenhaft neben dir her. Da fällt sofort aller Stress von dir ab. So schön!
Meinen Salat mit Knoblauchbrot (yummerz!) habe ich am späten Nachmittag draußen in der prallen Sonne zu mir genommen. Mein Süßer ist sogar schon braun geworden (fasst man’s!??? Duh!), ich bin weiß wie immer, doch offenbar wirke ich viel kleiner als früher, denn der Kellner riet mir original vom großen Teller ab. Er meinte, der sei mehr was für Männer (Ich glaube, der hat mit mir geflirtet. Diese Südländer! Tsss…). Hab ich gelacht, kann ich euch sagen!

Welchen Sinn haben Gewichtsplateaus?

Aber’s stimmt schon. Ich bin echt ne Nummer kleiner als letztes Jahr um diese Zeit. Allein dieses Gefühls wegen, möchte ich alle Abnehmwilligen da draußen motivieren dran zu bleiben, auch wenn es eine Zeitlang mal nicht so gut läuft! Denn erst jetzt, nach fast 1 Jahr, beginnt sich mein Körper wirklich zu verändern. Ich glaube das Plateau, das sich nach 6 oder 7 Monaten zügiger, wenn auch gesunder Abnahme durch z.B. Weight Watchers plötzlich einstellt, rührt daher, dass sich der Körper erst mal mit dem neuen Gewicht anfreunden muss. Wir sollten also nicht genervt die Flinte in Korn werfen und glauben, nichts ginge mehr, obwohl wir alles so machen wie vorher! Unser Körper passt sich bloß den neuen Gegebenheiten an und verlagert seine Reserven. Bei früheren Abnahmen z.B. habe ich nach so 5-7 Kilo weniger meistens schon wieder frustriert aufgehört, wenn plötzlich nicht mehr mehr möglich war. Körperlich gesehen hatte ich zwar weniger Umfang, aber von einer schlanken Linie konnte man nie sprechen. Meine Problemzonen mögen sich zusammengezogen haben, aber sie waren noch ganz deutlich zu sehen. Will heißen Hüfte und Taille waren bei jedem Schritt in Bewegung… hrmmm, sie verstehen, meine Damen und Herren!?

Inzwischen hat sich aber allein mein Bauch total verändert. Hatte ich vor zwei Monaten noch eine mittlere Krise, weil man daran trotz täglichem Einsatz überhaupt nichts sportliches fand, kann ich heute guten Gewissens behaupten, dass er flacher und fester geworden ist, obwohl ich seitdem bloß 1 oder maximal 2 mühevolle Kilos runtergebracht habe! Ebenso hat sich mein Rücken ergeben und endlich diese Falte begradigt, die immer unterhalb des Rippenbogens geschwabbelt hat. Kinners, man sieht meine Rippen! Auch von hinten! Knaller, oder? Und trotz meines ja nun fortgeschrittenen Alters hängt da nix, wo es nicht hängen soll. Das schiebe ich ganz vehement dem Sport in die Schuhe, vor allem den endlosen Core-Übungen, die mich so lange verfolgen und mir schon manchen Muskelkater beschert haben. Natürlich nutzt das alles nichts, wenn man nicht auch cremt wie blöd, aber ich wundere mich wirklich, dass es überhaupt funktioniert hat! Einsatz lohnt sich, wenn man ihm genügend Zeit gibt! 

In diesem Sinne, nutzt die Zeiten zwischen zwei Abnahmen dazu glücklich zu sein und Euch auf das zu freuen, was Euch außer einer kleineren Anzeige auf der Waage erwartet: Ein neuer Lebensstil, eine andere Einstellung zum Essen, aber vor allem eine viel freundlichere Einstellung zu Euch selbst. Macht der Sympathie Platz, die ihr Euch selbst entgegenbringen werdet, wenn ihr versteht, dass auch Euer Körper fähig ist, sich zu wandeln. Mein Gott, das ist einfach geil! Ich könnt flennen! Teeheee!

Also denk dran: Wenn ich es kann, dann kannst du das auch! Auf geht’s!

ICH – bin ich das wirklich?

