Wissen ist Macht – erster Zwischenbericht

daumenhochNachdem vor 2 Tagen die Emotionen so hochgeschnellt sind (wenn ich das nächste Mal ein Experiment mache, behalte ich es bis zum Ergebnis für mich…LOL!), weil ich WW mit Kalorienzählen verbinden wollte (s. dazu Mal laut gedacht… Krise in Sicht…), möchte ich euch heute gleich einmal mit den ersten Ergebnissen konfrontieren.

Nachdem ich bei FDDB.de (danke Hilde und Chouquette) und my-miracle.de (danke Aliya) einige Test-Tage aus der Vergangenheit (aus meinem WW Tagebuch übernommen) eingetragen hatte, konnte ich feststellen, dass ich meistens (außer an Pastatagen, also 1-2 mal die Woche) UNTER meinem Grundumsatz von +-1300 kcal liege. (Ich möchte mich jetzt nicht um Zahlen streiten, also bitte keine Kommentare dazu, nehmt sie als gegeben hin. Danke!)

Grundumsatz und Hungerstoffwechsel

[Wer hierüber schon Bescheid weiß, der switche bitte zur nächsten Überschrift] Der Grundumsatz ist der Energiebedarf, den der Körper im völligen Ruhezustand benötigt, um alle Funktionen aufrecht zu erhalten, also ohne Sport und alltägliche Aktivitäten wie Zähneputzen. Das kannst du auf Wiki unter Grundumsatz noch einmal genauer nachlesen und hier deinen Grundumsatz berechnen. Bei einer Diät sollte man den Grundumsatz möglichst nicht allzu stark unterschreiten, weil sonst der Stoffwechsel auf bockig umstellt, Muskeln verbrennt, Eiweißbrücken abbaut und alles mögliche tut, außer Fettreserven anzugehen – das macht er erst kurz vorm Kippen. Dieser Zustand wird als Hungerstoffwechsel bezeichnet. Um langsam, stetig und gesund abzunehmen (z.B. mit WW) sollte man immer seinen Grundumsatz verbrauchen, dann ist der Stoffwechsel glücklich und hat kein Problem damit überschüssige Fettreserven anzugehen, denn er muss nicht für Notzeiten vorsorgen.

WW und Grundumsatz

Ein WW Tag ist ziemlich geschickt aufgebaut – soviel habe ich verstanden – denn irgendwie schaffen die es mit ihren (bei mir) 26 Punkten diesen Grundumsatz von ca. 1300 kcal immer zu erreichen, zumindest, wenn du täglich deine Calcium-, Fett-, Obst- und Gemüserationen sowie genug Flüssigkeit zu dir nimmst und viel Abwechslung in deinen Plan bringst. Ich habe das auch mit Zutaten wie Fleisch und Wurstwaren getestet, obwohl ich die nicht zu mir nehme, einfach, weil es so faszinierend ist, zu sehen, wie geschickt die das machen. Von daher also absolut grünes Licht für WW, am Programm ist gar nichts falsch, man sollte bloß schauen, dass man es auch (noch) richtig macht.

Trotzdem kann es dazu kommen, dass du „zu wenig“ isst, was hin und wieder auch kein Problem darstellt, aber auf lange Sicht dem Stoffwechsel vermittelt, dass er aufpassen muss. Er fährt also runter und lagert alles ein, was er kriegen kann. Je leichter du während deiner Diät wirst, desto eher ist das der Fall. Ich z.B. passe mit meinen täglichen Calcium-, Fett-, Obst- und Gemüserationen nicht so gut auf, esse nie Fleisch, selten Fisch, Eier oder Hülsenfrüchte; ernähre mich also eher einseitig. Dadurch falle ich an 4 von 7 Wochentagen UNTER den Grundumsatz und lande im Schnitt bei 1100 kcal. Ich glaube, das wäre nicht mal schlimm, wenn ich nicht schon im Normal-BMI-Bereich läge und keinen Sport machte.

Und was ist die Lösung?

