Nachdem du nun deine Gedanken, die Küche und deine nähere Umgebung geordnet hast, geht es gleich ans Eingemachte, denn ohne Einsatz gibt es keinen Gewinn! Einen schnellen sowieso nicht. Dein Weg wird lang und schwer, also rüste dich mit allem aus, was ihn einfacher machen wird.

Meine Hauptsorge am Anfang war am Ball zu bleiben, auch wenn es mal nicht klappt oder wenn es Rückschläge gibt (denn die wird es geben), deshalb solltest du dir ein paar Kernfragen stellen, die dich später auf auf dein Vorhaben festnageln, wenn du selbst anfängst die Zügel zu lockern (so wie ich seit Ende August, verdammt…).

Der Ist-Zustand

In Zeiten, in denen du beschließt Gewicht zu verlieren geht es dir nicht gut. Du magst weder dich, noch was aus deinem Körper geworden ist. Deine Seele fühlt sich wie angefressen an und dein Selbstwert… nun, der war auch mal da… also willst du etwas verändern und zwar am Besten sofort – so ging und geht es mir jedenfalls! Und darum habe ich mir noch einmal ganz bewusst gemacht, was mir zu Anfang meiner Reise eigentlich so wichtig war. Was hat mich hierher gebracht, an diese Stelle, an der ich zwar alles nicht mehr so schlimm, aber doch noch schlimm genug empfinde!?

Die Kernfragen, das Eingemachte sozusagen

Wozu will ich eigentlich abnehmen?
Was springt für mich dabei heraus?
Warum ist es mir so wichtig weniger zu wiegen?

Leicht, denkst du jetzt. Dachte ich auch! Aber schwer wird es, wenn du dich hinsetzt und sie schriftlich beantwortest. Mach das mal, denn in ein paar Stunden, Tagen oder Wochen haben der Herr Schlendrian und der innere Schweinehund die leichten Antworten einfach aus deinem Köpfchen gefegt! Und da wirst du hocherfreut sein, dass du sie noch mal nachlesen kannst! Also… hinsetzen und schriftlich beantworten!

Wozu will ich eigentlich abnehmen? 

Ich kann mein Spiegelbild einfach nicht mehr sehen. Ich sehe aus wie die Schwester von Trude Herr, damit bin ich vielleicht sau lustig, aber lustige Dicke sind eigentlich traurige Menschen, die von ihrem echten Leid ablenken wollen: Ihrer Fettleibigkeit. So will ich nicht sein! Ich möchte mich endlich (wieder) selbst mögen!

Was springt für mich dabei heraus? 

Sobald ich die ersten Kilos verloren habe und mich auf dem Weg zum Wunschgewicht befinde, wird es mir besser gehen. Ich werde wissen, dass es eine Zukunft für mich gibt. Eine Zukunft nämlich

  • in der ich mich nicht mehr total unwohl fühle, weil Rock und Hose kneifen
  • in der ich mich traue mich auf den Schoß meines Partners zu setzen ohne das Gefühl zu haben ihm das Blut abzuquetschen
  • in der es Fotos von mir gibt (geben darf), von denen mir nicht schlecht wird
  • in der ich unter aller Augen essen kann, was mir schmeckt ohne das Gefühl zu haben, die denken alle: „Was muss dieses Pferd noch die Pizza in sich rein stopfen?“ o.ä.
  • in der ich schlank und selbstsicher bin
  • in der ich erfolgreich(er) sein kann, weil nicht immer ein ABER um die Ecke lauert

Warum ist es mir so wichtig weniger zu wiegen?

Nun, das ist jetzt die einfachste Antwort: Weil ich offenbar weniger wiegen muss, um die sein zu können, die ich bin. Denn Dicksein, da bin ich ganz ehrlich, das hält mich von so unendlich vielen Dingen ab: Schwimmen, Radfahren, Spaß haben, laut sein, angeschaut werden, bewundert werden, erfolgreich sein, das Essen zu lieben, mich zu lieben… alles wird auf später verschoben… so ein Schwachsinn, ich lebe doch jetzt!

Seht Ihr, das hätte ich auch ganz kurz sagen können: Na ja, dann bin ich halt dünn und dann wird alles besser. Ich sehe besser aus und überhaupt… blabla! Das ist keine Antwort, weil die Antwort tiefer sitzt! Sei ehrlich, liest ja keiner 😉

Zum Abschluss noch was Lustiges von meiner Schwester:

Heute geht es für mich übrigens auf die Waage! Ich gehe nämlich um 18:30h zum ersten Mal in ein neues Treffen. Das wird hart. Laut meiner Waage wiege ich wenigstens 1.5 – 2 Kilo mehr als letztes Mal 😦 Bäääääääh!

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