Während unserer letzten Urlaubswoche in Orlando waren wir mangels Öffies und Leihwagen an unser Hotel gekettet. Nicht mal ein kleiner Supermarkt war fußläufig erreichbar. Das Speisenangebot war zwar hochpreisig, aber nicht gerade einfallsreich und für Vegetarier geradezu desolat. Und so gab es für mich täglich (kein Witz!) Caesar Salad (ohne Fleisch) mit dem Dressing daneben (also auch fast ohne Dressing – laut WW Eating Out Guide zwischen 6 und 10 Points inkl. Croutons und Parmesanschnipsel). In USA gibt es zum Salat keinen Brotkorb (wahrscheinlich weil deren Brotkultur eher nicht vorhanden ist), es gibt Salat und Dressing. Das war’s. Abends habe ich mir an der Bar Edamame bestellt, das sind gedämpfte Sojabohnen mit Meersalz (max. 5 Points), finde ich sehr lecker und nach 3 Wochen wenig essen sättigt auch die Snackversion.

Wieder zuhause esse ich nun nach Plan, also einiges mehr als im Urlaub. Und so war mein gestriges Ergebnis eher mau: 600 Gramm Zunahme. Das ist zwar ärgerlich, wird sich aber bald wieder einpendeln, da bin ich sicher.

Ganz anders sieht es derzeit mit dem Pendel in meinem mittlerweile arg gestressten Hirn aus. So sehr ich mich über meine Abnahme freue, so sehr macht sie mir inzwischen aber auch Angst. Erinnert ihr euch an die erste Hose, die mir nach den ersten Kilos endlich wieder gepasst hat? Aus der bin ich während des Urlaub „herausgewachsen“, ich kann sie inzwischen ohne Knopf und Reißverschluss zu öffnen an- und ausziehen. Ebenso die Kleidchen, die ich mir in der ersten Euphorie genäht habe: Alle zu groß, sehen aus wie Zirkuszelte. Ist doch super, werden jetzt einige sagen – ist es ja auch, AAAAAAAABER… wenn das so weiter geht, bin ich dann noch ich?

Seit ich denken kann, leide ich unter meinem Übergewicht: Mit 20 fand ich 58 unerträglich, später war es dann die 63, die ich hasste. In meinen 30ern kämpfte ich gegen die 68 und als ich mit 72 Kilo 40 wurde, dachte ich schon, ich sterbe als Zwilling von Trude Herr – will heißen, in meinem Kopf war ich immer „zu dick“. Was passiert mit solchen Leuten, wenn sie nicht mehr „zu dick“ sind?

Das mag jetzt für viele total doof klingen, aber es macht mir ehrlich zu schaffen! Ich frage mich einfach, was das für ein Mensch ist, der sich plötzlich für Küchenutensilien und das Kochen im Allgemeinen interessiert (Kochsendungen hasse ich aber immer noch… puh!), anderen Tipps gibt, wie sie sich am besten mit der Bewegung anfreunden, (die meisten) Fahrradfahrer zwar immer noch grenzwertig findet, aber selbst ein Viech besitzt und gerne auf ihm reitet, obwohl seine Frisur darunter leidet? Was ist das für ein Mensch, der heute morgen 60 Minuten Core-Training gemacht hat ohne eine Miene zu verziehen? Und was ist das für eine, die da plötzlich unter die Blogger gegangen ist und wahrscheinlich nur deshalb noch immer nicht das Handtuch geworfen hat? Mensch, ich mache seit 14. Februar, also 5 Monaten und 12 Tagen eine Diät und ich bin immer noch dabei! ICH!?????? Faszinierend! Wer bin ich?

There is no place like home – Wieder daheim

Ich bin nicht in den USA verschütt gegangen, ich habe bloß überhaupt keine Zeit mehr gefunden aktiv zu posten. Darum heute eine schnelle Zusammenfassung meiner Erlebnisse sowie ein Fazit zu Weight Watchers auf Reisen (wer den Urlaubsteil überspringen möchte, der liest einfach unten unter Fazit weiter).

Mein Motivationskleid im Einsatz – noch immer knapp aber nicht mehr spack :)

Nach der Pazifikküste ging es für uns nach New York und damit in die Sonne ohne kühle Brise. So konnte ich endlich die Sommerkleider tragen, die ich zuhauf eingepackt hatte. Eines davon habe ich nur eine Woche vor der Reise angeschafft. Im Laden war es mir zu eng um die prallen Hüften, es sollte mich als eine Art „Motivationserinnerung“ begleiten, ein Reminder, dass ich zwar auf Reisen, aber noch lange nicht am Ende meiner Weight Watchers Reise bin. Denn ich gebe gerne zu, wenn man schon viele Kilos geschafft hat, fühlt man sich hin und wieder schlank, auch wenn man es noch nicht ist. Die Euphorie über den eigenen Erfolg kann einen schon mal dazu verleiten die Zügel locker und zu häufig fünf gerade sein zu lassen.