Was DIE Lösung ist, weiß ich nicht. Mir hat die Info erst mal geholfen, meinen Speiseplan wieder besser zu überdenken. Ich habe in den letzten zwei Tagen geschaut, dass ich auf oder leicht über 1300 kcal komme, meinem Stoffwechsel also gute Zeiten vermittelt. Dafür musste ich 2 mal das Wochenextra anbrechen, hatte ein mega-schlechtes Gewissen und heute morgen LOCKER unter 64 auf der Waage! Letzten Sonntag waren es unter uns gesagt 65,4 Kilo, weshalb ich Montag erst gar nicht draufgestiegen bin…. Das sagt nach zwei Tagen noch gar nichts, klar, aber ich merke an mir, an meiner Konstitution, dass es mir besser geht – und das, obwohl es SCHON WIEDER SCHNEIT… ACK!

Ich teste munter weiter und halte euch auf dem Laufenden.

LG
Jesse

Deinen Grundumsatz berechnen
Kalorien zählen mit My Miracle (finde ich ein bisschen einfacher, handlicher als FDDB)
Kalorien zählen mit FDDB

Mal laut gedacht… Krise in Sicht…

Ich verstehe es einfach nicht!

Okay. Ich sage es jetzt! Ich steuere auf eine echte

[bigtime]  KRISE  [/bigtime]

zu, weil ich – egal, was ich tue (Wochenextra aufessen oder nicht, Aktivpunkte anbrechen oder nicht, weniger essen, mehr essen, bewegen etc.) – einfach nicht unter diese Gewichtsmarke (stetig schwankend zwischen 63,7 und 64,5) komme! Kurz, ich bin des Wartens müde, es muss jetzt etwas passieren!

Frühwarnsystem auf rot

Dieses machtlose Gefühl und der Ärger über meinen Körper, der einfach nicht mehr tut, was er soll, lösen ein starkes Déjà-vu in mir aus: 2011, nach 12,2 Kilo Abnahme, hatte ich ebensoviel gewogen (63,7) und egal, was ich auch gemacht habe, es ist nie weiter runter gegangen, zumindest nicht für eine nennenswerte Zeitspanne. Es hat mich ein ganzes Jahr Überwindung gekostet, mich dem Problem erneut zu stellen und siehe da, es hat sich nichts verändert: Jesse kommt nicht unter 63 Kilo, da kann sie machen, was sie will.

Was ist anders als zuvor?

Es gibt ein neues Programm, WW ProPoints 2.0, bei dem ich nicht mehr 28, sondern nur noch 26 Punkte essen darf, halbe Punkte gibt es nicht mehr, die meisten Lebensmittel haben nun mehr Punkte als zuvor; außerdem stehen mir nun wöchentlich 49 statt 35 Wochenextrapunkte zur Verfügung. Bis auf ein paar Ausnahmen habe ich die Punkteverschiebung nicht sonderlich gemerkt, nur die halben Punkte, die jetzt oft aufgerundet werden, haben mir anfangs Stress gemacht. Und doch… seitdem geht bei mir NICHTS MEHR!

Fazit

WW ist vielleicht einfach nicht mehr das Richtige für mich? Klingt doof, ging ja vorher immer, funktioniert bei so vielen anderen, aber bei mir funktioniert es eben nicht mehr. Es muss also für mich eine Alternative her bevor ich total aus der Bahn geworfen bin. Und darum werde ich jetzt anfangen WW mit Kalorienzählen zu verbinden, will heißen, KEINE Sattmacherportionen mehr und einsehen, dass auch Bananen nicht aus Luft bestehen. Gefällt mir gar nicht, aber was sein muss, muss sein.

Mehr dazu, wenn es klappt!

Schöne Woche,
Jesse

P.S. Klingt wahrscheinlich schlimmer als es ist! Ich bin weder verzweifelt noch manisch (noch nicht), ich habe bloß den ganzen Kopf voller Fragezeichen und bin auf der Suche nach Antworten! 

Weight Watchers ProPoints 360°

Alle Nase lang ein neues Programm… das ist, was die meisten an Weight Watchers nicht mögen. Nur haben das die WW Chefs noch nicht mitgekriegt. Sie denken immer noch in alten Bahnen. Und da heißt es, dass eine erfolgreiche Marke innovativ bleiben muss. Innovation wird vielerorts mit ständig Neuem verwechselt und darum heißt es bei WW nun der neue ProPoints 360° Plan.