Aber mein Kleid hielt mich bei der Stange. Ich hatte mir vorgenommen es jede Woche einmal zu probieren und siehe da, in der dritten Woche – wir waren gerade in New York angekommen – passte es! Damit hatte ich so gar nicht gerechnet, ich bin fast geplatzt vor Stolz :D

Was ich leider nicht gemacht habe, war in NY ein Treffen zu besuchen. Wir waren einfach viel zu beschäftigt die Stadt zu entdecken. Die Zeit war dennoch zu knapp, ein weiterer Besuch ist also schon vorprogrammiert.

WW Produkte in USA – süßer Genuss im Pointslimit

Zum Abschluss unserer 4-wöchigen USA-Tour besuchten wir Orlando in Florida. Dort war die zweite Konferenz meines Süßen, auf der er einen Vortrag hielt wie zuvor in Portland.

Doch zurück zum eigentlichen Thema: Weight Watchers auf Reisen…

Fazit

Ich schicke gleich voraus, es war gar nicht so einfach im Punktebudget zu bleiben. Man braucht neben jeder Menge Geduld mit sich und der Welt vor allem einen stabilen Willen oder man steht die unumgänglichen Hungerphasen einfach nicht durch. Und deshalb rate ich jedem, der eine Reise mit Weight Watchers plant, sich schon im Vorfeld ein Apartment mit Kochmöglichkeit zu suchen. Selbst eine einfache Mikrowelle ist hilfreich. In den USA zum Beispiel gibt es in jedem größeren Supermarkt eine Ecke mit Diät-freundlichen Gefrierprodukten für die Mikrowelle, die so genannten „Steamers“.  Das sind Gemüsezubereitungen fix und fertig mit Soße, die okay schmecken, sättigen und umgerechnet zwischen 2 und 5 Points pro Portion haben.

Ebenfalls punktefreundlich ist gegrillter Fisch oder Gemüse, wobei man je nach Region auf die fettfreie Zubereitung bestehen muss.

Die Arbeiten am neuen World Trade Center nehmen Form an

Am besten weg kommt man mit Sushi, da hilft der Reis satt zu werden oder aber man findet ein Restaurant mit Buffet zum selbst zusammenstellen – in USA gibt es sowas an den meisten Flughäfen oder in den diversen Fast Food Ketten. Vorsicht mit Dressings und Soßen, das sind oft die Punktefallen, an die man gar nicht denkt. Realistischerweise sollte man sich auch darauf vorbereiten, dass es außer Salat vielerorts nichts gibt und selbst da ist Vorsicht geboten. Um den Überblick nicht zu verlieren, habe ich das Dressing grundsätzlich daneben bestellt.

Mir persönlich haben auch die WW Produkte vieles erleichtert. In den Treffen und Weight Watchers Centern kann man sich (auch als Onlineteilnehmer) Chips, Power- und Schokoriegel für wenig Points kaufen, die man neben Obst und Gemüse immer in der Tasche dabei hat. So ist für den Hunger zwischendurch bestens gesorgt. Lecker sind auch fertig zusammengestellte Obstsalate aus dem Kühlregal vom Supermarkt. Und natürlich Smoothies am besten auf Saftbasis statt mit Milch oder Joghurt, die füllen den Magen und schmecken einfach köstlich.

Zum Schluss möchte ich aber auch erwähnen, dass ich nicht immer stark genug war, das Richtige zu tun, geduldig zu sein und den Hunger in Kauf zu nehmen. Wie wir alle wissen, gibt es Situationen, in denen einem alles zu viel wird, man nicht mehr Herr der Lage ist und die Welt sich scheinbar gegen einen stellt. In diesen Situationen sind es dann nicht mal die Verlockungen, die einen dazu treiben auf die Punkte zu blasen, meist ist dann nicht mal was Leckeres in der Nähe. Der reine Instinkt treibt dich zu einem dieser Pizzastände oder du kannst die Finger nicht von den Pommes lassen, die nur wenige Zentimeter neben deinem 100. Salat glänzen und weißt du was? Das ist okay!