Weight Watchers 360°

Wer WW schon kennt, weiß jedoch, dass neu nicht gleich neu ist. Tatsächlich hat sich das Programm seit dem Wechsel von Flex- auf ProPoints nicht mehr verändert. Es ist nur flexibler und nicht zuletzt dank der revolutionären Sattmachertage v.a. durchführbarer geworden. Man braucht also weder neue Kochbücher, noch neue Pointspläne u.s.w., man macht einfach weiter wie bisher!

Und was heißt nun Weight Watchers ProPoints 360°?

WW hat sein Layout verändert und damit man sich daran nicht lange aufhält, haben sie die früher über die Site verstreuten Tipps zu Umfeld und Routinen/Gewohnheiten in sinnvolle Pakete verpackt und das ganze 360° genannt, um nicht ganzheitlich sagen zu müssen.

Mein Umfeld

Wenn man nun auswärts essen möchte, kann man im neuen 360° Plan auf  auswärts essen  klicken und (nicht eben bahnbrechende, doch hilfreiche) Tipps nachlesen, in denen es z.B. heißt, man soll sich auf Gemüse, Salate, gedünsteten Fisch und mageres Fleisch konzentrieren. Weiterhin finden sich Tipps zum Zusammenstellen von Sattmacherportionen/Sattmachertagen, z.B. in der Kantine: Man nehme Salzkartoffeln, gedünsteten Fisch und einen Salat ohne Dressing, den man sich selbst anmacht, indem man [Knaller ein] 1 TL Öl, Essig, Salz und Pfeffer drüber gibt [/Knaller aus].

Meine Routinen

Mit Routinen sind Gewohnheiten gemeint, die man sich an oder abgewöhnen möchte, wie z.B. täglich zu frühstücken anstatt das Frühstück ausfallen zu lassen; sich täglich zu bewegen anstatt nur rumzusitzen etc.
Ganz witzig finde ich dabei, dass man auf der Webseite per Drag & Drop Gewohnheiten zusammenstellen kann, an denen man aktiv arbeiten möchte. Wenn man die Seite täglich aufruft, wird man also immer daran erinnert, was bestimmt hilft zu fokussieren und etwas zu verändern.

Fazit

Für jemanden, der gerade erst mit Weight Watchers beginnt, sind die Tipps und Tools meiner Meinung nach Gold wert. Sie geben Sicherheit und stärken das Vertrauen in das Weight Watchers Programm und damit in den Glauben an die eigenen Fähigkeiten. Auch Dauer-WWler werden sicherlich an das eine oder andere Detail erinnert, was ebenfalls hilft, wieder in die richtige Richtung zu blicken. Will heißen, ich finde den 360° Plan eigentlich ganz positiv.

Was sagt Ihr dazu?

Break Even – jetzt kann’s nur besser werden


Gestern habe ich sozusagen Break Even erreicht: 63,7 Kilo, das bisher niedrigste Gewicht meiner aktuellen WW-Treffen-Laufbahn (erstmals am 14. November 2011)! YESSS! Endlich wieder im Lot!

Was soll ich sagen, ich bin echt mächtig froh darüber, denn das ist für mich ein Punkt, von dem aus ich wieder erfolgreich sein kann. Alles, was ich fortan an Masse verliere geht direkt auf mein Verdienstkonto und eiert nicht irgendwo im Gewichtsdispo herum. Ich muss nicht mehr sagen: Also offiziell hatte ich mal X abgenommen, sind aber nur noch Y übrig. Nee! Ich hab ganz offiziell 12,2 Kilo weniger als am 14. Februar 2011, gewichtstechnisch mein schwärzester Tag mit sage und schreibe 75,9 kg auf der WW-Waage. Was war ich damals geknickt! Nie im Leben habe ich geglaubt, ich brächte mal soviel auf die Waage! Und am allerwenigsten, dass ich ein Jahr später schon 10 Kilo weniger wiege! Ich und abnehmen? Im Leben nicht! Hab ich gedacht – und falsch gelegen!

Tja und jetzt sitze ich hier und hadere mit mir, weil ich noch immer nicht erreicht habe, was ich eigentlich erreichen wollte: die von mir über den Klee gelobten 59 Kilo. In meinem neuen Treffen sitzt eine, die hat im April diesen Jahres angefangen und schon über 8 Kilo verloren! Soviel warens bei mir nach nem halben Jahr :S – woran sich mal wieder zeigt, dass man sich eben niemals mit anderen vergleichen darf, weil man sonst seinen eigenen Erfolg nicht würdigt. Mensch Jesse, 12,2 Kilo, das is doch mal was! – Ja, aber… [stop it]

Nun gut, ich wollte ja nicht mehr jammern. Klotze ich eben wieder ran, was soll’s. Derzeit klappt es ja ganz gut. Na denn, her mit der neuen Zielformulierung: Bis nächste Woche möchte ich unter 63 fallen, also 800 Gramm verlieren. Damit das funktioniert werde ich den schlappen Fleischsack wieder in Bewegung zu bringen (die Eiseninfusionen scheinen langsam anzuschlagen, ich schaff schon 20 Min. Core-Training ohne zusammen zu brechen, muaahahaaa!) und Tagebuch zu führen. Tagebuch führen ist echt das A und O, um im Plan zu bleiben. Ich wundere mich jedes Mal wie sehr man sich verrechnen kann, wenn ich mir (meist aus Faulheit oder Unwillen) nicht alle Punkte notiere. Am liebsten sind mir inzwischen die Sattmachertage, denn man isst viel viel weniger. Dafür kann man die Einschränkung in der Auswahl schon mal verkraften.


Tipp:

Jetzt gleich mal ’ne Runde rausgehen! Zieht euch was schönes an, geht vom Computer weg, geht eine Runde um den Block und schaut euren Nachbarn in die Gärten und Fenster! Es gibt immer was zu entdecken ;)

Sattmacher-Enttäuschung: Griechische Vorspeisen Light

Mensch, das hätte doch so gut gepasst: Kichererbsenmus (Hummus), Kidney-Bohnenmus, Tzatziki, Weiße Bohnen in Tomatensoße, Garnelenmus (statt Fischrogen oder Taramosalata) sowie Knoblauch-Kartoffelbrei (Skordalia) auf Vollkornbrot (warum kann man das nicht doppelt durchstreichen!?): Alles aus Sattmachern machbar – dachte ich…

Fangen wir mit den vorzeigbaren Rezepten an

Kidneybohnenmus

Knoblauch nach Geschmack und 1/4 klein gewürfelte Gemüsezwiebel (alternativ auch 1-2 Frühlingszwiebeln) in wenig Öl (max. 1 TL) auf mittlerer Stufe gülden werden lassen, Kidneybohnen (Konseve) inklusive Flüssigkeit (wer die nicht mag, nimmt etwas Wasser dazu) hineingeben und so lange köcheln bis die Flüssigkeit nahezu verdampft ist, salzen, pfeffern, etwas abgekühlt pürieren. Schmeckt lecker!

Garnelenmus

Da Fischrogen leider kein Sattmacher ist, habe ich ihn gegen Garnelen eingetauscht. Die schmecken immer und waren der Favorit am Tisch. Knoblauch nach Geschmack in wenig Öl (max. 1 TL) auf mittlerer Stufe gülden werden lassen, 100 gr Garnelen hineingeben, von beiden Seiten ca. 2 Minuten anbraten, 1 Spritzer Zitronensaft verdampfen lassen, salzen, pfeffern, etwas abgekühlt pürieren. Schmeckt lecker!

Der ganze lahme Rest

Es ist möglich auch die oben durchgestrichenen Pasten WW-gerecht und schmackhaft zu gestalten, allerdings nicht ausschließlich mit Sattmachern (schnarch, so langweilig…)! Manchmal muss es eben doch Öl, Frischkäse, Milch und vor allem Weiß- oder Krustenbrot sein! Joghurt und Magerquark bringen’s einfach nicht… schade! Im Anschluss noch einmal kurz, wie man es nicht machen sollte und (falls vorhanden) Links zu schmackhafteren Alternativen.