Eines der wichtigsten Dinge, das ich während der letzten fünf Monate auf WW gelernt habe, ist, dass ich mir verzeihen darf, dass ein Fehltritt nicht bedeutet, dass ich zu schlecht oder blöde für den Job bin. Fehltritte zeichnen uns als Menschen aus. Sie sollten einfach bloß kein Freifahrtsschein für weitere Fehltritte sein, das ist alles. Nimm es hin, dass du die Pizza gegessen hast und nimm als nächstes eben wieder den Salat oder die Banane, geh eine große Runde spazieren, schau dir die Stadt an, lauf durch den Wald… aber hör nicht auf, an dich zu glauben!

Es ist schön wieder hier zu sein und ich freue mich darauf mehr zu posten. Montag Abend schlägt für mich die Stunde der Wahrheit, da gehe ich zu meinem Treffen und zu meiner lieben Freundin, der nur-mit-Schuhen-Waage. Natürlich werde ich gleich berichten, was sie mir zu erzählen hatte :)

Weight Watchers auf Reisen – erste Erfahrungen

Ich bin jemand, der auf Reisen das Essen gerne als Nebensache sieht. Als Vegetarier ist das schon schwer genug, aber Veggie UND auf WW ist eine absolut tödliche Kombination!

Impressionen aus Portland :)

Die Amerikaner achten aufgrund der hohen Anzahl von Übergewichtigen (!! Aber Hallo !!) viel mehr auf Fett und Kalorien als wir. Das ist erst mal super, denn so finden sich zahlreiche Lightprodukte sogar unter den Fast-Food-Anbietern. Man muss natürlich das Glück haben, in der Nähe einer dieser Läden untergebracht zu sein – was bei mir nach Murphy’s Gesetz natürlich nicht so ist. Jedenfalls keiner, bei dem die Lightgerichte nicht nur aus Fleisch bestehen. Ich hatte gehofft, dass es auch mal irgendwo Fisch gibt, auf den ich nicht ganz verzichte, aber wenn, dann steckt er in einer üblen Panade voller Fett – und jeden Tag Sushi wird auf Dauer auch langweilig.

Sowieso glänzen hier die meisten Speisen. Beim Eröffnungsbankett zu der Konferenz meines Süßen z.B. gab es Nudeln (eigentlich ein Sattmacher, ich dürfte also für 7 Punkte soviele essen bis ich satt bin) mit verschiedenen Soßen, darunter frisch geschnittene Tomaten mit Kräutern. Lecker eigentlich, nur leider schwammen die Nudeln in Fett. Ich fasse es nicht! Rotes Licht, Fehlanzeige, ich esse vielleicht 10 davon. Ein Stückchen weiter ist eine Gemüsebar aufgebaut. Mein Herz springt, ich freu mich, hetze zum grünen Spargel und falle fast vom Glauben ab: Fettaugen überall. Jedes Gemüse schwimmt in Butter. Mist… wieder nur 2 Stangen. Wenigstens die Gurkenscheiben sind roh, die esse ich also unkontrolliert. Was soll ich sagen, nach 10 Minuten hatte ich die Schnauze ziemlich voll, mein Hungermagen dagegen machte mich ganz krank. Ich bin stark geblieben und habe später woanders noch einen Salat mit Fisch gegessen. Mag sein, dass das Dressing viele Points hatte, aber das hat mich dann ehrlich gesagt wenig interessiert. Irgendwann ist halt mal gut.

Inzwischen habe ich den Morgen ganz gut im Griff: Zum Frühstück trinke ich meinen gewohnten Kaffee. Hier gibt es ihn von Starbucks mit Skim Milk – fettfreier Milch, die dazu noch richtig schmeckt (jaja, nicht fragen, was da drin ist, mir ist das auch unheimlich), dazu esse ich eine Banane und einen Apfel über die ich mir einen halben bis ganzen Powerriegel von Weight Watchers USA (3 Points) brösel. Eine kulinarische Befriedigung ist der Riegel leider nicht, tut aber seinen Dienst, er hält satt bis ungefähr um zwei.

Danach wird es auch schon schwierig. Kehre ich irgendwo ein (geringster Pointswert um die 15) wäre mein Tagesbudget schon fast ausgekostet. Meine erste Idee war, das Mittagessen ausfallen zu lassen und stattdessen meine Tasche mit pointsfreien Lebensmitteln wie Obst und Gemüse (sehr gut geeignet sind Karotten) zu füllen. Klappt bis zu dem Punkt, an dem dein Magen dir signalisiert: Noch ein Stück Obst und ich kippe um. Dann muss für mich was Festes her. Ganz gut geeignet sind die WW Käsecracker, die ich mir hier in Portland besorgt habe. Die haben 3 Points und beruhigen den Hunger ein wenig. Ideal ist das sicher nicht, gibt mir aber mit all der Bewegung über den Tag verteilt die Möglichkeit abends ein Gericht zu essen, dessen Punktzahl mir ansonsten die Schuhe ausziehen würde.