Hummus

No-Go: Statt Frischkäse Magerquark und Joghurt benutzen – IGITT!
Besser: Besser schmeckt es nach dem Original WW-Rezept für Humus

Tzatziki

Üblicherweise mache ich mir meinen leichten griechischen Joghurt selbst indem ich im Verhältnis 2:1 Joghurt und Magerquark mische. Das schmeckt für Süßspeisen auch ganz annehmbar, ist als Tzatzikibasis jedoch offenbar ungeeignet. Ich will gar nicht groß darauf eingehen, es hat halt nullo nach Tzatziki geschmeckt, es fehlt hinten und vorne an Geschmack… neeeeeeee, so geht das nicht! Ich schätze auch hier muss Schmand, Miracel Whip (wie bei meiner leichten spanischen Aioli) oder Frischkäse her, damit sich der Aufwand lohnt.

Skordalia

Skordalia ist einfaches Kartoffel-Knoblauchpüree, das jedoch anstatt mit Milch von den Griechen mit Olivenöl sämig gerührt wird. Ich finde es köstlich, kann davon aber maximal 2 TL essen, sonst geht es mir dreckig. Zuviel Olivenöl macht mich fertig. Und so dachte ich, ich versuche es mit Magerjoghurt glatt zu rühren… DUH! So eklig! Da helfen weder Knoblauch, Salz, Pfeffer noch die leckeren Kräuter. Ich schätze ein stinknormales Kartoffelpüree zubereitet mit fettarmer Milch und einem Klecks Saurer Sahne, aufgepimpt mit Knoblauch und Kräutern hätte an dieser Stelle wesentlich befriedigender geschmeckt.

Gib dem Rezept noch eine Chance

Weiße Bohnen in Tomatensoße

Offenbar bin ich da an das falsche Grundrezept geraten, denn eigentlich sollte die leichte Zubereitung der Bohnen kein großes Problem darstellen. Deshalb gebe ich ihnen in den kommenden Wochen eine zweite Chance – sind doch meine Lieblingsvorspeise beim Griechen!!!! YUMMY!

Warum kein Gemüse?

…werden sich jetzt einige fragen, wo ich doch gestern großspurig angekündigt habe, eine griechische VorspeisenPLATTE zu machen und heute nur die popeligen Pasten aufbieten kann… *hüstel* … nun ja, wie soll ich es sagen… mein Backgemüse (Zucchini, Paprika, Aubergine) ist mir verbrannt *hochrot* und weil die Pastenmacherei mich viel zu viel Zeit und vor allem den letzten Nerv gekostet hat, habe ich es kurzerhand weg geworfen und nicht noch einmal gemacht.

Was GAR NICHT GEHT

GAR NICHT GEHT Vollkornbrot von der Back-Factory (laut WW ein Sattmacher). Sattmacher hin oder her, das Zeug ist einfach eklig!, sagt Jesse.

Kennt irgendjemand genießbares Vollkornbrot? (Für mich so als würde ich fragen: Hast du Jesus gesehen?)

Herausforderung: Spanische Tapas Light

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber beim Spanier esse ich am liebsten Tapas. Ganz oben auf der Liste meiner Tapas-Favoriten stehen Pimientos de Padrón  – in Olivenöl gebratene grüne Paprikaschoten aus der Padrón-Gegend in Galizien/Spanien; Gambas A La Plancha – in Olivenöl und Knoblauch gebratene Krabben; Knoblauch-Champignons – in Olivenöl gebratene Champignons mit Knoblauch und schließlich Patatas Bravas – in Olivenöl gebratene pikante Kartoffelecken mit Aioli-Dip. So häufig wie Olivenöl in der spanischen Küche genannt wird, so punkteintensiv ist dieselbe. Geschätzt hat so ein spanisches Tapasmenü wie oben an die 25-30 Punkte (wenn nicht mehr), eine ganze Tagesration also, und dann du hast noch nichts dazu getrunken, kein Brot dazu gegessen und Oliven dürfen auch keine dabei sein…. Traurig, was?

Aber es heißt nicht umsonst, bei WW darf man alles essen, nicht wahr!? Allerdings weniger weil WW eine Wunderdiät ist, sondern weil man über WW lernt, wie man selbst schwere Gerichte möglichst leicht und lecker selbst herstellen kann. Ich habe mich mit meinem gesammelten WW-Wissen nun einmal an die oben genannten Varianten herangewagt und die Zubereitung für Euch aufgeschrieben.
Kleiner Einwurf: Leider sind die Bilder aufgrund der abendlichen Lichtverhältnisse in unserem Wohnzimmer nicht so aussagekräftig, schmecken tut es dafür umso professioneller.

Das beste daran: Ihr könnt die Tapas im Rahmen eines Sattmachertages (s. u. Tipp) genießen! Ist es nicht traumhaft!? ;)

Zutaten für 2 Personen

6-10 Padrón-Paprika, alternativ tun es auch grüne Spitzpaprika (s.u. *)
1 Packung (250 gr) Garnelen
300 gr Kartoffeln
1 Schale frische Champignons
4 TL Olivenöl
Wasser
5 Knoblauchzehen
1 TL Tomatenmark (oder Tomaten)
1 kleine Zwiebel
1 Zitrone
Chilipulver nach Geschmack (oder Chilischoten)
1 TL Paprikapulver
2 EL Sherryessig oder Balsamico oder Rotwein
viel frische Petersilie
2 EL Miracle Whip So Leicht
1 EL Magerjoghurt
1 EL Magerquark
grobkörniges Meersalz
Pfeffer und Salz zum Abschmecken

Zubereitung

Ofen auf 200° C vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen, 2 feuerfeste Formen für Champignons und Paprika bereit stellen.

Von jetzt an ist Planung gefragt, denn drei unserer Gerichte müssen in den Ofen: die Kartoffeln (30-40 Minuten), die Paprika (ca. 20 Minuten) und die Pilze (ca. 10 Minuten). Nach Möglichkeit soll alles gleichzeitig fertig werden – kriegen wir hin! Und zwar wie folgt:

Garnelen auftauen. Kartoffeln (mit Schale) schrubben, abtupfen und in gleich große Würfel schneiden, Paprika (bitte ganz lassen, nicht aufschneiden) und Pilze putzen, die Knoblauchzehen schälen und bereit legen, Petersilie waschen und trockenschleudern, Zwiebel sehr klein hacken.

Wir starten mit dem Dip, dann kann er durchziehen und wir vergessen ihn am Ende nicht :)

Aioli-Dip

2 EL Miracle Whip So Leicht, 1 EL Magerjoghurt, 1 EL Magerquark am besten mit einem Mixer glatt rühren, 1 zerdrückte Knoblauchzehe (oder Pulver), unterrühren (ich brate den Knobi vorher etwas an, dann verdaut er sich besser), salzen, pfeffern,bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.

Patatas Bravas à la Jesse

1 Tl Olivenöl, 1 TL Tomatenmark, 1 EL Sherry-Essig oder Balsamico oder Rotwein, 1 TL Chilipulver (oder nach Geschmack), 1 TL Paprikapulver, 1 zerdrückte Knoblauchzehe (oder Pulver), die sehr klein gewürfelte Zwiebel, Salz und Pfeffer in eine größere Schüssel geben, vermengen. Kartoffelwürfel in die vorbereitete Marinade geben, wenden bis sie glänzen. Anschließend gleichmäßig auf dem vorbereiteten Backblech verteilen. 10 – 15 Minuten bei 200° backen, wenden, noch einmal 10 – 15 Minuten (oder bis alles goldbraun und durch ist) backen. Kartoffeln anschließend in einer Schüssel anrichten, etwas Petersilie oder eine mediterrane Kräutermischung unterheben, salzen, pfeffern.

Pimientos de Padrón

* In Ermangelung der echten Padrón-Paprika habe ich grüne und einige rote Spitzpaprika für meine Variante gewählt – die schmecken ähnlich, etwas milder, die roten Paprika sind zudem leicht süßlich

1 TL Olivenöl, 1 Tl Wasser, etwas Meersalz in einer größeren Schüssel vermengen, Paprika darin wenden, alternativ könnt ihr die Paprika auch mit der Marinade bestreichen. In eine feuerfeste Form geben, zu den Kartoffeln in den Ofen schieben, 10 Minuten backen, wenden, noch einmal 10 Minuten backen oder bis die Haut Blasen wirft. Auf einer Platte anrichten, mit grobkörnigem Meersalz bestreuen.