Ich in iPhone-Gelb beim Aufbau in Portland

Dumm an dieser Methode ist, dass Hungerattacken vorprogrammiert sind. Zusammen mit meinem sich dahinschleppenden Jet Lag hat sie mich gestern Abend total ausgeknockt. Mein Kreislauf war im Keller und anstatt zu der After-Party meiner Ausstellung zu gehen, lag ich fröstelnd im Bett und habe WW verflucht.

Was also die richtige Strategie für einen Weight Watcher auf (Hotel)-Reisen angeht, bin ich noch in der Versuchsphase. Es ist verdammt schwer nicht einfach nachzugeben und sich an Burritos, Tacos, seltsam dicken Pizzen, köstlichen Ceasar Salads, Veggieburgern oder Sandwiches de Luxe zu laben!

Heute am frühen Nachmittag werden wir eine kleine Reise auf die andere Seite der Stadt unternehmen und dort Applebee’s, ein Fast-Food-Restaurant ausprobieren, das Weight Watchers Menüs anbietet, darunter 2 Fischmenüs für jeweils 8 Points. Das sollte den Hunger ein paar Stündchen im Zaum halten. Heute Abend darf es dann immer noch ein Salat, Sushi oder ein anderes kleines Gericht geben und wie ich uns kenne sind wir bis dahin wieder so viel rumgerannt, dass ich mir dazu einen Wein erlaube :)

666 the Number of my Success – die Zahl meines Erfolgs!

Letzte Woche bin ich aufgrund meiner Reisevorbereitungen gar nicht mehr dazu gekommen zu bloggen. Dabei habe ich wieder 200 gr verloren. Nicht gerade viel, aber immerhin!

Bis zum 17. Juli bin ich nun mit meinem Süßen in den USA. Die Reise ist halb geschäftlicher Natur für uns beide. Ich mache eine Ausstellung in Portland, er liest bei zwei Konferenzen, einmal in Portland und einmal in Orlando, besser bekannt als Disney-World. Ich bin schon so gespannt!

Das aber nur als Einleitung. In den ersten zwei Wochen sind wir viel unterwegs und jeweils in Hotels untergebracht. Das ist eine riesige Herausforderung für meinen Diätplan, ich kann ja nicht selber kochen und in einem fremden Land findet man sich ja erstmal nicht so zurecht. Aber als WW Teilnehmer hat man es echt gut, denn man kann zu jedem WW Treffen auf dem gesamten Erdball gehen. Genau das habe ich heute morgen dann auch gemacht. Die Leute da waren total begeistert, haben mich mit Programmheftchen, Pocket Guides und Tipps ausgerüstet und mein Gewicht sogar in Kilos statt lbs erfasst. Total lieb! Das hatte ich gar nicht erwartet, heißt es doch immer die Amis seien oberflächlich. Also wenn das oberflächlich ist, gerne! Ich wünschte Berlin wär auch nur halb so oberflächlich ;D

Nach dem Essen im Flugzeug und einem Burrito am Flughafen war ich schon ein wenig aufgeregt, als ich auf die… übrigens OHNE SCHUHE (!!!!!)… Waage geklettert bin. Und Leute, soll ich Euch was sagen!??????? Jet Lag ist ein herrlicher Pfundeverbrenner, ich habe nämlich schon wieder 1,8 Kilo verloren! Heißt, ich bin jetzt auf 66,6 Kilo. Meine 10% Marke ist gesichert, mein dritter Stern in der Tasche. So geil! Ick freu mir!

Die zwei folgenden Hotelwochen erleichtere ich mir nun durch den amerikanischen Restaurantführer „Dining Out“, in dem die Speisekarten der bekannstesten Restaurant-Ketten und Fast Food-Läden mit Pointsangabe drin stehen. Anschließend geht es nach New York, wo wir extra zum Kochen ein Apartment gemietet haben. Auch dort werde ich wieder zu einem Treffen gehen und nachmessen lassen. Haltet mir die Daumen, ich möchte als nächstes die 10 Kilo Marke durchbrechen :)