Knoblauch-Champignons

1 TL Olivenöl, 1 TL Wasser, etwas Meersalz und 1 zerdrückte Knoblauchzehe in einer größeren Schüssel vermengen, Champignons darin wenden, in eine feuerfeste Form geben, zu den Kartoffeln (wenden nicht vergessen) und den Paprika in den Ofen schieben, 10 Minuten backen oder bis sie goldbraun und durch sind. In einer Schüssel anrichten, abschmecken und ordentlich Petersilie unterheben.

Gambas A La Plancha

Die aufgetauten Garnelen waschen und trocken tupfen, mit Zitronensaft beträufeln, salzen, pfeffern. 1 TL Olivenöl  in einer Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, eine zerdrückte Knoblauchzehe goldig werden lassen, darauf achten, dass der Knoblauch nicht verbrennt, Garnelen dazu geben, 2-3 Minuten auf beiden Seite anbraten, gerade solange, dass sie gut durch, aber nicht übergar sind, sonst werden sie „ledrig“. Eine zweite Knoblauchzehe darüberdrücken, mischen, ordentlich Petersilie unterheben, mit Zitronenscheiben auf einem Teller anrichten.

Dann holt Ihr den Dip aus dem Kühli und lasst es Euch für 8 Punkte pro Person schmecken. Da passen dann noch locker ein paar Oliven dazu, etwas Brot und oder ein Glas Rotwein. Mmmmmmmh!

Tipp

Wer die Tapas im Rahmen eines Sattmachertages verputzen möchte, der nimmt es mit den Mengenangaben (außer beim Öl natürlich) nicht so genau und schreibt lediglich 1 EL Miracel Whip pro Portion auf.
Aber Vorsicht: Solltet Ihr mehr als 2 TL Öl pro Portion verwenden bzw. Eure Tagesration Öl schon anderweitig verwendet haben, müsst ihr das Öl aufschreiben, ebenso die Punkte für eventuelle Beilagen wie Brot, Oliven und Getränke!

Olé!

Tipp: Thunfischsteaks mit viel weniger Punkten als von WW behauptet

Es gibt Dinge bei Weight Watchers, die gehen mir mächtig auf den Zeiger! So darf man z.B. Thunfisch aus der Dose als Sattmacher essen, Thunfischsteaks werden allerdings mit 7 Punkten und mehr pro Portion (125 gr) angegeben und sind KEIN Sattmacher. Flippe ich ja schon aus!

Ebenso verhält es sich mit Lachsfilet oder Sushi. Beim Sushi wird der Reis plötzlich voll gezählt, weshalb man dabei schon mal bei mächtigen 6 oder 8 Punkten pro Maki (=6 Röllchen – Betonung auf „chen“!) landen kann. Flipp ich mehr als aus, könnt ich da anrufen und fragen, ob’s noch klappt! Echt!

Und da ich sinnlose Herangehensweisen boykottiere, habe ich mir die Mühe gemacht meine Röllchen auseinander zu nehmen, einzeln abzuwiegen und die Grundzutaten einzutragen. Und siehe da… meine Maki (=6 Röllchen) haben nur 4 Punkte statt der angegebenen 6! So lande ich hoch gerechnet mit Reis als Sattmacher und Gemüse und Fisch einzeln abgewogen bei einem ganzen Menü bei 14 Punkten statt wie von WW angegeben 24! Und darum rate ich Euch dringend die Punkteangaben hie und da zu hinterfragen und einfach mal die Nährwerttabelle zu Rate zu ziehen, die Werte in den Calculator zu übertragen und zu schauen, was so ein Wildlachsfilet (hier die Betonung auf „Wild“, weil normales Lachsfilet viel mehr Fett hat!) oder ein Thunfischsteak denn nun wirklich hat! Ich habe nämlich heute Mittag anstatt 7 Punkte nur 3 Punkte für mein Iceland Tuna-Steak eintragen müssen.

Merke: Glaub nicht jeden Bullshit!

P.S. Verzeiht meine Sprache, ich bin gerade ein bisschen geladen und im Stress. Trotzdem auch für diese Woche liebe Grüße und guten Appetit von Jesse